Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem Humor

Vorlagentyp: OFGRÜNE
64 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Umwelt und Energie verfolgen

Begründung

Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem Humor Der Magistrat wird aufgefordert, gemäß § 3, Abs. 3 Satz 2 Ziff. 1 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte Sorge dafür zu tragen, dass der nunmehr denominierte Theodor-W.-Adorno-Platz in Tilly-Edinger-Platz benannt wird. Weiters wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob sich die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung etwa im Rahmen des "Masterplans II" und ihrem 200. Gründungsjubiläum 2017 an einer Platzgestaltung beteiligen möchte. Begründung: Johanna Gabriele Ottilie "Tilly" Edinger (* 13. November 1897 in Frankfurt am Main; . 27. Mai 1967 in Cambridge, USA) ist die Begründerin der Paläoneurologie. Sie war über viele Jahre ehrenamtlich als Wissenschaftlerin am Naturmuseum Senckenberg tätig, bis die Novemberpogromen von 1938 das Exil in die USA erzwangen. In dem die Schädelhöhle ausfüllenden versteinerten Schlamm eines Schädelfragments von Nothosaurus mirabilis erkannte Tilly Edinger den vollständigen Abguss des früheren Gehirns - damit war die Paläoneurologie geboren. Steven Jay Gould bezeichnete sie als "eine der außergewöhnlichsten Naturwissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts" (Kohring & Kreft 2003). "Den makaberen Vorschlag ihrer nach England geflohenen Freundin Elisabeth Gundolf, "die 0,1% Juden, die ihr nun zu viel am Senckenberg-Museum seid, müsste man euch irgendwie wegschneiden, nach dem Vorbild des seligen Shylock", kommentierte sie mit einem lapidaren "Ich biete dazu meine Pickel an!"" (ebd.).

Inhalt

Antrag vom 17.10.2014, OF 565/2

Betreff: Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem Humor Der Magistrat wird aufgefordert, gemäß § 3, Abs. 3 Satz 2 Ziff. 1 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte Sorge dafür zu tragen, dass der nunmehr denominierte Theodor-W.-Adorno-Platz in Tilly-Edinger-Platz benannt wird. Weiters wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob sich die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung etwa im Rahmen des "Masterplans II" und ihrem 200. Gründungsjubiläum 2017 an einer Platzgestaltung beteiligen möchte.

Begründung: Johanna Gabriele Ottilie "Tilly" Edinger (* 13. November 1897 in Frankfurt am Main; . 27. Mai 1967 in Cambridge, USA) ist die Begründerin der Paläoneurologie. Sie war über viele Jahre ehrenamtlich als Wissenschaftlerin am Naturmuseum Senckenberg tätig, bis die Novemberpogromen von 1938 das Exil in die USA erzwangen. In dem die Schädelhöhle ausfüllenden versteinerten Schlamm eines Schädelfragments von Nothosaurus mirabilis erkannte Tilly Edinger den vollständigen Abguss des früheren Gehirns - damit war die Paläoneurologie geboren. Steven Jay Gould bezeichnete sie als "eine der außergewöhnlichsten Naturwissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts" (Kohring & Kreft 2003). "Den makaberen Vorschlag ihrer nach England geflohenen Freundin Elisabeth Gundolf, "die 0,1% Juden, die ihr nun zu viel am Senckenberg-Museum seid, müsste man euch irgendwie wegschneiden, nach dem Vorbild des seligen Shylock", kommentierte sie mit einem lapidaren "Ich biete dazu meine Pickel an!"" (ebd.).

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. Oktober 2014Sie sind hier
    OFOF 565/2Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem Humor
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 3. November 2014OIOI 55Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem HumorInitiative
  3. 3. November 2014OMOM 3627Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem HumorDirektanregung
  4. 6. Februar 2015STST 211Ein Platz für Tilly Edinger - Jüdische Wissenschaftlerin mit schwarzem HumorStellungnahme
  5. 11. September 2015OFOF 780/2Einrichtung des Tilly-Edinger-PlatzesOrtsbeiratsantrag · CDU
  6. 28. September 2015OMOM 4548Einrichtung des Tilly-Edinger-PlatzesDirektanregung
  7. 11. Januar 2016Antwort des Magistrats · nach 64 WochenSTST 71Einrichtung des Tilly-Edinger-PlatzesStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 38 · 03.11.2014
TO I, TOP 14
Angenommen
Initiative OI 55 2014 Anregung an den Magistrat OM 3627 2014 Die Vorlage OF 565/2 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen