"Besitzbare Stadtteile" Kalbach und Riedberg
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Thema Fußverkehr verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 11.02.2013, ST 241
Betreff: "Besitzbare Stadtteile" Kalbach und Riedberg Generell ist eine Aufstellung altersgerechter Sitzgelegenheiten für Seniorinnen und Senioren in den öffentlichen Straßen- und Grünräumen des Stadtteils Kalbach-Riedberg möglich, sofern die örtlichen Gegebenheiten (z. B. Fußwegbreiten) dies zulassen. Folgende Aspekte sind bei der Standortwahl für Sitzbänke zu beachten: - Die Fläche des beabsichtigten Standorts befindet sich in Verwaltung der Stadt Frankfurt am Main - Der Abstand zwischen Sitzbank und Bordstein gewährleistet einen barrierefreien Gehweg - Der Abstand zu Fenstern an Wohngebäuden ist so gewählt, dass Lärmbelästigung vermieden wird - Die Anzahl von Sitzbänken sollte im Hinblick auf langfristige Unterhaltungskosten auf eine re alistische Menge begrenzt sein. In Frankfurt gibt es bereits ähnliche Aktivitäten wie bei dem angesprochenen Projekt "Besitzbare Stadtteile" aus Griesheim bei Darmstadt. Während des von 2006 bis 2010 laufenden Bundesforschungsprojekts "Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume" wurde für das Nordend ein Sitzroutenkonzept entwickelt. Hierin war das Dezernat VI (Verkehr), Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung, involviert. Die Zielsetzung bestand darin, exemplarisch entlang bestimmter Routen in regelmäßigen Abständen Sitzelemente aufzustellen. Dabei lag der Fokus besonders auf stark frequentierten Geschäftsstraßen sowie auf Zugängen zu großen Parks und ausgewählten ÖPNV-Haltestellen. Mit den Sitzrouten sollen die Aktionsradien mobilitätseingeschränkter Menschen sowie die Nutzbarkeit des Straßenraums zum Aufenthalt für alle erhöht werden. Insbesondere für ältere Menschen ist die "Bank an der Ecke" eine willkommene Gelegenheit für eine kleine Rast. Im Rahmen des Projekts wurden im Nordend über 40 neue Bänke aufgestellt. Darüber hinaus wurden einige Bereiche mit multifunktionalen Sitzwürfeln und verrückbaren Stühlen ausgestattet. Während der Erarbeitung des Sitzroutenkonzepts und bei der Auswahl geeigneter Standorte für Sitzgelegenheiten hat sich als zielführend erwiesen, dass auch die Interessenvertretenden älterer Menschen mit einbezogen wurden. Seit 2010 verfügt die Stadt Frankfurt am Main außerdem über ein seniorengerechtes Sitzbankmodell, das aus dem Modell der "Frankfurter Bank" weiterentwickelt wurde. Entsprechende Bänke befinden sich in der Erprobungsphase, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Sie wurden deshalb zunächst an allen Seniorenfitnessanlagen aufgestellt. Die seniorengerechten Bänke verfügen über eine höhere Sitzfläche, Armlehnen und gerade Rückenlehnen, um das Aufstehen zu erleichtern. Nach der Erprobungsphase können sie auch an anderer Stelle im Stadtgebiet im Austausch gegen die Frankfurter Bank Verwendung finden. Die Entwicklung weiterer Sitzgelegenheits-Typen, wie z. B. Stehsitze, wird der Magistrat prüfen und diese ggf. in einem weiteren Pilotprojekt erproben. Dies zeigt, dass der Magistrat die Einrichtung von Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet begrüßt. Der Magistrat weist aber darauf hin, dass die im vorliegenden Fall in Rede stehenden altersgerechten Sitzgelegenheiten für Seniorinnen und Senioren trotz Ihrer anzuerkennenden Sinnhaftigkeit grundsätzlich nicht als städtischer Standard in Frankfurt am Main etabliert sind und somit nicht über die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme finanziert werden können. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich - mangels finanzieller Umsetzungsmöglichkeiten aufgrund der schwierigen Haushaltslage - erübrigt, durch Magistrat und Verwaltung zu ermitteln, ob und wo neue Sitzgelegenheiten im Stadtteil Kalbach-Riedberg aufgestellt werden könnten. Zudem müsste grundsätzlich das gesamte Stadtgebiet, also alle 47 Stadtteile, im Fokus entsprechender Betrachtungen stehen. Initiativen beispielsweise aus dem Kreis der Frankfurter Bürgerschaft bzw. durch Organisationen oder Firmen in Form von Finanz-, Sachmitteln oder Dienstleistungen wären aus Sicht des Magistrats mögliche Alternativen, um mit fachlicher Unterstützung der Dezernate neue Sitzgelegenheiten im Stadtteil Kalbach-Riedberg und an anderen Plätzen im Stadtgebiet aufstellen, warten und pflegen zu können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. Oktober 2012OFOF 178/12.Besitzbare Stadtteile. Kalbach und RiedbergOrtsbeiratsantrag · FREIE_WÄHLER
- 2. November 2012OMOM 1691„Besitzbare Stadtteile“ Kalbach und RiedbergDirektanregung
- 11. Februar 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 241"Besitzbare Stadtteile" Kalbach und RiedbergStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab