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Sicherheit im Bereich des Höchster Bahnhofs steigern

Vorlagentyp: STMagistrat
18 Wochen bis zur Antwort5 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat reagiert auf Beschwerden über eine aggressive Jugendgruppe am Höchster Bahnhof und beschreibt bereits eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Es wird betont, dass die aufsuchende Jugendsozialarbeit nicht kurzfristige Lösungen bieten kann, sondern auf Freiwilligkeit und Integration abzielt.

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Stellungnahme des Magistrats

Dem Magistrat sind zahlreiche Beschwerden über eine aggressive Jugendgruppe im Bereich des Höchster Bahnhofs bekannt, die aufgrund verschiedener Delikte bereits polizeilich in Erscheinung getreten ist. Aus diesem Grund wurden bereits Maßnahmen durch die Stadt- und die Landespolizei in die Wege geleitet.

Die Landespolizei teilt hierzu über das Polizeipräsidium Frankfurt mit, dass folgende Punkte bereits umgesetzt wurden:

- "Dauerauftrag für Kontrollmaßnahmen des Wach- und Streifendienstes

- Tagesaktueller Informationsaustausch zu Vorfällen im Bereich

- Planung gemeinsamer Kontrollmaßnahmen des 17. Polizeireviers und dem K 51

- Austausch mit der Bundespolizei zwecks Veranlassung von Maßnahmen in eigener Zuständigkeit

- Kontaktaufnahme mit der Stadtpolizei zwecks Durchführung eigener oder gemeinsamer Maßnahmen / Ahndung von Verstößen gegen die "GAVO über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung der Stadt Frankfurt"

- Austausch mit dem Grünflächenamt zwecks Entfernung der "Stolperfallen" nach Entfernen einer Parkbank und verbliebener Verankerung, die bereits umgesetzt wurde

- Ständiger Austausch mit dem Regionalrat Höchst über die Schutzleute vor Ort

- Bestreifung des erweiterten Umfelds sowie revierbekannter Treffpunkte"

Im zuständigen Regionalrat Höchst kommen verschiedenen Einrichtungen und Institutionen zusammen, um über abgestimmte Maßnahmen zu beraten, die einen Beitrag für mehr Sicherheit und zu einem friedlichen Zusammenleben leisten können. Dazu gehört unter anderem auch die Stadtpolizei, die den Stadtteil Höchst mehrfach wöchentlich intensiv bestreift und dabei ein besonderes Augenmerk auf den Bereich des Höchster Bahnhofs richtet.

Aufsuchende Jugendsozialarbeit im eigentlichen Sinne gibt es in Höchst bislang nicht. Stattdessen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof die offene Kinder- und Jugendeinrichtung "ZENIT" des Trägers "AG Außerschulische Bildung e.V.", deren Zielgruppe junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren sind. Neben stationären Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist die Einrichtung auch aufsuchend im Stadtteil tätig und kommt so auch mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen rund um den Bahnhof in Kontakt.

Das Jugend- und Sozialamt weist daraufhin, dass die aufsuchende Jugendsozialarbeit den besonderen Auftrag beinhaltet, bei sozialer Benachteiligung zu intervenieren und die Integration junger Menschen durch intensive, sozialpädagogische Hilfen zu unterstützen, wenn diese von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzt sind. Dabei werden auch von Ausgrenzung bedrohte sowie sich selbst ausgrenzende junge Menschen in den Blick genommen. Eine kurzfristige Lösung oder Befriedung der Situation ist jedoch nicht der Auftrag der aufsuchenden Jugendsozialarbeit. Es ist auch nicht zwangsläufig so, dass Jugendliche an Einrichtungen gebunden werden. Die oberste Maxime ist die Freiwilligkeit der Inanspruchnahme, worauf auch die vertrauensaufbauende Interaktionen zwischen den Sozialarbeitenden und der Zielgruppe basiert. Ein Angebot auf eine einzelne Clique auszurichten erscheint nicht sinnhaft; zielführender wäre es den gesamten Stadtteil in den Blick zu nehmen.

Die Gruppe von denen mutmaßlich die Belästigungen am Bahnhof ausgeht, gehört nicht zu den regelmäßigen Besuchenden der Einrichtung "ZENIT". Die Problematik war bereits Thema in der Regionalratssitzung am 06.03.2024. Da derzeit nicht gesichert ist, ob die Gruppenmitglieder aus Minderjährigen oder jungen Erwachsenen besteht, ist das Sozialrathaus Höchst bislang nicht involviert. Bei Bedarf kann die Angelegenheit jedoch beim nächsten jährlichen Austausch zwischen dem Kinder- und Jugend-Sozialdienst (KJS) sowie dem 17. Polizeirevier thematisiert werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Situation mit den vor Ort geförderten Trägern zu besprechen, sowie auf Angebote im näheren räumlichen Umfeld hinzuweisen. Aktuell wird weiterhin darüber nachgedacht, einen runden Tisch aller beteiligten Institutionen ins Leben zu rufen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 26. März 2024OFOF 968/6Haushalt 2024/2025 Höchst: Schaffung einer Stelle für Sozialarbeit, aufsuchende ArbeitOrtsbeiratsantrag · SPD, GRÜNE
  2. 9. April 2024OFOF 1009/6Höchst: Sicherheitsgefühl im Bereich des Höchster Bahnhofs steigernOrtsbeiratsantrag · CDU
  3. 16. April 2024OMOM 5347Sicherheit im Bereich des Höchster Bahnhofs steigernDirektanregung
  4. 16. April 2024EAEA 49Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamts Höchst: Schaffung einer Stelle für Sozialarbeit, aufsuchende ArbeitEtatanregung
  5. 29. Juli 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 18 Wochen
    STST 1419Sicherheit im Bereich des Höchster Bahnhofs steigern
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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