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"Rote Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands" - welche Schutzmaßnahmen gibt es in Frankfurt?

Vorlagentyp: B
12 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren17 Sitzungen

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 08.02.2010, B 75

Betreff: "Rote Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands" - welche Schutzmaßnahmen gibt es in Frankfurt? Vorgang: A 1100 GRÜNE Zu den Fragen 1, 2 und 3: Die Rote Liste der Wirbeltiere ist untergliedert in Säugetiere, Brutvögel, Kriechtiere, Lurche sowie Süßwasserfische. Säugetiere Von den 14 bekannten Fledermausarten in Frankfurt am Main sind auf der Roten Liste aufgeführt: Bechsteinfledermaus, Breiflügelfledermaus und Graues Langohr. Alle anderen Arten sind nicht Arten der Roten Liste. Die Entwicklung ist bei einigen Arten gleich, bei andern eher besser, als bundesweit. Zum Beispiel wurde die Bechsteinfledermaus erst in den letzten Jahren nachgewiesen. Zudem kommen Feldhamster (Entwicklung wie bundesweit negativ) Haselmaus (nur Einzelfunde Stadtwald, Enkheimer Wald) Zwergmaus (Bestände gleichbleibend) in Frankfurt am Main vor. (Allesamt rote Liste) Vögel Folgende Vogelarten der Roten Liste brüten in Frankfurt am Main: Baumfalke (Stadtwald, nur einzelne Paare, Entwicklung gleichbleibend) Bekassine (Enkheimer Ried/Berger Hang, nur einzelne, Brutvorkommen unsicher) Feldlerche (Entwicklung negativ, wie bundesweit, Bestände nicht genau bekannt) Grauspecht (Stadtwald, genaue Daten nicht erhoben, eher gleichbleibend, im Gegensatz zu bundesweit stark gefährdet) Kiebitz (Daten werden bis 2010 erhoben, Entwicklung sehr negativ, bundesweit, hessenweit und auch in Ffm.) Mantelmöwe (nur 1 Mischpaar als Neuansiedlung mit Heringsmöwe) Rebhuhn (Feldgemarkung, genaue Zahlen nicht bekannt, wahrscheinlich negativ wie bundesweit) Steinkauz (positive Entwicklung in Ffm. durch Schutzmaßnahmen (Steinkauzröhrenprogramm), gefördert durch die Stadt Frankfurt am Main, aber Verlust von Lebensraum (Streuobst) Tüpfelsumpfhuhn erstmals 2009 am Alten Flugplatz, Neuansiedlung Turteltaube (Bestände nicht bekannt, Trend wohl wie bundesweit negativ) Wendehals (gesicherte Vorkommen in Schwanheim und am Berger Hang, Trend wie bundesweit negativ) Mehrere Arten sind z. T. schon seit vielen Jahren in Frankfurt am Main nicht mehr vorkommend: Brachpieper, Braunkehlchen, Grauammer, Haubenlerche, Rotkopfwürger, Weißstorch, Wiedehopf Kriechtiere Europäische Sumpfschildkröte, (nicht autochthones Vorkommen im Enkheimer Ried, Schutzprogramm vorhanden) Schlingnatter (Abnahme in Frankfurt am Main in den letzten Jahren nicht mehr, ansonsten wie bundesweit) Lurche Wechselkröte (Bestände entwickeln sich positiv, Vorkommen am Alten Flugplatz, Riedwiesen, Schwanheim) Laubfrosch und Gelbbauchunke (Vorkommen unsicher, immer nur einzelne Funde) Knoblauchkröte (2 Vorkommen, Maßnahmen wurden an einem Standort ergriffen für den anderen liegen Maßnahmen im Artenhilfskonzept vor.) Kleiner Wasserfrosch (nur noch im Stadtwald an der Grastränke vorkommend) Fische Die fischökologische Situation des Untermains und der Gemarkung Frankfurt am Main wurde im Auftrag des Umweltamtes durch Dr. Egbert Korte eingehend untersucht. Die Untersuchung steht auf der Internetseite des Umweltamtes zum Download bereit. (www.umweltamt.stadt-frankfurt.de > Pflanzen und Tiere > Tiere in der Natur > Fische und Fischereirecht) Zu Frage 4: Der Magistrat unterhält im städtischen geographischen Informationssystem ein Artenschutzregister, in dem sukzessive alle Funde von geschützten Arten (Flora und Fauna) in einer Datenbank erfasst und georeferenziert gemacht werden. Das Kataster wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Biotopkartierung des Senckenberginstitutes geführt. Es werden dort auch historische Funde eingegeben, um Entwicklungen und Tendenzen zu dokumentieren, aus denen sich notwendige Artenschutzprogramme ableiten lassen. Zu Frage 5: Geschützte Pflanzen und Tiere können auf der Homepage des Umweltamtes (www.umweltamt.stadt-frankfurt.de > Pflanzen und Tiere > Geschützte und seltene Pflanzen und Tiere) in sog. Artensteckbriefen eingesehen werden. Spezifische Sonderuntersuchungen zu einzelnen Tier- und Pflanzengruppen, z.B. "Frankfurter Nachtleben" werden zudem zeitnah auf der Homepage zum Herunterladen bereit gestellt. In diesem Zusammenhang verweist der Magistrat auf die neue Internetseite www.flora-frankfurt.de, auf der in Zusammenarbeit mit dem Senckenberginstitut eine umfassende Sammlung von Frankfurter Pflanzenarten und deren Verbreitung im Stadtgebiet dargestellt wird. Darüber hinaus werden in jedem Jahr im Rahmen von Presseaktionen vier Artenschutzpostkarten veröffentlicht. Hierbei werden geschützte und seltene Arten vorgestellt und auf deren Biotopansprüche hingewiesen. Die 16 inzwischen erschienenen Postkarten sind ein beliebtes Sammlerobjekt. Zu Frage 6: Der Magistrat hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Artenhilfsprogramme durchgeführt, die zum Teil noch fortgeführt werden. Es sind dies: Steinkauzröhren- und Mehlschwalbenprogramm Das Umweltamt fördert mit diesem Programm in Zusammenarbeit mit den örtlichen Naturschutzverbänden auf geeigneten Flächen die Aufstellung von Bruthilfen für Steinkäuze und Mehlschwalben. Fledermausuntersuchung Im Jahr 2006 wurden die Fledermauspopulationen in Frankfurt am Main eingehend untersucht und geeignete Entwicklungsmaßnahmen vorgeschlagen. Die Ergebnisse stehen auf der Homepage des Umweltamtes (www.umweltamt.stadt-frankfurt.de > Pflanzen und Tiere > Tiere in der Natur > Fledermäuse) zum Download bereit. Geplant sind die Aktionen: Apfel-Appell Die traditionellen Streuobstwiesen als Lebensraum vieler Tiere wurden im Jahr 2008 durch die Arbeitsgruppe Biotopkartierung einer besonderen Untersuchung unterzogen. Besonders stark verbuschte oder zu verbuschen drohende Streuobstwiesen wurden herausgefiltert. Auf diesen Flächen soll eine durch das Umweltamt finanzierte Grundpflege erfolgen. Anschließend werden im Rahmen der Aktion "Apfel-Appell" interessierte Bürger für die weitere Pflege angeworben. Biotopflegemaßnahmen. Viele Biotoppflegemaßnahmen dienen indirekt dem Artenschutz und dienen damit der Biodiversität und der Bestandssicherung von seltenen Arten. Mit den Biotoppflegemaßnahmen im Lönswäldchen (Zwergstrauchheide), im Bernuspark (Knoblauchkröte), Biotopneuanlage Schwanheimer Wiesen (Springfrosch) sollen hier nur einige genannt sein. Lerchenfenster In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland e. V. und dem Hessischen Bauernverband wird zur Zeit geprüft, auf Frankfurter Gemarkung sog. Lerchenfenster anzulegen, in denen Brutraum für die Feldlerche geschaffen wird.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. November 2009AA 1100.Rote Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands. - welche Schutzmaßnahmen gibt es in Frankfurt?STVV-Anfrage · GRÜNE
  2. 8. Februar 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 12 Wochen
    BB 75"Rote Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands" - welche Schutzmaßnahmen gibt es in Frankfurt?
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf17 Beratungen
OBR 14
Sitzung 40 · 08.03.2010
TO I, TOP 6
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 2
Sitzung 42 · 08.03.2010
TO I, TOP 27
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 6
Sitzung 41 · 09.03.2010
TO I, TOP 42
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 4
Sitzung 40 · 09.03.2010
TO II, TOP 8
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung CDU

OBR 7
Sitzung 41 · 09.03.2010
TO I, TOP 35
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 10
Sitzung 41 · 09.03.2010
TO I, TOP 23
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 1
Sitzung 42 · 09.03.2010
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 13
Sitzung 40 · 09.03.2010
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 16
Sitzung 40 · 09.03.2010
TO I, TOP 19
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 3
Sitzung 42 · 11.03.2010
TO II, TOP 30
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 8
Sitzung 40 · 11.03.2010
TO I, TOP 25
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 5
Sitzung 41 · 12.03.2010
TO I, TOP 41
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 15
Sitzung 40 · 12.03.2010
TO I, TOP 19
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 11
Sitzung 39 · 15.03.2010
TO II, TOP 8
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 9
Sitzung 40 · 18.03.2010
TO II, TOP 9
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 12
Sitzung 39 · 19.03.2010
TO I, TOP 15
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 40 · 15.04.2010
TO I, TOP 19
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 75 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Sonstige:
NPD (Kenntnis)Stv. Schenk (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD und Stv. Schenk (= Kenntnis)

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