Schutzzentrum errichten: Umfassende Hilfe bei häuslicher Gewalt
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, ein Zentrum für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt in Frankfurt zu errichten, das umfassende Unterstützung für betroffene Frauen und Kinder bietet. Angesichts der hohen Zahl an Fällen häuslicher Gewalt in Frankfurt soll dieses Zentrum die Zusammenarbeit bestehender Institutionen fördern und die rechtlichen Verfahren effizienter gestalten.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit und in Abstimmung mit dem Land Hessen und den bereits aktiven Trägern von Frauenhäusern, Beratungs- und Hilfseinrichtungen ein "Zentrum für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt für Frauen und Kinder" zu schaffen. Dieses Zentrum soll im Sinne eines ganzeinheitlichen Ansatzes kurz- und langfristige Hilfe und umfassende Beratung und Unterstützung bieten. Ebenso soll es helfen, die strafrechtliche Verfolgung der Täter und die Verfahren zu beschleunigen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Frankfurter Gewaltschutzkommissariat mit einzubeziehen.
Begründung
Pro Jahr werden alleine in Frankfurt über 2.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert, rund 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Die Polizei schätzt, dass 75 - 98 Prozent aller Taten im Dunkelfeld liegen. Mit einem "Zentrum für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt für Frauen und Kinder" kann ein Ort geschaffen werden, an dem die unterschiedlichen Institutionen, die mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder befasst sind, noch enger zusammenarbeiten. Dieses Zentrum soll als zentrale Anlaufstelle dienen, in dem betroffene Frauen und Kinder schnell, unbürokratisch und umfassend Unterstützung erhalten - juristisch, polizeilich, psychologisch und sozial. Ziel ist es, Schutzräume bereitzustellen, Beratung zu ermöglichen und konkrete Hilfe zu leisten: alles unter einem Dach und eng vernetzt mit bereits bestehenden Angeboten. Als Vorbild der engen Vernetzung und engen Kooperation können hier die Häuser des Jugendrechts dienen. Ein solches Zentrum wäre nicht nur ein starkes Signal für den Schutz von Menschen, die Opfer von häuslicher Gewalt in unserer Gesellschaft geworden sind, sondern auch ein bedeutender Schritt im kommunalen Kampf gegen häusliche Gewalt. Durch die Etablierung eines solchen Zentrums besteht außerdem die Möglichkeit, bestehende bürokratische Hindernisse abzubauen. Gleichzeitig könnte durch kurze Wege die strafrechtliche Verfolgung der Täter und die Verfahren beschleunigen werden. Ebenso kann vor Ort die Vermittlung von Wohnmöglichkeiten bereitgestellt werden. Durch die räumliche Nähe würde es allen involvierten Institutionen möglich sein, sich intensiv um die Einzelfälle zu kümmern und bei Gefährdungslagen ad-hoc-Maßnahmen zum Schutze der Frauen und Kinder einzuleiten. Darüber hinaus kann ein "Zentrum für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt für Frauen und Kinder" auch als Kompetenzzentrum für Fachtagungen und Fort- und Weiterbildungen zu den Themen Frauenrechte und Gewalt gegen Frauen genutzt werden. Mit einem "Zentrum für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt für Frauen und Kinder" würde Frankfurt eine Vorreiterrolle im Kampf gegen häusliche Gewalt und der Stärkung der Frauenrechte einnehmen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Juli 2025Sie sind hierNRNR 1306Schutzzentrum errichten: Umfassende Hilfe bei häuslicher GewaltSTVV-Antrag · CDU
- 28. November 2025BB 434Schutzzentrum errichten: Umfassende Hilfe bei häuslicher GewaltMagistratsbericht
- 17. April 2026Antwort des Magistrats · nach 38 WochenBB 149Schutzzentrum errichten: Umfassende Hilfe bei häuslicher GewaltMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) sowie Linke und AfD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) sowie Linke und AfD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)