Nahverkehr in Frankfurt - miteinander sicher fahren
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Qualität und Sicherheit des öffentlichen Nahverkehrs in Frankfurt zu erhöhen. Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Schutz- und Sauberkeitsbedingungen abzielen, sowie durch Achtsamkeitskampagnen zur Förderung eines respektvollen Miteinanders. Das erwartete Ergebnis ist ein sichererer und angenehmerer Nahverkehr für alle Bürger*innen, auch unter Berücksichtigung der wachsenden Stadt und ihrer Herausforderungen.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenAntrag
Frankfurt ist eine wachsende Stadt, in welcher viele verschiedene Mobilitätsbedürfnisse erfüllt werden müssen. Um das Nahverkehrsangebot weiter zu verbessern, wird viel in den ÖPNV und seine Infrastruktur investiert. Für die Menschen in Frankfurt ist ein verlässlicher und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr eine Notwendigkeit zur Erreichung des Arbeitsplatzes, der Schule, des Ehrenamts oder des Sports und anderer Freizeitaktivitäten. Um weitere Qualitäts- und Attraktivitätssteigerungen des Frankfurter ÖPNV zu erreichen, beauftragt die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, im Bereich Sicherheit und Miteinander folgende Maßnahmen zu ergreifen: • Damit das Miteinander an den Stationen und in den Fahrzeugen noch stärker in den Fokus rückt, sind weitere Achtsamkeitskampagnen zur Rücksichtnahme auf Menschen mit Behinderungen, Senior*innen, schwangere Menschen und solche mit Kindern und auch Kinderwagen durchzuführen. Zusätzliche Schwerpunktthemen können beispielsweise zur Vermeidung von lautem Telefonieren (mit Lautsprecher), Musikhören oder Rauchen an unterirdischen und oberirdischen Stationen sowie zur Sauberkeit gesetzt werden. Die Kampagnen sollten nach Möglichkeit in verschiedenen Sprachen ausgespielt werden oder ohne Sprache auskommen, um möglichst viele Menschengruppen anzusprechen. Sie sollen zudem Menschen ermutigen, unrechtmäßiges oder belästigendes Verhalten selbständig anzusprechen. • Es soll geprüft werden, wie die Reinigung "aus einer Hand" ausgeweitet werden kann und weiter darauf hingearbeitet werden, Zuständigkeiten klar zu regeln. Darüber hinaus sollen kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung des Gesamtbildes, beispielsweise das Verschließen von Deckenbereichen an Stationen, umgesetzt werden. • Es soll im städtischen Mängelmelder möglich werden Schmierereien und Verunreinigungen, insbesondere bei sexistischen, extremistischen, rassistischen oder antisemitischen Inhalten, gezielt zu melden, auch für Bus-, U- und S-Bahnstationen sowie das direkte Umfeld. • Damit Menschen sich in den Fahrzeugen und an den Haltestellen sicherer und in ihrer Gesundheit geschützt fühlen, soll stadtintern der Schutz in den Fahrzeugen weiter verbessert werden. Hierbei sind unter anderem Maßnahmen zu ergreifen, die dem offenen Drogen- und Nikotinkonsum entgegenwirken. Hierbei sollte geprüft werden, wie Präsenz und Prävention gleichermaßen verbessert werden können. • Die Nutzung des ÖPNV muss unter den veränderten klimatischen Bedingungen auch im Sommer für alle Bevölkerungsgruppen möglich sein. Somit sind Maßnahmen zu entwickeln, die den Aufenthalt in Bahnen, Bussen und an Haltestellen auch bei hohen sommerlichen Temperaturen ermöglichen, zB. durch Beschattungen, Trinkbrunnen, Wasserspender oder Klimaanlagen in Fahrzeugen, auch zum Schutz der Fahrer*innen.
Begründung
Der Frankfurter ÖPNV ist auf einem guten Weg, die schwierigen Herausforderungen aufgrund von Personal- und Wagenmangel zu lösen. Damit das Angebot für noch mehr Menschen nutzbar wird, soll der Aufenthalt in den unterirdischen und oberirdischen Stationen sowie in den Fahrzeugen noch komfortabler und sicherer gestaltet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.03.2026 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und FDP (= Ablehnung); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP, BFF-BIG und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung) Stadtv. Yilmaz und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, Stadtv. Yilmaz und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FDP, BFF-BIG, AfD und Gartenpartei (= Ablehnung)