Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für Schwangere
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 14.05.2018, B 138
Betreff: Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für Schwangere Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 01.03.2018, § 2403 - A 227/17 FDP, l. B 344/17 - Weitere Informationen zum Runden Tisch "Geburtshilfe" Aufgrund des Hebammenmangels und der daraus resultierenden schwierigen Versorgungsituation im stationären und ambulanten Bereich in Frankfurt am Main wurde von Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Verbänden der Wunsch geäußert, dass das Gesundheitsamt einen Runden Tisch "Geburtshilfe" initiiert. Der Runde Tisch "Geburtshilfe" setzt sich aus Teilnehmenden aller Frankfurter Entbindungskliniken, Hebammenverbänden, dem Kinderschutzbund, dem Jugend- und Sozialamt, dem Berufsverband der Gynäkologen und dem Kinder- und Jugendärztenetz "PaedNetz Frankfurt und Umgebung e.V." zusammen. In seiner ersten Sitzung im Februar 2016 erfolgten ein allgemeiner Austausch zur Versorgungslage in Frankfurt am Main und erste Überlegungen, wie die aktuelle Situation verbessert werden könnte. Neben der Vergütungssituation der Hebammen und der Haftpflichtproblematik, für deren Veränderung bundespolitische Maßnahmen erforderlich sind, wurde die fehlende Hebammenausbildung in Frankfurt am Main benannt. Durch die Etablierung der Ausbildung an der Carl Remigius Medical School im September 2017 ist bereits ein erster Schritt zur Verbesserung der Situation geschaffen. Ein weiteres Thema, das den Runden Tisch in folgenden Treffen beschäftigt hat, war die Versorgung von Frauen im Wochenbett. Zu diesem Thema hat der Runde Tisch eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die den Auftrag hat, ein Konzept für die Wochenbett-Notfallversorgung für Frankfurt am Main zu erarbeiten. Die erarbeitete Konzeption sieht ein Zwei-Säulenmodell vor, um allen Frankfurter Frauen, die keine Nachsorgehebamme gefunden haben, den Kontakt zu einer Hebamme zu ermöglichen. Die erste Säule soll in der frühen Zeit des Wochenbetts bis zum 10. Lebenstag des Säuglings über die Einrichtung eines Notfalltelefons die Vermittlung von Hausbesuchen anbieten. Die zweite Säule des Konzepts soll für die Zeit des späten Wochenbetts greifen. Um auch hier eine flächendeckende Wochenbettbetreuung zu gewährleisten, sollen Hebammen-Wochenbett-Notambulanzen eingerichtet werden. Insgesamt soll diese Konzeption eine Übergangslösung darstellen, bis wieder genug Hebammen in Frankfurt für die flächendeckende, aufsuchende Arbeit zur Verfügung stehen. Der Runde Tisch "Geburtshilfe" tagt wieder am 07.06.2018 um weitere Schritte abzustimmen. Zu den im Ausschuss für Soziales und Gesundheit am 22.02.2018 gestellten Nachfragen berichtet der Magistrat wie folgt: B 344, Seite 3, Punkt 3. zum Satz: "Darüber hinaus hat der Magistrat dem hessischen Hebammenverband zugesichert, dass freiberufliche Hebammen, die Praxisräume in Frankfurt suchen, zu unterstützen." Nachfragen: Wurde diese Unterstützung schon in Anspruch genommen? Wenn ja, wie oft? Wurden Räume gefunden? Der Magistrat hatte dem hessischen Hebammenverband angeboten, freiberufliche Hebammen zu unterstützen, die Praxisräume in Frankfurt suchen. Dieses Angebot wurde bisher weder seitens des hessischen Hebammenverbands noch von freiberuflichen Hebammen in Anspruch genommen. B 344, Seite 4 Punkt 5. zum Satz: "Laut Auskunft der Carl-Remigius Schule sind vom Regierungspräsidium (RP) Darmstadt 24 Ausbildungsplätze pro Jahr genehmigt worden. Es gilt die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen; dies ist aber abhängig von personellen und räumlichen Ressourcen und muss dann vom RP Darmstadt genehmigt werden." Nachfrage: Wie wahrscheinlich ist es, dass dies gelingt? Erfreulich ist, dass bereits im ersten Jahr nach der Eröffnung der Hebammenschule in Frankfurt am Main die Carl Remigius Medical School plant, ihre Zahl an Ausbildungsplätzen zu verdoppeln. Ab Herbst 2018 sollen dann jährlich 48 statt wie bisher 24 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung an der Hebammenschule aufnehmen. Neben den beiden Gründungskrankenhäusern Bürgerhospital und dem Universitätsklinikum Frankfurt möchten das St. Elisabethen Krankenhaus Frankfurt, die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist mit dem Standort Hospital zum Heiligen Geist, das Krankenhaus Sachsenhausen, das Klinikum Frankfurt Höchst, das Sana Klinikum Offenbach, die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und das Klinikum Darmstadt Ausbildungsplätze anbieten. B 344, Seite 4, Punkt 6. Nachfrage: Erhalten Hebammen in der Ausbildung und später nach der Ausbildung von den Kliniken ein Jobticket oder von der Carl-Remigius Medical School? Die Auszubildenden erhalten von ihren Ausbildungsbetrieben ein Ausbildungsentgelt und haben je nach Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit, ein Jobticket zu erhalten. B 344, Seite 5, Punkt 8. Nachfragen: Wie werden die Hebammen aus dem Ausland in der deutschen Sprache für den Umgang mit den Schwangeren und ihren Angehörigen und auch in der notwendigen Fachsprache des Klinikalltags geschult? Welche Praxiserfahrungen bringen die Hebammen aus dem Ausland mit, welche Anforderungen müssen sie erfüllen, um in Deutschland beschäftigt werden zu können? Hebammen aus dem Ausland können nach erfolgreichem Anerkennungsverfahren ihres Berufsabschlusses und Nachweis eines Deutschkurses ihren Beruf in Deutschland ausüben. Darüber hinaus haben die Kliniken zum Teil eigene didaktische Konzepte entwickelt, die neben der Weiterentwicklung der allgemeinen Sprachkompetenzen auch die Vermittlung von Fachsprachekompetenzen beinhalten. B 344, Seite 7, Punkt 11.: "Wie werden bei einem Anruf bzw. bei einer Beratung die werdenden Eltern, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, informiert? Gibt es einen Übersetzungsdienst? Die Schwangerenberatungsstellen beraten durch ihre Mitarbeiterinnen in verschiedenen Sprachen." Nachfrage: Können die Mitarbeiter denn alle notwendigen Sprachen? Bei der Terminvereinbarung für eine Schwangerenberatung für werdende Eltern, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, wird immer darum gebeten, dass die Anfragenden mit einer Übersetzerin oder einem Übersetzer ihrer Wahl in die Beratung kommen. Wenn das nicht möglich ist, werden auf die vorhandenen Sprachkompetenzen der jeweiligen Beratungsstellen zurückgegriffen oder Kolleginnen aus anderen Fachbereichen des jeweiligen Trägers um Übersetzungshilfe gebeten. Folgende Sprachen sind je nach Beratungsstelle und Träger abrufbar: Englisch, Französisch, Italienisch, Bulgarisch, Rumänisch, Armenisch, Türkisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Kroatisch, Arabisch, Farsi, Tigrinja, Amharisch, Dari. Manche Beratungsstellen haben sich einen kleinen Dolmetscher-Pool aufgebaut und zahlen für die Übersetzungsleistungen ein Honorar. Ab und zu wird auch der Dolmetscher-Pool des Amts für multikulturelle Angelegenheiten in Anspruch genommen. Einige wichtige Informationen sind mittlerweile in verschiedenen Sprachen erhältlich und werden an die Ratsuchenden verteilt (z. B. der Flyer der Bundesstiftung für Mutter und Kind).
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Juli 2017AA 227Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für SchwangereSTVV-Anfrage · FDP
- 27. Oktober 2017BB 344Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für SchwangereMagistratsbericht
- 14. Mai 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 42 WochenBB 138Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für SchwangereMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf17 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: SPD, GRÜNE, CDU und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, PARTEI und U.B. gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
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Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)