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Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für Schwangere

Vorlagentyp: AFDP
42 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Inhalt

Anfrage vom 24.07.2017, A 227

Betreff: Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für Schwangere Zu Beginn einer Schwangerschaft treten für werdende Mütter und Väter viele Fragen auf. Hilfe wird oft bei den Schwangerschaftsberatungsstellen, online oder in verschiedenen Printprodukten wie Flyern gesucht. Diese Informationen müssen einfach zu finden, leicht zu verstehen und am besten in mehreren Sprachen verfasst sein. Denn gerade auch für zukünftige Eltern mit fremdsprachigen Hintergrund stellt sich in der familienfreundlichen Stadt Frankfurt die Frage, wo erhalte ich verständliche und leicht zugängliche Informationen? Im Internet - wie zum Beispiel beim Onlineauftritt der Stadt Frankfurt - müssen Informationen rund um das Thema Schwangerschaft oder Hebammen übersichtlich gestaltet sein, um in der allgemeinen Informationsflut nicht unter zu gehen und um schnell und einfach gefunden zu werden. Eine Hebamme in der Stadt Frankfurt zu finden, gestaltet sich nach Aussage von Hebammen und auch nach Presseberichten äußerst schwierig. In einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 29. Mai 2017 wurde berichtet, dass nur noch jede zweite schwangere Frau in Frankfurt eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung findet. Frankfurt wird sogar als Spitzenreiter beim Mangel in der Wochenbettbetreuung gesehen. Das Sozialministerium in Wiesbaden geht dagegen laut Zeitungsbericht nicht von einem generellen Mangel an Hebammen in Hessen aus. In dem Artikel der Frankfurter Rundschau heißt es: "Die Probleme bezögen sich meist nur auf die eher kleine Gruppe der freiberuflich arbeitenden Hebammen, sagt der stellvertretende Sprecher Markus Büttner." Dem gegenüber steht in dem Zeitungsbericht die Aussage von Gabriele Kopp, Vorsitzende des Landesverbands der Hessischen Hebammen. Sie bemerkt, dass es seit drei, vier Jahren einen Hebammenmangel in ganz Hessen gibt. Vor diesen Hintergründen fragen wir den Magistrat:

  1. Wie viele freiberuflichen Hebammen gibt es aktuell in Frankfurt?
  2. Wie viele schwangere Frauen finden keine freiberufliche Hebamme für das Wochenbett?
  3. Wenn ein Mangel an freiberuflichen Hebammen in der familienfreundlichen Stadt Frankfurt besteht, was tut der Magistrat aktuell dagegen und was ist für die Zukunft geplant?
  4. Im September 2017 soll an der Hebammenschule in Frankfurt der erste Jahrgang mit 24 Schülern starten. Wie viele Plätze sind davon vergeben? Ist geplant, dass diese Schüler nach Beendigung ihrer Ausbildung in Frankfurt bleiben bzw. welche Anreize werden von den Kliniken und von der Stadt geschaffen, dass diese nach ihrer Ausbildung in Frankfurt bleiben?
  5. Nach einem Pressebericht dürften die in Frage 4 erwähnten Auszubildenden mit Blick auf weiter steigende Geburtenzahlen längst nicht ausreichen, um den Bedarf an Hebammen in der Klinik und für die Vor- und Nachsorge zu decken. Sind mehrere Ausbildungsklassen an der Hebammenschule in Zukunft geplant?
  6. Unterstützt die Stadt Frankfurt die Hebammenschule oder die Auszubildenden finanziell oder auf andere Weise bzw. ist dies in Zukunft geplant? Wenn nein, warum nicht?
  7. Wie unterstützt die Stadt Frankfurt Hebammen, die freiberuflich tätig werden wollen?
  8. In dem Artikel der Frankfurter Rundschau vom
  9. Mai 2017 wird ebenfalls erwähnt, dass zahlreiche Kliniken Hebammen suchen und Kliniken hochschwangere Frauen mit Wehen - auch in Frankfurt - schon abweisen mussten. Wie viele Hebammen fehlen an den Kliniken in Frankfurt? Wie viele hochschwangere Frauen mussten oder müssen abgewiesen werden? Was gedenkt der Magistrat dagegen zu tun?
  10. Wie soll die Grundversorgung durch eine freiberufliche Hebamme und auch die Wahlfreiheit einer schwangeren Frau für eine freiberufliche Hebamme in der Wochenbettbetreuung und die Wahlfreiheit für eine Klinik bei der Entbindung wieder gewährleistet werden? Was gedenkt der Magistrat zu tun?
  11. Wie viele Beratungsstellen für Schwangere gibt es in Frankfurt, in den einzelnen Stadtteilen, wo befinden sich diese und wie sind deren Öffnungszeiten? Reichen die Öffnungszeiten aus bzw. könnten diese ausgedehnt werden?
  12. Wie werden bei einem Anruf bzw. bei einer Beratung die werdenden Eltern, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, informiert? Gibt es einen Übersetzungsdienst?
  13. Wie viele Geburtsvorbereitungskurse gibt es in den einzelnen Stadtteilen, wer bietet diese an und decken diese den bestehenden Bedarf ab?
  14. Warum werden in einer familienfreundlichen Stadt wie Frankfurt nur sehr unübersichtliche und kurzgefasste Informationen zum Thema Schwangerschaft und Hebammen auf der Internetseite der Stadt bereitgestellt (Vergleich z. Bsp. inhaltliche Aufbereitung der Themen im Familienwegweiser der Stadt Hamburg)?
  15. Warum wird der Punkt "Familie" auf der Internetseite in einer Familienstadt wie Frankfurt nicht direkt als eigenständige Rubrik unter den Punkt "Leben in Frankfurt" aufgeführt bzw. könnte dies geändert werden (s. Stadt Düsseldorf oder Stadt München)?
  16. Warum kann bei der Onlinesuche nach einer Hebamme auf der Heblist der Onlineseite der Stadt Frankfurt nicht nach den Sprachen, die eine Hebamme sprechen kann, gesucht werden? Kann dies in Zukunft berücksichtigt werden?
  17. Auf den Online-Seiten der Städte München, Stuttgart und Düsseldorf wird auf das Hilfetelefon "Schwangere in Not" und die dazugehörige Online-Beratung per Chat oder E-Mail des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verwiesen. Warum wird auf der entsprechenden Online-Seite der Stadt Frankfurt noch nicht auf dieses Angebot aufmerksam gemacht bzw. könnte darauf verlinkt werden?
  18. Warum sind der Flyer von den Frankfurter Schwangerschaftsberatungsstellen zum Thema Schwangerschaft und die darin enthaltenen relevanten Punkte nicht in verschiedenen Sprachen verfasst bzw. erhältlich?
  19. Warum wurde auf dem Deckblatt des Flyers (s. Frage 17) hinter das Wort Information - das in verschiedenen Sprachen aufgeführt ist - nicht direkt eine Telefonnummer gesetzt, mit einer Kontaktperson, die eventuell auch in der entsprechenden Sprache weiterhelfen kann? Gedenkt der Magistrat dies umzusetzen?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. Juli 2017Sie sind hier
    AA 227Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für Schwangere
    STVV-Anfrage · FDP
  2. 27. Oktober 2017BB 344Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für SchwangereMagistratsbericht
  3. 14. Mai 2018Antwort des Magistrats · nach 42 WochenBB 138Wie familienfreundlich ist Frankfurt? Hebammenmangel in der Stadt - Beratung und Informationen für SchwangereMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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