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Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machen

Vorlagentyp: NRCDU
78 Wochen bis zur Antwort5 Stationen im Verfahren7 SitzungenAbgelehnt

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Begründung

Anlässlich seines 175 jährigen Bestehens im Jahr 2003 wurde der Hauptfriedhof zu recht als Geschichtsbuch der Stadt Frankfurt am Main bezeichnet. Die Grabstätten auf verschiedensten Gebieten bedeutender Persönlichkeiten (z. B. Arthur Schopenhauer, Dr. Heinrich Hoffmann, Ricarda Huch, Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, Friedrich Stoltze, Walter Kolb, Dorothea Schlegel, Marianne von Willemer, Theodor W. Adorno) und Frankfurter Familien (z. B. v. Bethmann) sind eindrucksvolle Zeugnisse Frankfurter Geschichte und Kultur und dokumentieren die historische Entwicklung der Stadt. So spiegeln die Grabmäler das künstlerische und kulturelle Empfinden der verschiedenen Epochen und sind von hohem kulturhistorischem Wert. Daher sollte der Hauptfriedhof als identitätsstiftende Stätte Frankfurter Geschichte und religiöser Trauerkultur im Bewußtsein der Bevölkerung noch stärker verankert und dazu unter Hervorhebung seiner Besonderheiten besser erlebbar werden. Die laufenden Projekte wie der „Tag des Friedhofes“, oder die „Denkmaltopographie Hauptfriedhof“ sowie Führungen zu berühmten Gräbern leisten hierzu schon einen Beitrag. Diese Initiativen können aber noch intensiviert werden. Der Hauptfriedhof ist immer wieder Ziel von Vandalismus. Die Schäden reichen von zerstörten Grabmälern und dem Entwenden von Figuren bis hin zum Stehlen von Blumenschmuck. Neben einer Verbesserung und Intensivierung der Sicherheitsvorkehrungen kann auch eine Verankerung des hohen kulturhistorischen Wertes des Hauptfriedhofes im Bewußtsein der Öffentlichkeit dazu beitragen, die Situation bedeutend zu verbessern.

Inhalt

Antrag vom 25.06.2007, NR 511

Betreff:

Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machen

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, eine Konzeption mit der Zielsetzung zu entwickeln und umzusetzen, den Hauptfriedhof als Stätte der Frankfurter Geschichte und Trauerkultur stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und für Bevölkerung und auswärtige Besucher erlebbar zu machen. Darin sind Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und zur Vorbeugung gegen Vandalismus zu berücksichtigen. In das Konzept sind die folgenden Vorschläge einzubeziehen:

  1. Kulturhistorische Stätte Hauptfriedhof

a) Restaurierung und Pflege erhaltenswerter Grabstätten durch die Stadt Frankfurt am Main in Kooperation mit Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie kulturgeschichtlich interessierten Vereinen, Institutionen und Unternehmen. Dabei ist auch die Bereitschaft von Hinterbliebenen zum Erhalt dieser Grabstätten einzubeziehen und zu fördern.

b) Verstärkte Werbung für Patenschaften für künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale

c) zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit zur Geschichte und kulturhistorischen Bedeutung des Hauptfriedhofs, z. B.

- Erstellung und Auslage eines Faltblatts mit Übersichtsplan zu Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten und künstlerisch bzw. historisch wertvoller Grabmale als ergänzender Einstieg und Hinführung zur bestehenden Literatur

- Aufhängen verbesserter Übersichtspläne an den Eingängen mit Hinweisen auf die Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten und deren Wirken

- Ansprache von Verlagen zur Aufnahme des Hauptfriedhofs in Touristik- und Stadtführer

- Erarbeitung einer Ausstellung zur Geschichte und Bedeutung des Hauptfriedhofs und der Friedhofs- und Trauerkultur

d) Anlage eines oder mehrerer Rundgänge zu Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten oder künstlerisch bzw. kulturhistorisch wertvoller Grabmale

e) Ausweitung der Veranstaltungen auf dem Hauptfriedhof mit historischen, stadtgeschichtlichen, religiösen oder kulturellen Inhalten oder mit Bezügen zur Gestaltung von Grünflächen und Parkanlagen. Dabei ist dem Hauptfriedhof als Ort der Trauer und Ruhe immer besonders Rechnung zu tragen.

