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tleutviertel InnenstadtFraktion: FDPTitel/Betreff: Hilfe für Pädophile

Vorlagentyp: OF
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Begründung

Der Magistrat wird um Prüfung und Berichterstattung zu folgenden Fragen gebeten:

  1. Gibt es in Frankfurt Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen, die sich beraten und ggf. therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen?
  2. Falls Frage 1 mit "Ja" beantwortet wird:
    • a)Wie viele solcher Anlaufstellen gibt es in Frankfurt?
    • b)Welche davon befinden sich im Ortsbezirk 1 (bitte auflisten)?
    • c)Befinden sich Anlaufstellen darunter, die kostenlos und anonym Hilfe anbieten?
    • d)Wie werden diese Anlaufstellen von der Zielgruppe angenommen?
  3. Sind die bestehenden Kapazitäten an niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Menschen mit pädophilen Neigungen aus Sicht des Magistrats in Frankfurt ausreichend?
  4. Falls Frage 3 mit "Nein" beantwortet wird: Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, das Angebot an präventiv ausgerichteten Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen in Frankfurt, unter besonderer Berücksichtigung des Ortsbezirks 1, auszubauen? Hält es der Magistrat für sinnvoll, eine Kooperation mit dem Netzwerk "Kein Täter werden" anzustreben? Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, für eine Finanzierung Mittel der EU, des Bundes oder des Landes Hessen in Anspruch zu nehmen? Begründung: Nach den verfügbaren statistischen Daten dürfte es in Frankfurt mehrere tausend Menschen geben, zumeist Männer, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Nicht alle Betroffenen leben diese Neigung aus. Dennoch gibt es eine erhebliche Zahl von Missbrauchsfällen, wobei die Dunkelziffer nach wie vor sehr hoch sein dürfte. Viele betroffene Menschen empfinden diese Neigung zu Recht als problematisch, aber wissen nicht, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen. Deswegen ist es, nicht zuletzt unter Gesichtspunkten des aktiven Opferschutzes erforderlich, diesen Menschen ein niedrigschwelliges, früh ansetzendes Beratungs- und Therapieangebot zur Verfügung zu stellen. Die Betroffenen können dabei lernen, mit ihrer Neigung umzugehen, damit es zu Übergriffen erst gar nicht kommt. In vielen Fällen dürfte es erforderlich sein, dass ein solches Angebot auch anonym in Anspruch genommen werden kann. Es scheint, dass in Frankfurt in dieser Hinsicht Defizite bestehen.

Inhalt

Antrag vom 11.05.2014, OF 475/1

Betreff: Hilfe für Pädophile Der Magistrat wird um Prüfung und Berichterstattung zu folgenden Fragen gebeten:

  1. Gibt es in Frankfurt Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen, die sich beraten und ggf. therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen?
  2. Falls Frage 1 mit "Ja" beantwortet wird:
    • a)Wie viele solcher Anlaufstellen gibt es in Frankfurt?
    • b)Welche davon befinden sich im Ortsbezirk 1 (bitte auflisten)?
    • c)Befinden sich Anlaufstellen darunter, die kostenlos und anonym Hilfe anbieten?
    • d)Wie werden diese Anlaufstellen von der Zielgruppe angenommen?
  3. Sind die bestehenden Kapazitäten an niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Menschen mit pädophilen Neigungen aus Sicht des Magistrats in Frankfurt ausreichend?
  4. Falls Frage 3 mit "Nein" beantwortet wird: Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, das Angebot an präventiv ausgerichteten Anlaufstellen für Menschen mit pädophilen Neigungen in Frankfurt, unter besonderer Berücksichtigung des Ortsbezirks 1, auszubauen? Hält es der Magistrat für sinnvoll, eine Kooperation mit dem Netzwerk "Kein Täter werden" anzustreben? Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, für eine Finanzierung Mittel der EU, des Bundes oder des Landes Hessen in Anspruch zu nehmen? Begründung: Nach den verfügbaren statistischen Daten dürfte es in Frankfurt mehrere tausend Menschen geben, zumeist Männer, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Nicht alle Betroffenen leben diese Neigung aus. Dennoch gibt es eine erhebliche Zahl von Missbrauchsfällen, wobei die Dunkelziffer nach wie vor sehr hoch sein dürfte. Viele betroffene Menschen empfinden diese Neigung zu Recht als problematisch, aber wissen nicht, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen. Deswegen ist es, nicht zuletzt unter Gesichtspunkten des aktiven Opferschutzes erforderlich, diesen Menschen ein niedrigschwelliges, früh ansetzendes Beratungs- und Therapieangebot zur Verfügung zu stellen. Die Betroffenen können dabei lernen, mit ihrer Neigung umzugehen, damit es zu Übergriffen erst gar nicht kommt. In vielen Fällen dürfte es erforderlich sein, dass ein solches Angebot auch anonym in Anspruch genommen werden kann. Es scheint, dass in Frankfurt in dieser Hinsicht Defizite bestehen.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 11. Mai 2014Sie sind hier
    OFOF 475/1tleutviertel InnenstadtFraktion: FDPTitel/Betreff: Hilfe für Pädophile
    Ortsbeiratsantrag
  2. 17. Juni 2014VV 1056Hilfe für PädophileAnfrage
  3. 8. September 2014Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 1159tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Hilfe für PädophileStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 32 · 17.06.2014
TO I, TOP 40
Angenommen
Auskunftsersuchen V 1056 2014 Die Vorlage OF 475/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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