Großflächiges und leistungsfähiges Gewerbegebiet nördlich der Silostraße
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, ein großflächiges und leistungsfähiges Gewerbegebiet nördlich der Silostraße zu entwickeln, um den erheblichen Bedarf an neuen Gewerbeflächen in Frankfurt am Main zu decken. Dies soll durch die Prüfung und Entwicklung geeigneter Flächen sowie die Sicherstellung einer optimalen Erschließung geschehen. Das erwartete Ergebnis ist die Schaffung eines modernen Gewerbestandorts, der die wirtschaftliche Zukunft Frankfurts sichert.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird beauftragt, die von der Stadt gemäß Magistratsvorlage M 221/23 ("Flächenankauf von der KEG im Bereich der Parkstadt II und III Unterliederbach") erworbenen Flächen sowie angrenzenden Areale nördlich bis an die Autobahn A66 auf ihre Eignung zur Entwicklung eines großflächigen Gewerbegebietes zu prüfen und entsprechende planungsrechtliche Schritte einzuleiten.
- Ziel der Entwicklung soll die Schaffung eines leistungsfähigen und zukunftsfähigen Gewerbestandorts sein, der insbesondere auch Flächen für emittierendes Gewerbe vorhält und die Ansiedlung verschiedenster Branchen ermöglicht.
- Der Magistrat wird beauftragt, sicherzustellen, dass erneuerbare Energiegewinnung im Gebiet ausschließlich in Verbindung mit der gewerblichen Nutzung erfolgt, z.B. durch Solaranlagen auf Dachflächen von Gewerbebauten. Ein großflächiger Solarpark soll nicht weiterverfolgt werden.
- Im Zuge der Prüfung sind auch die Möglichkeiten einer besseren Erschließung, wie z.B. die einer zusätzlichen Autobahnanbindung zur A66, zu untersuchen, um eine leistungsfähige verkehrliche Erschließung des Gebiets sicherzustellen.
Begründung
Frankfurt am Main hat einen erheblichen Bedarf an neuen Gewerbeflächen. Dies gilt insbesondere für zusammenhängende, gut erschlossene Standorte, die nicht nur kleinteilige Büro- oder Dienstleistungsnutzungen ermöglichen, sondern auch Platz für produzierendes und emittierendes Gewerbe bieten. Die Flächenreserven der Stadt sind knapp, während gleichzeitig Unternehmen immer wieder über fehlende Ansiedlungs- und Erweiterungsmöglichkeiten klagen. Mit dem Ankauf der Flächen im Bereich der Parkstadt II und III durch die Stadt (M221/23) eröffnet sich die Chance, ein zusammenhängendes, modernes Gewerbegebiet im Frankfurter Westen zu entwickeln. Der Standort ist aufgrund seiner Nähe zur A66 hervorragend geeignet und eine zusätzliche Autobahnanbindung würde die Erreichbarkeit weiter steigern. Damit kann Frankfurt seine Attraktivität als wichtiger Wirtschaftsstandort sichern und gegenüber umliegenden Kommunen konkurrenzfähig bleiben. Die Idee eines großflächigen Solarparks entspricht weder den tatsächlichen Bedarfen der Stadt noch einer effizienten Flächennutzung in diesem Bereich. Erneuerbare Energiegewinnung soll in den künftigen Gebäuden selbstverständlich integriert werden - insbesondere durch Photovoltaik auf Gewerbedächern. Die knappen Flächen im Stadtgebiet müssen jedoch prioritär für Gewerbe bereitgestellt werden. Die Wirtschaftsförderung hat in verschiedensten Analysen auf die akute Verknappung von Gewerbeflächen in Frankfurt hingewiesen: Bis 2030 werden im Stadtgebiet zwischen 90 und 140 Hektar an Gewerbeflächen fehlen - ein alarmierender Engpass, der durch gezielte, zukunftsfähige Ansiedlungsprojekte unverzüglich ausgeglichen werden muss. Ein leistungsfähiges Gewerbegebiet nördlich der Silostraße würde diesen Bedarf konkret adressieren, Standortverlagerungen vermeiden und die Gewerbesteuereinnahmen sichern, um die wirtschaftliche Zukunft Frankfurts zu sichern und zu stärken.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Dezember 2023MM 221Flächenankauf von der KEG im Bereich der Parkstadt II und III Unterliederbach einer noch unvermessenen Teilfläche B für den Ausbau eines Solarparks, eines Gewerbegebiets sowie zur FlächenbevorratungMagistratsvortrag
- 19. August 2025Sie sind hierNRNR 1339Großflächiges und leistungsfähiges Gewerbegebiet nördlich der SilostraßeSTVV-Antrag · Gartenpartei
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen FDP und AfD (= Annahme); BFF-BIG (= Votum im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und Linke gegen FDP (= Annahme); fraktionslos (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen FDP und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung) BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen FDP und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen FDP und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)