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Hilfe für Pädophile

Vorlagentyp: V
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Inhalt

Auskunftsersuchen vom 17.06.2014, V 1056 entstanden aus Vorlage: OF 475/1 vom 11.05.2014

Betreff: Hilfe für Pädophile Der Magistrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Gibt es in Frankfurt Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen, die sich beraten lassen und gegebenenfalls therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen?
  2. Falls Frage 1. mit "Ja" beantwortet wird:
    • a)Wie viele solcher Anlaufstellen gibt es in Frankfurt?
    • b)Welche davon befinden sich im Ortsbezirk 1 (bitte auflisten)?
    • c)Befinden sich Anlaufstellen darunter, die kostenlos und anonym Hilfe anbieten?
    • d)Wie werden diese Anlaufstellen von der Zielgruppe angenommen?
  3. Sind die bestehenden Kapazitäten an niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Menschen mit pädophilen Neigungen aus Sicht des Magistrats in Frankfurt ausreichend?
  4. Falls Frage 3. mit "Nein" beantwortet wird:
    • a)Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, das Angebot an präventiv ausgerichteten Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen in Frankfurt, unter besonderer Berücksichtigung des Ortsbezirks 1, auszubauen?
    • b)Hält es der Magistrat für sinnvoll, eine Kooperation mit dem Netzwerk "Kein Täter werden" anzustreben?
    • c)Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, für eine Finanzierung Mittel der EU, des Bundes oder des Landes Hessen in Anspruch zu nehmen? Begründung: Nach den verfügbaren statistischen Daten dürfte es in Frankfurt mehrere tausend Menschen geben, zumeist Männer, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Nicht alle Betroffenen leben diese Neigung aus. Dennoch gibt es eine erhebliche Zahl von Missbrauchsfällen, wobei die Dunkelziffer nach wie vor sehr hoch sein dürfte. Viele betroffene Menschen empfinden diese Neigung zu Recht als problematisch, aber wissen nicht, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen. Deswegen ist es, nicht zuletzt unter Gesichtspunkten des aktiven Opferschutzes, erforderlich, diesen Menschen ein niedrigschwelliges, früh ansetzendes Beratungs- und Therapieangebot zur Verfügung zu stellen. Die Betroffenen können dabei lernen, mit ihrer Neigung umzugehen, damit es zu Übergriffen erst gar nicht kommt. In vielen Fällen dürfte es erforderlich sein, dass ein solches Angebot auch anonym in Anspruch genommen werden kann. Es scheint, dass in Frankfurt in dieser Hinsicht Defizite bestehen. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 11. Mai 2014OFOF 475/1tleutviertel InnenstadtFraktion: FDPTitel/Betreff: Hilfe für PädophileOrtsbeiratsantrag
  2. 17. Juni 2014Sie sind hier
    VV 1056Hilfe für Pädophile
    Anfrage
  3. 8. September 2014Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 1159tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Hilfe für PädophileStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

VAnfrage des Ortsbeirats

Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.

  1. 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
  2. 2direkt an den Magistrat
  3. 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
  4. 4Magistrat antwortet (12 Wochen)

Frist: 12 Wochen

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