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Nahverkehr in Frankfurt - miteinander sicher fahren

Vorlagentyp: B
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Bericht

Eine gemeinsame Kampagne, die ein rücksichtsvolles Miteinander im Nahverkehr fördern soll, wird derzeit ausgearbeitet. Dabei steht - neben anderen Themen - auch die Vermeidung von Fahrgastbelästigung durch Rauchen an den Haltestellen im Fokus. Weiterhin wird die gegenseitige Rücksichtnahme gegenüber Mitfahrenden thematisiert, die durch lautes Telefonieren oder Musikhören, Trinken und Essen oder Füße auf den Fahrzeugsitzen beeinträchtigt werden. Dabei soll nicht allein auf Verbote oder Ermahnungen abgezielt werden. Es werden Motive entwickelt, die sich an den Hauptstörungen aus Perspektive der Fahrgäste orientieren. Somit wird das Ziel verfolgt, das Miteinander durch gegenseitige Rücksichtnahme unter den Fahrgästen zu verbessern. Ziel ist es, dass die Kampagne im Herbst 2026 realisiert wird.

Die Reinigung "aus einer Hand" ist bisher nicht vollumfänglich umsetzbar. Eine Direktvergabe der Reinigungs- und Winterdienstleistungen für die oberirdischen Stationen war auf Grundlage des damaligen Rahmen- und Leistungsvertrages zwischen der Stadt Frankfurt und der FES möglich. Die entsprechende Beauftragung erfolgte zum 01.06.2024. Für die unterirdischen Stationen war eine flächendeckende Direktbeauftragung der FES aus vergaberechtlichen Gründen hingegen nicht zulässig.

Im Zuge der Einlage des Tunnelvermögens konnten daher lediglich die Reinigung von elf B-Ebenen einschließlich der Zugänge zwischen A- und B-Ebene als öffentliche Fußgängerunterführungen zum 01.01.2026 unmittelbar an die FES vergeben werden. Die Reinigung der verbleibenden Flächen wurde im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung in zwei Losen vergeben. Die entsprechenden Verträge laufen bis 2028 und beinhalten eine Verlängerungsoption um weitere vier Jahre.

Ergänzend zu den laufenden Reinigungsleistungen wurde eine umfassende Sauberkeits- und Sicherheitsoffensive gestartet. Derzeit werden mehrere Stationen grundgereinigt; weitere Standorte folgen im Laufe dieses Jahres. Darüber hinaus werden bis Jahresende zusätzliche Intensivreinigungen durchgeführt. Begleitend hierzu werden Zustand und Erscheinungsbild sämtlicher Stationen systematisch erfasst, um Verbesserungsmaßnahmen zielgerichtet zu priorisieren und nachhaltig umzusetzen.

Parallel dazu werden festgestellte bauliche Mängel im Rahmen der laufenden Bauunterhaltung schrittweise beseitigt. Hierzu zählt unter anderem die fachgerechte Sicherung frei hängender Kabel. Darüber hinaus konnten bereits Deckenbereiche geschlossen werden, wodurch das Erscheinungsbild einzelner Stationen sichtbar verbessert werden konnte. Dadurch wird die Wirkung der Reinigungsmaßnahmen zusätzlich unterstützt und ein insgesamt gepflegterer Eindruck der Stationen erreicht.

Zudem wird der VGF-Ordnungsdienst im Laufe des Jahres 2026 weiter ausgebaut. Perspektivisch soll der Ordnungsdienst auf über 140 Mitarbeitende in diesem Jahr anwachsen.

Um gezielt weitere Maßnahmen für eine verbesserte Sauberkeit und auch höhere Sicherheit aus der Fahrgastperspektive zu entwickeln, wurde im Oktober 2025 ein Projekt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität initiiert. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Konzepts in konkrete Verbesserungsmaßnahmen einfließen. Das Konzept befindet sich derzeit in Erarbeitung und soll zeitnah vorgestellt werden.

Derzeit wird geprüft, ob und in welcher Form eine Öffnung des Mängelmeldersystems für diese Themen möglich ist. Ziel ist es, VGF und traffiQ perspektivisch eine direkte und effizientere Bearbeitung der eingehenden Mängelmeldungen bezüglich des ÖPNV sowie eine Anpassung der entsprechenden Statusmeldungen zu ermöglichen.

Im Hinblick auf Schmierereien und Verunreinigungen - insbesondere bei sexistischen, extremistischen, rassistischen oder antisemitischen Inhalten - ist zudem noch zu prüfen, welcher Umgang mit solchen Meldungen am sinnvollsten ist. Da es sich hierbei je nach Einzelfall um strafrechtlich oder anderweitig relevante Sachverhalte handeln kann, wäre in diesen Fällen eine Einbindung der Frankfurter Polizei erforderlich.

Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität an Haltestellen im Hinblick auf veränderte klimatische Bedingungen werden gezielt Maßnahmen umgesetzt, die den Komfort erhöhen und zugleich einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Ein wesentlicher Baustein ist die Ausstattung von Haltestellen mit Gründächern, die durch Verdunstungskühlung und Begrünung zur Reduzierung von Hitze beitragen und das Erscheinungsbild der Anlagen aufwerten. Ergänzend dazu sollen, wo es die örtlichen Gegebenheiten erlauben, Maßnahmen zur Beschattung realisiert werden. Dazu zählen insbesondere Baumneupflanzungen, die langfristig natürlichen Schatten spenden und das Mikroklima verbessern. Darüber hinaus wird der Einsatz heller Bodenbeläge geprüft, da diese durch eine geringere Wärmeaufnahme die Aufheizung der Aufenthaltsflächen reduzieren können.

Perspektivisch ist vorgesehen, diese und weitere Ansätze in enger Abstimmung zwischen VGF, traffiQ und dem Klimareferat der Stadt Frankfurt am Main weiterzuentwickeln. Verschiedene Maßnahmen und Umsetzungsoptionen befinden sich in Prüfung, um langfristig ganzheitliche und standortgerechte Lösungen für klimaangepasste und attraktive Haltestellen zu realisieren.

Im Hinblick auf Fahrzeuge verfügen bereits ca. 85 % der U-Bahnen, 65 % der Straßenbahnen und 100 % der Busse über eine Klimaanlage. Lediglich ältere Fahrzeuggenerationen der Schienenfahrzeuge besitzen keine Klimaanlage. Bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen wird grundsätzlich darauf geachtet, dass diese mit einer ausreichenden Klimatisierung ausgestattet sind.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 19. Oktober 2026 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 1517 zurück — STVV-Antrag von GRÜNE, SPD, Volt, beschlossen am 30. Januar 2026.

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