Mehr Bäume und Streuobstwiesen für den Ortsbezirk 10
Zusammenfassung
Der Magistrat begrüßt die Anregungen des Ortsbeirats zur Pflanzung von Bäumen und zur Förderung von Streuobstwiesen. Ziel ist es, neue Lebensräume zu schaffen und bestehende Bestände zu pflegen und zu optimieren. Dies soll zur Verbesserung der Biodiversität und der Lebensqualität im Ortsbezirk beitragen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Aus naturschutzfachlicher Sicht begrüßt der Magistrat die Anregungen des Ortsbeirats. Mit der Pflanzung von Bäumen entstehen neue Lebensräume, insbesondere für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Auch dienen sie der Biotopvernetzung zum Beispiel entlang von Straßen, Wegen oder Bahnlinien. Eine wichtige Grundlage für die Planung ist das Arten- und Biotopschutzkonzept der Stadt Frankfurt am Main. Im Zielkonzept werden Erhaltungs- und Entwicklungsziele zur Verbesserung der Verbundsituation von Arten und Lebensräumen dargestellt. Begrenzender Faktor in den Grünanlagen sind allerdings die Altbaumbestände. In bereits sehr dichten Beständen erfolgt keine Nachpflanzung, da die Jungbäume hier sehr schwierige Anwuchsbedingungen haben (Schatten, stark durchwurzelter Boden, etc.). In Einzelfällen wird jedoch auf die Naturverjüngung zurückgegriffen, um Bestände zu revitalisieren. Grundsätzlich werden bei jeder Straßenneu- oder -umbauplanung sowie bei der Neuanlage von Parks möglichst viele Standorte für neue Bäume vorgesehen. Für Neupflanzungen in bestehenden Straßen sind intensive Trassenprüfungen notwendig. Augenscheinlich freie Plätze oder Flächen sind unterirdisch mit Versorgungsleitungen durchzogen, sodass oft nicht ausreichend Raum für Baumpflanzungen zur Verfügung steht. Darüber hinaus sind Flächen auch mit oberirdischen Nutzungen, beispielsweise mit Rettungswegen belegt, sodass freie Bereiche für Baumstandorte nur sehr begrenzt oder leider oft überhaupt nicht vorhanden sind. In Bezug auf Streuobst sieht das Arten- und Biotopschutzkonzept das vorrangige Ziel in der Erhaltung und Optimierung vorhandener Streuobstbestände. Hierzu zählen insbesondere die Wiederaufnahme der Pflege und Nutzung vorhandener, brachgefallener Streuobstbestände. Weiterhin die Extensivierung der Nutzung bislang intensiv genutzter, artenarmer Flächen sowie Nachpflanzung und Ersatz abgestorbener Bäume. Aus Initiative der Bevölkerung betriebene Patenschaften haben sich in den vergangenen Jahren als erfolgreich gezeigt und wurden im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt. Das Grünflächenamt übernimmt die Pflege von Streuobstwiesen, wenn diese zum Beispiel im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen angelegt und bereits etwa fünf Jahre in der Fertigstellungspflege betreut wurden, falls die Betreuung nicht durch andere Möglichkeiten (beispielsweise Verpachtung) gewährleistet werden kann. Weitere Möglichkeiten zur Unterstützung der Ziele des Ortsbeirats bietet unter anderem das Förderprogramm im Rahmen der Hessischen Biodiversitätsstrategie beim Regierungspräsidium Darmstadt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Februar 2021OFOF 1150/10Mehr Bäume und Streuobstwiesen für den Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · CDU
- 23. Februar 2021OMOM 7258Mehr Bäume und Streuobstwiesen für den Ortsbezirk 10Direktanregung
- 7. Juni 2021STST 1215Mehr Bäume und Streuobstwiesen für den Ortsbezirk 10Stellungnahme
- 29. Oktober 2021Sie sind hierSTST 1998Mehr Bäume und Streuobstwiesen für den Ortsbezirk 10Stellungnahme
- 15. November 2021OFOF 175/10Mehr Bäume und StreuobstwiesenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 30. November 2021OMOM 1233Mehr Bäume und StreuobstwiesenDirektanregung
- 14. März 2022Antwort des Magistrats · nach 57 WochenSTST 651Mehr Bäume und StreuobstwiesenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab