Spielgeräte auch für Kinder mit Behinderung
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt plant eine schrittweise Umsetzung inklusiver Spielplätze, um Kindern mit und ohne Behinderungen die Teilhabe am Spiel zu ermöglichen. Dies geschieht durch die Berücksichtigung inklusiver Elemente bei Neubauten und Umgestaltungen von Spielplätzen. Ziel ist es, die Spielmöglichkeiten für alle Kinder zu verbessern.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Stadt Frankfurt verwaltet rd. 440 Spielplätze, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Die vorhandenen Personalkapazitäten und das zur Verfügung stehende Budget pro Jahr erlauben keine sofortige, flächendeckende Umsetzung von inklusiven Spielplätzen. Der Magistrat setzt daher Inklusion schrittweise um. Dies ist immer dann möglich, wenn Spielplätze neu gebaut oder umgestaltet werden. Daher wird bei Spielplatzprojekten seit 2009 immer geprüft, wie weit der Aspekt der Inklusion dort verwirklicht werden kann. Dies ist je nach Größe und Lage (Topographie) unterschiedlich gut möglich. Es wird im Grundsatz aber immer versucht, zumindest einige Elemente anzubieten, die der Inklusion Rechnung tragen. Inklusion bedeutet die Möglichkeit der Nutzung bzw. Teilhabe am Spiel durch alle, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder individuellen Fähigkeiten. Spezielle Geräte wie z.B. Rollstuhlschaukeln sind entsprechend dieser Leitlinie tatsächlich nicht inklusiv. Jede Ausstattung, die zur gemeinsamen Nutzung von Kindern mit und ohne Behinderungen geeignet ist, kann im weitesten Sinne als inklusiv bezeichnet werden. Diese Anforderungen werden insbesondere von Nestschaukeln, von Drehelementen auf denen man sitzen oder liegen kann und einer grundsätzlich stufenlosen Erschließung erfüllt. Insofern haben sehr viele Spielplätze, ob alt oder neu, inklusive Elemente. Je größer der Spielplatz ist, umso leichter lassen sich verschiedene Spielmöglichkeiten für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern darstellen und ggfs. durch spezielle Geräte ergänzen. Grundsätzlich ist eine singuläre Aufstellung von Spielgeräten keine zielführende Lösung. Spielabläufe und insbesondere das inklusive Zusammenspiel von behinderten und nicht behinderten Kindern bedürfen einer guten Planung. Im Nordend wurde der Spielplatz im Holzhausenpark vor kurzem erneuert und hier wurde in der Planung ein Schwerpunkt auf eine inklusive und behindertenfreundliche Gestaltung gelegt. Bei einer Grunderneuerung weiterer Spielanlagen im Ortsbezirk wird der Magistrat dies ebenso handhaben.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Juni 2021OFOF 72/3Spielgeräte auch für Kinder mit BehinderungOrtsbeiratsantrag · LINKE.
- 8. Juli 2021OMOM 579Spielgeräte auch für Kinder mit BehinderungDirektanregung
- 27. September 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 1756Spielgeräte auch für Kinder mit BehinderungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab