Erkenntnisse von der Baustelle am Karlsplatz
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, Maßnahmen zur Beschleunigung von Baustellen im Tiefbau vorzustellen, um die erheblichen Belastungen für Anwohner, Gewerbetreibende und den Verkehr zu reduzieren. Besondere Betroffenheit im Ortsbezirk 1 erfordert schnelle und gut koordinierte Lösungen, wie sie in Hamburg bereits umgesetzt werden.
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Der Magistrat muss bis zum 08.12.2026 antworten. Noch 64 Tage.Warum?
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Thema Stadtplanung verfolgenFragen an den Magistrat
Der Magistrat wird gebeten zu beantworten, wie Baustellen im Tiefbau beschleunigt werden können. Dabei möge der Magistrat in seiner Antwort auf Folgendes eingehen:
- Warum erfolgen Ausschreiben an stark frequentierten Orten nicht unter zeitlichen Vorgaben, damit sehr störende Baustellen non-stop bearbeitet werden und damit schneller fertig sind?
- Warum wird an stark frequentierten Orten nicht im Mehrschichtbetrieb gearbeitet (soweit es die TA Lärm zulässt)?
- Nach welchen Maßstäben werden Flächen für Baustelleneinrichtungen im öffentlichen Raum bemessen, und warum wird ihnen häufig deutlich mehr Raum eingeräumt als Nutzungen, die der Aufenthaltsqualität dienen, etwa der Außengastronomie?
- Warum werden von passiven Baustellen nicht genutzte öffentliche Flächen nicht umgehend wieder der Öffentlichkeit zurückgegeben, sondern bleiben monatelang von einer passiven Baustelle belegt?
- Welche Entschädigungen sind für von Baustellen negativ betroffene Betriebe, insbesondere Einzelhandel und Gastronomie?
- Welche Beschleunigungsmaßnahmen werden derzeit, bspw. in Anlehnung an die Tiefbaustrategie der Stadt Hamburg, derzeit von der Stadt Frankfurt umgesetzt?
Begründung
Der Ortsbezirk 1 ist in besonderem Maße von Tiefbaumaßnahmen betroffen. Der notwendige Ausbau der Fernwärme-, Glasfaser- und Stromnetze sowie der U-Bahn- und Straßenbahnbau führen zu erheblichen Belastungen für Anwohnende, Gewerbetreibende und den Verkehr. Baustellen, die wie am Karlsplatz rund zwei Jahre andauern, sind ein No-Go. Durch eine bessere Koordination und effizientere Bauabläufe lassen sich Bauzeiten verkürzen und Beeinträchtigungen reduzieren. Davon profitieren die Betroffenen ebenso wie die Stadt Frankfurt.
Hamburg hat mit "Zukunft Tiefbau" eine Strategie beschlossen, um Tiefbauvorhaben schneller, besser koordiniert und mit geringeren Auswirkungen umzusetzen. Dieser Ansatz kann Frankfurt als Vorbild dienen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. September 2026 brachte der Ortsbeirat 1 diese Anfrage ein.