  1. Sicherheit und Schutz vor Vandalismus

a) Stärkere Präsenz von Polizei und Wachdiensten sowie des Freiwilligen Polizeidienstes

b) bauliche Maßnahmen zur besseren Absicherung des Geländes

Begründung:

Anlässlich seines 175 jährigen Bestehens im Jahr 2003 wurde der Hauptfriedhof zu recht als Geschichtsbuch der Stadt Frankfurt am Main bezeichnet. Die Grabstätten auf verschiedensten Gebieten bedeutender Persönlichkeiten (z. B. Arthur Schopenhauer, Dr. Heinrich Hoffmann, Ricarda Huch, Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, Friedrich Stoltze, Walter Kolb, Dorothea Schlegel, Marianne von Willemer, Theodor W. Adorno) und Frankfurter Familien (z. B. v. Bethmann) sind eindrucksvolle Zeugnisse Frankfurter Geschichte und Kultur und dokumentieren die historische Entwicklung der Stadt. So spiegeln die Grabmäler das künstlerische und kulturelle Empfinden der verschiedenen Epochen und sind von hohem kulturhistorischem Wert. Daher sollte der Hauptfriedhof als identitätsstiftende Stätte Frankfurter Geschichte und religiöser Trauerkultur im Bewußtsein der Bevölkerung noch stärker verankert und dazu unter Hervorhebung seiner Besonderheiten besser erlebbar werden. Die laufenden Projekte wie der "Tag des Friedhofes“, oder die "Denkmaltopographie Hauptfriedhof“ sowie Führungen zu berühmten Gräbern leisten hierzu schon einen Beitrag. Diese Initiativen können aber noch intensiviert werden.

Der Hauptfriedhof ist immer wieder Ziel von Vandalismus. Die Schäden reichen von zerstörten Grabmälern und dem Entwenden von Figuren bis hin zum Stehlen von Blumenschmuck. Neben einer Verbesserung und Intensivierung der Sicherheitsvorkehrungen kann auch eine Verankerung des hohen kulturhistorischen Wertes des Hauptfriedhofes im Bewußtsein der Öffentlichkeit dazu beitragen, die Situation bedeutend zu verbessern.

Nebenvorlage: Antrag vom 30.08.2007, NR 596

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. Juni 2007Sie sind hier
    NRNR 511Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machen
    STVV-Antrag · CDU
  2. 3. Dezember 2007BB 854Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
  3. 18. Januar 2008BB 36Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
  4. 13. Juni 2008BB 351Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
  5. 19. Dezember 2008Antwort des Magistrats · nach 78 WochenBB 858Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf7 Beratungen
OBR 10
Sitzung 14 · 21.08.2007
TO II, TOP 42
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 511 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 13 · 23.08.2007
TO I, TOP 10
Angenommen
Der Vorlage NR 511 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDPFAGBFFREPNPD
Ablehnung:
SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und FAG gegen SPD und LINKE. (= Annahme mit der Maßgabe, dass in der Ziffer 2 a die Worte "sowie des Freiwilligen Polizeidienstes" gestrichen werden) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, REP und NPD (= Annahme)

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 13 · 23.08.2007
TO I, TOP 9
Angenommen
Der Vorlage NR 511 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
SPDGrüneLinkeFDPFAGBFFREPNPD
Ablehnung:
SPDÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: Ziffer 1. und 2.b): CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF Ziffer 2.a): CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF gegen SPD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und NPD (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

OBR 3
Sitzung 15 · 30.08.2007
TO I, TOP 33
Beraten
a) Die Beratung des Tagesordnungspunktes wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage NR 511 ebenfalls zurückzustellen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 14 · 04.09.2007
TO I, TOP 54
Angenommen
1. Der Vorlage NR 511 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 596 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
SPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Ablehnung:
SPD
Sonstige:
REP (NR 511 und NR 596 = Annahme)NPD (NR 511 und NR 596 = Annahme)ÖkoLinX-ARL (NR 511 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. Ziffern 1. und 2.b): CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF Ziffer 2.a): CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF gegen SPD (= Ablehnung) zu 2. CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP, FAG und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und NPD (NR 511 und NR 596 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (NR 511 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 15 · 06.09.2007
TO II, TOP 15
Angenommen
1. Der Vorlage NR 511 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 596 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
SPDGrüneLinkeFDPFAGBFFREP
Ablehnung:
SPD
Sonstige:
NPD (NR 511 und NR 596 = Annahme)ÖkoLinX-ARL (NR 511 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFAGBFFREP
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. Ziffern 1. und 2.b): CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF und REP Ziffer 2.a): CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF und REP gegen SPD (= Ablehnung) zu 2. CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP, FAG, BFF und REP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (NR 511 und NR 596 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (NR 511 = Ablehnung)

OBR 3
Sitzung 16 · 27.09.2007
TO I, TOP 37
Abgelehnt
Anregung OA 507 2007 Die Vorlage NR 511 wird unter Hinweis auf OA 507 abgelehnt. Die Vorlage OA 507 lautet: "Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 06.09.2007, § 2466, zur Vorlage NR 511 mit Ausnahme des in Ziffer 2a) genannten "Freiwilligen Polizeidienstes" umzusetzen."

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu NR 511)
Zustimmung:
2 GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDUFDP
Enthaltung:
2 Grüne
zu OA 507)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDUFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: NR 511: 2 GRÜNE, SPD, LINKE. und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FDP (= Zustimmung); 2 GRÜNE (= Enthaltung) OA 507: GRÜNE, SPD, LINKE. und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FDP (= Ablehnung)

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