Fahrradfreundliche Nebenstraßen: gründliche Planung statt Experimente
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Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine gründliche Planung für fahrradfreundliche Nebenstraßen in Frankfurt am Main, um die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer zu erhöhen. Es wird betont, dass eine umfassende Bürgerbeteiligung und die Berücksichtigung aller Verkehrsarten notwendig sind, um die Akzeptanz und den Erfolg der Umgestaltungen zu gewährleisten.
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Zu dieser Straße geht es weiter
Kettenhofweg — 15 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 21.09.2026.
- Prüfung der Einrichtung eines Zebrastreifens im Kettenhofweg21.09.2026 · V (Auskunftsersuchen)
- Status Liegenschaft Kettenhofweg 9714.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Der Ortsbeirat 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt „Frankfurter Szene(n) – Gespräche im Kettenhofweg“17.08.2026 · OIB (Initiative (Budget) Ortsbeirat)
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Neues zu Kettenhofweg per E-MailAntrag
- Der Magistrat wird aufgefordert, bei der Planung und Umsetzung von fahrradfreundlichen Nebenstraßen (beispielweise Oeder Weg, Grüneburgweg, Kettenhofweg) folgende Grundsätze zu befolgen:
- a)Erhebung des Kfz-Verkehrs unterschieden nach Ziel-/Quell-Verkehr und Durchgangsverkehr,
- b)Prognose von Kfz-Verkehrsverlagerungen in andere Haupt- und Nebenstraßen als Bestandteil der Planung und regelmäßige Zählungen während des ersten Jahres der Umsetzung,
- c)Erstellung einer Parkplatzbilanz,
- d)Einordung in eine Gesamtverkehrsplanung,
- e)strukturiert organisiert und durchgeführte, transparente Beteiligung der Betroffenen (wie zum Beispiel Anwohner, Einzelhandel, Gewerbetreibende, Kammern, traffiQ) an den Planungen.
- Den Beschluss zur fahrradfreundlichen Umgestaltung einer Nebenstraße trifft die Stadtverordnetenversammlung. Der Magistrat wird aufgefordert, der Stadtverordnetenversammlung jeweils eine M-Vorlage zur Beschlussfassung vorzulegen.
Begründung
Eine Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur auch in Nebenstraßen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer ist vielerorts sinnvoll und notwendig. Daher ist in dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 4424/19 "Fahrradstadt Frankfurt am Main" auch ein eigener Abschnitt über fahrradfreundliche Nebenstraßen enthalten. Diese Straßen mit ihren Verkehrsflächen müssen allerdings häufig mehrere Anforderungen erfüllen, so dass bei einer Umgestaltung verschiedene berechtigte Interessen zu beachten sind. Eine ausschließliche Radverkehrsplanung wird der Realität nicht gerecht. Bei den bisher vorgestellten und teils auch schon umgesetzten Planungen für eine fahrradfreundliche Umgestaltung des Grüneburgwegs, Kettenhofwegs und Oeder Wegs fehlen elementare Voraussetzungen für ein erfolgversprechendes Ergebnis. Es gibt keine belastbaren Erkenntnisse über die Ziele des durch diese Straßen fahrenden Kfz-Verkehrs und keine Prognosen über Verkehrsverlagerungen in andere Straßen. Damit bleibt ungewiss, welche Auswirkungen die Umgestaltungen auf den Einzelhandel und das Gewerbe, die auf eine gute Erreichbarkeit auch mit dem Kfz angewiesen sind, haben und inwieweit andere Straßen mit erhöhtem Verkehr belastet werden. Offensichtlich wird hier Verkehrsplanung allein auf die Interessen des Fahrradverkehrs reduziert. So lässt sich keine verantwortbare Verkehrsplanung machen, zumal auch eine Einbindung in eine Gesamtverkehrsplanung fehlt, also die gegenseitigen Auswirkungen verschiedener Projekte und Vorhaben nicht beachtet werden. Bei den bisherigen Planungsverfahren fehlt ebenfalls eine strukturiert organisierte und alle Betroffenen einbeziehende Bürgerbeteiligung. So wurden der Einzelhandel und das Gewerbe nicht von vornherein aktiv in die Planung einbezogen, obwohl absehbar ist, dass die Umgestaltungen große, möglicherweise sogar existenzgefährdende Auswirkungen auf Betriebe haben können. Darin äußert sich nicht nur eine Geringschätzung des örtlichen Einzelhandels und Gewerbes, sondern die mangelhaft durchgeführte Bürgerbeteiligung grenzt berechtigte Interessen aus und gefährdet damit die Akzeptanz und den Erfolg von Umgestaltungen. Die bisherige Vorgehensweise zeigt: Experimente ersetzen keine gründliche Planung!
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. September 2021 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 8 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 11.11.2021 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf8 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung GRÜNE
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, LINKE. und ÖkoLinX-ARL gegen CDU, FDP und BFF (= Annahme); GRÜNE und Volt (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI gegen CDU, FDP, Volt und BFF (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, FDP, AfD und BFF gegen GRÜNE und LINKE. (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, LINKE. und FDP gegen GRÜNE und ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme) sowie Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)