Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machen
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 18.01.2008, B 36
Betreff: Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 06.09.2007, § 2466 Ziff. I - NR 511 CDU - Zwischenbericht: Zu Ziffer 1 a) - e): Der Magistrat - Grünflächenamt, Institut für Stadtgeschichte, Denkmalamt, Amt für Wissenschaft und Kunst, Hauptamt, Ordnungsamt - wird im Benehmen mit anderen Institutionen und Verbänden ein Konzept im Kontext des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 06.09.2007, § 2466 erarbeiten und zeitnah vorlegen. Der Magistrat wird das gewünschte Konzept für eine Umsetzung der Vorschläge erstellen und die daraus resultierenden finanziellen Bedarfe zur Anmeldung bei den in Frage kommenden Verrechnungsstellen des nächsten Haushaltes vorsehen. Es ist geplant, verbesserte Übersichtspläne an allen Eingängen des Hauptfriedhofs anzubringen und speziell auf die Gräber bedeutender Persönlichkeiten hinzuweisen. Weiterhin wird das Fachamt im Benehmen mit Denkmalamt und Institut für Stadtgeschichte Rundgänge zu Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten sowie künstlerisch oder kunsthistorisch wertvollen Grabstätten erarbeiten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird im Jahr 2008 möglich sein. Es wird darauf hingewiesen, dass es mehrere Publikationen über den Hauptfriedhof gibt. So sind bisher folgende Bücher erschienen: - Zum Gedenken Grabmale in Frankfurt am Main, (Helga und Victor von Brauchitsch) - Der Melancholische Garten: Ein Spaziergang über den Frankfurter Hauptfriedhof, (Ebba D. Drolshagen) - Wegweiser zu Grabstätten bekannter Persönlichkeiten auf Frankfurter Friedhöfen, (Günter Moos) - Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main, Der Frankfurter Hauptfriedhof, (Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main) In der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof werden seit 2003 regelmäßig an 4 Sonntagen im Jahr vom Ensemble "Mein Friedenshain" literarische und musikalische Beiträge zum Thema Abschied geboten. Im Rahmen des zu erarbeitenden Gesamtkonzeptes Hauptfriedhof wird auch über die Ausweitung von Veranstaltungen auf dem Hauptfriedhof nachgedacht. Es dient zur Kenntnis, dass mit Magistrats-Beschluss vom 21.09.2001 die Erhaltung, Instandsetzung und öffentliche Pflege von erhaltenswerten Grabstätten in Frankfurt am Main geregelt ist. Aufgrund dieses Beschlusses wird die Pflege der Grabstätten durch das Grünflächenamt veranlasst und überwacht. Fast alle Gräber werden durch von der Genossenschaft der Friedhofsgärtner eG beauftragte private Friedhofsgärtnereien gärtnerisch gepflegt. Bei einigen wenigen Grabstätten werden die Pflegemaßnahmen durch Angehörige oder private Initiativen durchgeführt. Die Haushaltsjahr 2007 betrug der Ansatz für die Grabpflege 35.000,00 €. Um das Erscheinungsbild der erhaltenswerten Grabstätten wesentlich zu verbessern, müssen diese Mittel aufgestockt werden. Das für die Pflege und Unterhaltung der erhaltenswerten Grabstätten zuständige Grünflächenamt ermittelt derzeit den erhöhten finanziellen Aufwand für eine verbesserte gärtnerische Pflege und Grabsteinerhaltung. Erste finanzielle Einschätzungen werden vom Fachamt für den Entwurf des Haushalts 2009 erarbeitet und zur Beschlussfassung vorgelegt. Seit 1997 wurden ca. 140 Patenschaften für künstlerisch oder historisch wertvolle (denkmalgeschützte) Grabmale auf dem Hauptfriedhof von privaten Interessenten übernommen. Bisher wurde für die Übernahme von Patenschaftsgräbern Werbung im größeren Stil anlässlich des Tags des Friedhofs gemacht. Außerdem steht Interessierten ein Handzettel, der die Modalitäten der Übernahme erläutert, zur Verfügung. Auch im Internet gibt es auf der Seite der Stadt Frankfurt am Main einen entsprechenden Hinweis auf Patenschaften. Zu Ziffer 2 a) - b) Auf die Diebstähle und Sachbeschädigungen auf dem Hauptfriedhof im September und Oktober 2007 hat der Magistrat umgehend reagiert und die Überwachung des Friedhofs wesentlich erhöht. So werden derzeit durch einen privaten Sicherheitsdienst die Fußstreifen bereits beim Einsetzen der Dämmerung und nicht nur in den Nachtstunden verstärkt durchgeführt. Auch die Stadtpolizei kontrolliert durch vermehrte Streifengänge das Gelände auf dem Hauptfriedhof. Außerdem sind auf dem Hauptfriedhof die freiwilligen Polizeihelferinnen und -helfer unterwegs. Inwieweit bauliche Maßnahmen zur besseren Absicherung des Geländes beitragen können, wird mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle und anderen Polizeidienststellen zu erörtern sein und in das Gesamtkonzept "Hauptfriedhof" einfließen. Sobald die Konzeption erarbeitet ist, wird unaufgefordert berichtet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 25. Juni 2007NRNR 511Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenSTVV-Antrag · CDU
- 3. Dezember 2007BB 854Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
- 18. Januar 2008Sie sind hierBB 36Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
- 13. Juni 2008BB 351Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
- 19. Dezember 2008Antwort des Magistrats · nach 78 WochenBB 858Hauptfriedhof: Kulturhistorischen Wert sichern und zugänglich machenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und BFF (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)