Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?
Zusammenfassung
In der Anfrage wird die mangelnde Mülltrennung in der Stadtverwaltung Frankfurt am Main kritisiert, insbesondere in Bezug auf die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding. Es wird um Klarheit über die bestehenden Maßnahmen zur Mülltrennung sowie eine Verbesserung der Situation gebeten, um eine Vorbildfunktion für die Bürger zu übernehmen.
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E-Mail-Abo einrichtenFragen an den Magistrat
In einem für den Magistrat schon fast rekordverdächtig kurzen Zeitraum - nämlich nach gerade einmal nur gut drei Monaten - hat dieser auf den Beschluss § 5162 der Stadtverordnetenversammlung vom 19.09.2024 zur NR 983/24 seinen Bericht B 6 mit Datum 06.01.2025 erstellt.
In seiner Antwort verweist der Magistrat zuvorderst auf den Maßnahmenplan "Auf dem Weg zur Zero Waste City" aus dem Jahr 2022 sowie bereits laufende oder geplante Kampagnen zur Müllvermeidung und Mülltrennung, was grundsätzlich zu begrüßen ist.
Mit keiner Silbe geht der Magistrat in seinem Bericht jedoch darauf ein, welche Anstrengungen seitens der städtischen Verwaltung sowie der städtischen Beteiligungsgesellschaften - hier sei insbesondere die Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding erwähnt - unternommen werden, um die Trennung des dort anfallenden Mülls zu verbessern und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Bioabfällen quasi im eigenen Haus zu erreichen.
Dies vorausgeschickt, bitten wir den Magistrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- In welcher Form wird die sachgemäße Trennung und Entsorgung des in der städtischen Verwaltung anfallenden Mülls sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Bioabfällen sichergestellt?
- Wie erfolgt ganz konkret im Rathaus Römer, wo immerhin etwas 1.000 städtische Mitarbeiter tätig sind, die Mülltrennung und wie wird dort der verantwortungsvolle Umgang mit Bioabfällen sichergestellt?
- An welchen Standorten der städtischen Verwaltung erfolgt derzeit keine Mülltrennung und warum nicht?
- In welcher Form wird die sachgemäße Trennung und Entsorgung des in städtischen Gesellschaften anfallenden Mülls sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Bioabfällen sichergestellt?
- In welchen städtischen Gesellschaften erfolgt derzeit keine Mülltrennung und warum nicht?
(In der Antwort bitte individuell auf die jeweiligen Gründe eingehen.)
- Warum gibt es Wohnanlagen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding, in denen lediglich Restmülltonnen existieren und derzeit gar keine Mülltrennung erfolgen kann?
- Hat der Magistrat einen Überblick darüber, in welchen Wohnanlagen der ABG Holding derzeit eine sachgemäße Mülltrennung durch die Bereitstellung der entsprechenden Tonnen ermöglicht wird und in welchen nicht?
- a)Falls ja, ist eine Auflistung aller Wohnobjekte der ABG Holding erbeten, in welchen keine Müll-trennung erfolgen kann sowie die jeweilige Begründung, warum nicht.
- b)Falls nein, warum verfügt der Magistrat nicht über diese aus ökologischer Sicht durchaus relevante Information?
- Welche konkreten Maßnahmen ergreift der Magistrat, damit die Stadt Frankfurt bei der Mülltrennung nicht mehr wie der Schuster - in dem bekannten Sprichwort - die schlechtesten Schuhe trägt, sondern der ihr dabei zufallenden Vorbildfunktion zukünftig gerecht wird?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Juli 2024NRNR 983Mülltrennung erklären - Biomülltonne attraktiver machenSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 6. Januar 2025BB 6Mülltrennung erklären - Biomülltonne attraktiver machenMagistratsbericht
- 9. Januar 2025Sie sind hierAA 332Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?STVV-Anfrage · BFF-BIG
- 28. März 2025BB 131Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?Magistratsbericht
- 27. Juni 2025BB 238Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?Magistratsbericht
- 28. November 2025BB 436Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?Magistratsbericht
- 13. April 2026BB 139Mülltrennung - Welche Schuhe trägt der Schuster?Magistratsbericht
- 21. August 2026Antwort des Magistrats · nach 108 WochenBB 256Mülltrennung – Welche Schuhe trägt der Schuster?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate