Der Ortsbeirat 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt „Frankfurter Szene(n) – Gespräche im Kettenhofweg“
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Zusammenfassung
Die Initiative des Ortsbeirats 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt "Frankfurter Szene(n) - Gespräche im Kettenhofweg" mit einem Budget von bis zu 2.000 Euro zur technischen Ausstattung. Ziel ist es, biographisch-thematische Interviews mit Zeitzeug*innen aufzuzeichnen und ein multimediales Archiv sowie eine Website zu erstellen.
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Kettenhofweg — 14 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 21.09.2026.
- Prüfung der Einrichtung eines Zebrastreifens im Kettenhofweg21.09.2026 · V (Auskunftsersuchen)
- Status Liegenschaft Kettenhofweg 9714.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Der Ortsbeirat 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt „Frankfurter Szene(n) – Gespräche im Kettenhofweg“!01.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
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Neues zu Kettenhofweg per E-MailInitiative
Der Magistrat wird gebeten, das Zeitzeug*innen-Projekt "Frankfurter Szene(n) - Gespräche im Kettenhofweg" mit Mitteln von bis zu 2.000 Euro für eine Ausstattung mit technischen Hilfsmitteln für seine Projektarbeit zu unterstützen.
Begründung
Im Mittelpunkt des Zeitzeug*innen-Projekts "Frankfurter Szene(n) - Gespräche im Kettenhofweg" stehen biographisch-thematische Interviews mit Zeitzeug*innen, die die Frankfurter Szene der späten 1960er- bis in die 1990er-Jahre mitgeprägt haben. Erste Gespräche wurden bereits geführt. Diese ersten Gespräche mit Zeitzeug*innen, die mit ihren jeweiligen historischen und soziologischen Beiträgen den seinerzeitigen Diskurs mitprägten, machen deutlich, welches intellektuelle Potenzial in dem Projekt steckt und wie groß das Interesse der Zeitzeug*innen ist, ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die Aufnahmen - Audio oder Video, je nach Wunsch der Interviewten - sollen den Kern eines multimedialen Archivs bilden, das durch Dokumente aus dem Archiv des Verlags "Neue Kritik" ergänzt wird. Eine eigene Website soll das Material dauerhaft zugänglich machen. Geplant sind darüber hinaus ein Sammelband und öffentliche Veranstaltungen, die die Ergebnisse in die Stadtgesellschaft tragen. Der Kettenhofweg ist nicht zufällig Namensgeber des Projekts. Die Straße im Westend steht symbolisch für eine intellektuelle Topographie, die bis heute nachwirkt: Theodor W. und Gretel Adorno lebten wenige Gehminuten vom Institut für Sozialforschung und vom Bockenheimer Campus entfernt. Das Walter-Kolb-Heim war Treffpunkt und Organisationszentrum des Frankfurter SDS. Die Hausbesetzungen der frühen 1970er-Jahre, die als "Frankfurter Häuserkampf" in die Lokalgeschichte eingingen, spielten sich wesentlich in dieser Straße ab. Und der Verlag "Neue Kritik", in dessen Räumen die Gespräche stattfinden, ist bis heute im Bezirk ansässig. Das Projekt ist damit nicht nur thematisch, sondern räumlich in den Stadtteilen Bockenheim und Westend verwurzelt. Mit dem 60. Jubiläum der 68er-Bewegung im Jahr 2028 rückt diese Geschichte bald wieder in den öffentlichen Fokus. Der Ortsbeirat meint, dass jetzt der richtige Moment ist, die Erinnerungen zu sichern, bevor sie unwiederbringlich verloren gehen, und unterstützt dieses Projekt. Das Zeitzeug*innen-Projekt "Frankfurter Szene(n) - Gespräche im Kettenhofweg" hat die Eintragung im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein beantragt. Die 2.000 Euro sind für die technische Grundausstattung (Aufnahmegeräte, Speichermedien) sowie die initiale Einrichtung der Projektwebsite vorgesehen. Ein detaillierter Kostenplan wird das Projekt / den Verein dem Magistrat, falls gewünscht, vorlegen. Die Aktiven des Vereins freuen sich, das Projekt persönlich im Ortsbeirat vorstellen zu dürfen, und stehen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. August 2026OFOF 72/2Der Ortsbeirat 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt „Frankfurter Szene(n) – Gespräche im Kettenhofweg“!Ortsbeiratsantrag · GRÜNE, SPD, Linke, Volt
- 17. August 2026Sie sind hierOIBOIB 22Der Ortsbeirat 2 unterstützt das Zeitzeug*innen-Projekt „Frankfurter Szene(n) – Gespräche im Kettenhofweg“Budget-Initiative
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Initiative des Ortsbeirats, die Haushaltsmittel im Ortsbezirk betrifft. Wie eine reguläre Initiative wird sie direkt an den Magistrat gerichtet, bezieht sich aber auf die Verwendung von Geld im Stadtteil.
- 1Ortsbeirat beschließt Initiative
- 2direkt an den Magistrat
- 3Magistrat führt aus oder berichtet