Nahverkehr in Frankfurt - miteinander sicher fahren
Beschluss zuNR_1517_2026Stadtverordnetenversammlung
47
5. März 2026
5. März 2026
Antragsteller
GRÜNE, SPD, Volt
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Qualität und Sicherheit des öffentlichen Nahverkehrs in Frankfurt zu erhöhen. Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Schutz- und Sauberkeitsbedingungen abzielen, sowie durch Achtsamkeitskampagnen zur Förderung eines respektvollen Miteinanders. Das erwartete Ergebnis ist ein sichererer und angenehmerer Nahverkehr für alle Bürger*innen, auch unter Berücksichtigung der wachsenden Stadt und ihrer Herausforderungen.
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Beschluss
Frankfurt ist eine wachsende Stadt, in welcher viele verschiedene Mobilitätsbedürfnisse erfüllt werden müssen. Um das Nahverkehrsangebot weiter zu verbessern, wird viel in den ÖPNV und seine Infrastruktur investiert. Für die Menschen in Frankfurt ist ein verlässlicher und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr eine Notwendigkeit zur Erreichung des Arbeitsplatzes, der Schule, des Ehrenamts oder des Sports und anderer Freizeitaktivitäten. Um weitere Qualitäts- und Attraktivitätssteigerungen des Frankfurter ÖPNV zu erreichen, beauftragt die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, im Bereich Sicherheit und Miteinander folgende Maßnahmen zu ergreifen: - Damit das Miteinander an den Stationen und in den Fahrzeugen noch stärker in den Fokus rückt, sind weitere Achtsamkeitskampagnen zur Rücksichtnahme auf Menschen mit Behinderungen, Senior*innen, schwangere Menschen und solche mit Kindern und auch Kinderwagen durchzuführen. Zusätzliche Schwerpunktthemen können beispielsweise zur Vermeidung von lautem Telefonieren (mit Lautsprecher), Musikhören oder Rauchen an unterirdischen und oberirdischen Stationen sowie zur Sauberkeit gesetzt werden. Die Kampagnen sollten nach Möglichkeit in verschiedenen Sprachen ausgespielt werden oder ohne Sprache auskommen, um möglichst viele Menschengruppen anzusprechen. Sie sollen zudem Menschen ermutigen, unrechtmäßiges oder belästigendes Verhalten selbständig anzusprechen. - Es soll geprüft werden, wie die Reinigung "aus einer Hand" ausgeweitet werden kann, und weiter darauf hingearbeitet werden, Zuständigkeiten klar zu regeln. Darüber hinaus sollen kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung des Gesamtbildes, beispielsweise das Verschließen von Deckenbereichen an Stationen, umgesetzt werden. - Es soll im städtischen Mängelmelder möglich werden, Schmierereien und Verunreinigungen, insbesondere bei sexistischen, extremistischen, rassistischen oder antisemitischen Inhalten, gezielt zu melden, auch für Bus-, U- und S-Bahn-Stationen sowie das direkte Umfeld. - Damit Menschen sich in den Fahrzeugen und an den Haltestellen sicherer und in ihrer Gesundheit geschützt fühlen, soll stadtintern der Schutz in den Fahrzeugen weiter verbessert werden. Hierbei sind unter anderem Maßnahmen zu ergreifen, die dem offenen Drogen- und Nikotinkonsum entgegenwirken. Hierbei sollte geprüft werden, wie Präsenz und Prävention gleichermaßen verbessert werden können. - Die Nutzung des ÖPNV muss unter den veränderten klimatischen Bedingungen auch im Sommer für alle Bevölkerungsgruppen möglich sein. Somit sind Maßnahmen zu entwickeln, die den Aufenthalt in Bahnen, Bussen und an Haltestellen auch bei hohen sommerlichen Temperaturen ermöglichen, z. B. durch Beschattungen, Trinkbrunnen, Wasserspender oder Klimaanlagen in Fahrzeugen, auch zum Schutz der Fahrer*innen.