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Renaturierung der Nidda im Ortsbezirk 9

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 11.12.2015, ST 1766

Betreff: Renaturierung der Nidda im Ortsbezirk 9 Der naturnahe Ausbau der Nidda - ein kurzer Überblick: 1993 wurde am Berkersheimer Bogen mit dem naturnahen Ausbau der Nidda begonnen, der Flussquerschnitt wurde erheblich aufgeweitet, es entstanden links und rechts des Flusses Auenbereiche, die bei Hochwasser überschwemmt werden. Die Arbeiten wurden in drei Abschnitten bis zur Kalbachmündung in Bonames fortgesetzt und im Jahr 2001 abgeschlossen. - In den Jahren 2009 bis 2010 wurde der von der Nidda abgetrennte und teilweise mit Bauschutt und Erde verfüllte Bonameser Altarm wieder mit dem Fluss verbunden. - Durch den Umbau des Mühlgrabens am Rödelheimer Wehr im Jahr 2010 wurde die Nidda hier wieder "fischtauglich": Die Fische können das Wehr umgehen, indem sie den Mühlgraben hinaufschwimmen. - In den Jahren 2010 und 2011 wurde ein naturnahes Rückhaltebecken an der Mündung des Dottenfeldgrabens in die Nidda angelegt. - In den Jahren 2012 bis 2013 wurde das Höchster Wehr naturnah umgebaut. Alle Projekte an der Nidda sind mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Dies gilt auch für die von der Stadtverordnetenversammlung mit dem "Entwicklungskonzept Naturnahe Nidda" beschlossenen weiteren Maßnahmen. Der vorangestellte Überblick zeigt aber: Es geht voran. Der Schwerpunkt des weiteren naturnahen Ausbaus der Nidda liegt im Einklang mit dem Entwurf zum Maßnahmenprogramm der Hessischen Landesregierung zur Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union für die Jahre 2015-2021 auf dem naturnahen Umbau der Wehre. Informationen zum naturnahen Ausbau der Nidda werden auf der Homepage der Stadtentwässerung Frankfurt am Main unter www.stadtentwaesserung-frankfurt.de gegeben, der Entwurf des Maßnahmenprogramms der Hessischen Landesregierung findet sich unter der Adresse www.flussgebiete.hessen.de. Im Ortsbezirk 9 steht der Umbau des Eschersheimer Wehres an. Dieses Projekt hat zwei Bestandteile: In einem ersten Schritt soll die Mündung des Urselbachs in die Nidda so umgebaut werden, dass ein Umflutungsgerinne entsteht, durch das Fische das als Barriere wirkende Wehr passieren können. Die Planung wurde dem Ortsbeirat im Mai 2004 vorgestellt. Die Hochwassersicherheit bleibt nach Ausweis der hydraulischen Berechnungen in dem bisher bestehenden Ausmaß gewährleistet, die Grundwasserstände ändern sich nicht negativ; siehe dazu die ausführliche Stellungnahme des Magistrats an den Ortsbeirat 8 Nr. 1227 vom 01.12.2004. Das Projekt ist als Ausgleichsmaßnahme der Deutschen Bahn AG für den viergleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel planfestgestellt, die Planung hat Rechtskraft. Die Projektabwicklung und Finanzierung der Maßnahme ist Aufgabe der DB (siehe Stellungnahme des Magistrats an den Ortsbeirat 9 Nr. 1731 vom 16.12.2013), die Stadtentwässerung Frankfurt am Main übernimmt die fachtechnische Begleitung des Projektes. Nach Auskunft der DB ist mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2019 zu rechnen. In der noch anstehenden Phase der Ausführungsplanung werden Details mit den Beteiligten abgestimmt. Die Ausführungsplanung für den ersten Projektschritt wird so ausgelegt, dass ein zweiter Schritt möglich ist. Dieser zweite Schritt wäre die eigentliche Wehrumgestaltung, bei der das bewegliche Wehr durch Rampen oder eine ähnliche Konstruktion ersetzt würde. In einer Machbarkeitsstudie wurden dazu verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten untersucht, wobei auch hier die Hochwassersicherheit und die Grundwasserstände im Zentrum der Betrachtungen stehen. Zusätzlich wurde die Möglichkeit der Energiegewinnung untersucht. Die Ergebnisse der Studie werden zurzeit intern diskutiert. Sollten die Überlegungen in eine fest umrissene Planung münden, wird der Ortsbeirat informiert; eine Bürgerbeteiligung wird in diesem Fall stattfinden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. August 2015OFOF 971/9Renaturierung der Nidda im Ortsbezirk 9Ortsbeiratsantrag · FDP
  2. 10. September 2015VV 1441Renaturierung der Nidda im Ortsbezirk 9Anfrage
  3. 11. Dezember 2015Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 1766Renaturierung der Nidda im Ortsbezirk 9
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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