Baumbestattung auf dem Bornheimer Friedhof
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, ob auf dem Friedhof Bornheim ein spezielles Baumfeld für Baumbestattungen angelegt werden kann. Dies ist notwendig, um dem steigenden Bedarf an pflegefreien Grabformen gerecht zu werden und um der Konkurrenz privater Anbieter entgegenzuwirken.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAnregung
Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob auf dem Friedhof Bornheim ein spezielles Baumfeld für Baumbestattungen bereitgestellt oder angelegt werden kann.
Begründung
In der Vorlage M 218 vom 20. Dezember 2019 legt der Magistrat dar, dass die geänderte Nachfrage der Friedhofsnutzer zu einem steigenden Bedarf an pflegefreien Grabformen führt. Auch stellt er fest, dass die Konkurrenz privatrechtlicher Anbieter für Beisetzungen in sogenannten Friedwäldern und Ruheforsten in der Umgebung von Frankfurt zu einer ständig sinkenden Nachfrage für die städtischen Friedhöfe führt. Die Stadt will sich dieser Herausforderung mit neuen Formen der Beisetzungsmöglichkeiten stellen. Eine neue alternative Grabart ist die Baumbestattung. Bei einer Baumbestattung wird der Verstorbene in unmittelbarer Nähe eines Baumes bestattet. Er findet seine letzte Ruhe im Wurzelwerk unter einem grünen Blätterdach. Die Beisetzung erfolgt in einer biologisch abbaubaren Urne. Dies kann in eigens dazu vorgesehenen Waldstücken oder auf Friedhöfen geschehen. In den letzten Jahren werden Baumbestattungen vermehrt auf städtischen Friedhöfen angeboten. Oftmals stehen dafür spezielle Baumfelder zur Verfügung, wobei oft mehrere Urnen an einem Baum bestattet werden. Die Nachfrage an Baumplätzen ist in allen Städten Deutschlands recht hoch, da Naturbestattungen immer beliebter werden. Viele Menschen wünschen sich, nach ihrem Tod wieder Teil der Natur zu werden. Bei einer Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen schnell von den Wurzeln des Baumes aufgenommen und kehrt so in den Kreislauf des Lebens zurück. Der große Vorteil einer Baumbestattung ist, dass das Baumgrab nicht gepflegt werden muss, was wiederum eine Entlastung für die Hinterbliebenen bedeutet. Es ist zwar keine Pflege notwendig, man hat aber dennoch einen Ort der Trauer, an dem man dem Verstorbenen gedenken kann. Viele Menschen entscheiden sich auch wegen der vergleichsweise niedrigen Kosten für diese Bestattungsart. Der Friedhof Bornheim hat einige Freiflächen, die sich für ein Baumfeld zur Baumbestattung eignen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Dezember 2019MM 218Änderung der Friedhofsordnung (FO) und der Friedhofs- und Bestattungsgebührenordnung (FBGO) der Stadt Frankfurt am MainMagistratsvortrag
- 20. Februar 2020OFOF 447/4Baumbestattung auf dem Bornheimer FriedhofOrtsbeiratsantrag · SPD
- 10. März 2020Sie sind hierOMOM 5907Baumbestattung auf dem Bornheimer FriedhofDirektanregung
- 8. Juni 2020Antwort des Magistrats · nach 24 WochenSTST 1099Baumbestattung auf dem Bornheimer FriedhofStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats