Computerquote der Frankfurter Bildungseinrichtungen
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 28.10.2013, B 504
Betreff: Computerquote der Frankfurter Bildungseinrichtungen Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 15.11.2012, § 2311 - NR 1067/08 FDP, l. B 431/12 - Mit dem "Sonderprogramm Computer und Internet für Schulen und Kindertageseinrichtungen (IT-Plan)" wurde von 2002 bis 2007 die sächliche Basis für Schul-und KT-IT geschaffen, sodass zeitgemäße Technik nutzbar wird und Medienkompetenz gefördert werden kann. Kindertageseinrichtungen: Seit 2004 sind 11 städtische Kindertageseinrichtungen mit 3 bis 9 (je nach Raumkapazität) Multimedia-Rechnern mit Internetzugang ausgestattet. Eine Ausweitung dieser sogenannten Medien-Kitas ist auch in diesem Jahr aus finanziellen Gründen nicht möglich. Der Ausstattungsschwerpunkt im IT-Bereich liegt noch auf den Verwaltungsrechnern und Mitarbeiter-PCs. Aktuell verfügt jedes Kinderzentrum über einen Leitungs - PC und ein Notebook. Die Mitarbeiter - PCs werden im Laufe dieses Jahres an die Kinderzentren ausgeliefert, diese Maßnahme wird spätestens in 2014 abgeschlossen sein. Die Computer in den Medien-Kitas stehen zunächst den insgesamt ca. 513 Hortkindern dieser Einrichtungen zur Verfügung. Zusätzlich finden in diesen Einrichtungen übergreifende Angebote im Rahmen des Kita Bildungsnetz zum Thema "Fit fürs Internet" für Kinder anderer städtischen Horte statt. Über dieses Angebot erhalten jährlich weitere 88 Kinder den Zugang zum Internet. Es ist geplant, ab 2014 jährlich zwei weitere Kinderzentren zu Medien-Kitas auszubauen, sofern die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. In zwei Kinderzentren mit integrativem Schwerpunkt stehen insgesamt 5 Arbeitsplätze für die integrative Arbeit mit Kindern zur Verfügung. 1 weiterer PC in einem weiteren Kinderzentrum kommt in diesem Jahr hinzu. Es ist nicht vorgesehen, Kindergartenkindern den Zugang zum Internet zu ermöglichen, da die sinnvolle Nutzung des Internets Lese- und Schreibkompetenzen voraussetzt. Weiterhin legen wir großen Wert darauf, den Kindern den kompetenten Umgang mit den Neuen Medien zu vermitteln, was auch die sorgfältige Einschätzung der im Web 2.0 vorhandenen Risiken beinhaltet. Kindergartenkinder sind dazu in der Regel noch nicht in der Lage. Unabhängig davon haben in ca. 80% aller städtischen Kinderzentren alle Kinder Zugang zu Computern, wo sie den spielerischen Umgang mit Hard- und Software erlernen können. In ca. 25 Kindergärten wird das "Schlaumäuseprogramm" eingesetzt (Sprachförderung per Computer), mit dem ca. 1.000 Kindergartenkinder erreicht werden. Schulen: Die Zahl von Schul-Rechnern hat sich nach Auslaufen des damaligen Sonderprogrammes kontinuierlich weiter erhöht. Derzeit sind ca. 19.400 PCs eingesetzt, wovon inzwischen eine größere Zahl erneut austauschbedürftig ist bzw. wird. Das Verhältnis liegt rechnerisch bei etwa 4,49 Schülern oder Schülerinnen je Rechner. Zu beachten ist bei dieser pauschal ermittelte Quote, dass beispielsweise Geräte mit Serverfunktion (etwa in Fachräumen) oder solche für die Lehrkräftevor- und -nachbereitung in der Schule nicht extrahiert wurden. Bereich Computerquote 2012 Computerquote 2013 Grundschulen 4,67 4,57 Hauptschulen 4,06 4,78 Verbundene Grund- und Hauptschulen 3,48 4,13 Realschulen 6,34 6,33 Verbundene Haupt- und Realschulen 5,54 4,89 Gymnasien 6,77 7,10 Gesamtschulen 4,42 4,91 Förderschulen 2,00 2,17 Berufliche Schulen 5,91 5,78 Gesamtquote 4,41 4,49 Im deutschen und internationalen Vergleich haben die Schulen in städtischer Trägerschaft eine gute Position bei der rein rechnerischen Betrachtung von Gerätezahlen erreicht. Für eine gravierende zusätzliche Ausweitung wird keine Notwendigkeit gesehen, zumal der Schwerpunkt der Diskussion sich auf Fragen des verlässlichen Betriebes und des Supportes der Gesamt-Schul-IT, eines turnusmäßigen Austauschintervalls älterer Computer, der Art der Rechner (auch ob mobile und Privatgeräte ermöglicht werden können) und der Peripheriegeräte (z.B. Interaktive Whiteboards, Dokumentenvisualisierer) verlagert hat. Ausbaubedarf besteht bei der Überführung "pädagogischer" Schulnetze in aktuelle Standards. Bis Jahresende wird voraussichtlich knapp die Hälfte der Schulen auf solche neueren Netzlösungen migriert sein, die Gesamtumstellung wird voraussichtlich bis Ende 2017 erfolgt sein. Das im April 2012 eingerichtete, ämterübergreifende Projekt "Schule 2020 (Schul-IT)" hat die Aufgabe, bis März 2014 entscheidungsreife Empfehlungen für ein ganzheitliches technisches sowie für ein organisatorisches Zielbild zu entwickeln. Der Magistrat nimmt damit seine Verantwortung aktiv wahr, den bisherigen "Frankfurter Weg" in der Schul-IT nach einer rund zehnjährigen Aufbau- und Etablierungsphase strategisch zukunftsorientiert auszurichten. In diesem Zusammenhang wird u.a. die bestehende Computerquote evaluiert.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Oktober 2013 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 1067 zurück — STVV-Antrag von FDP, beschlossen am 15. September 2008. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Piraten Sonstige Voten/Protokollerklärung: RÖMER (= Kenntnis)