Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des Erlenbachs von der Brücke .Zum Schäferköppel. bis zur Grenze Ober-Erlenbach
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
(zitiert aus dem Brief von Herrn Karlfried Cost): „Etwa 300m oberhalb der Brücke in der Straße zum Schäferköppel macht der Erlenbach eine S-Biegung mit einer Sandinsel. In diesem Bereich ist der Anfang einer Schlingenbildung/Mäanderbildung. Das ist ein wunderbares Naturschauspiel (Steiluferabbruch einerseits, Schwemmerdeanlandung auf der gegenüberliegenden Seite, Bäume werden unterspült und brechen ab, fallen in den Bach hinein, auf der gegenüberliegenden Seite langsame Besiedelung des Neulandes. Wasserstrudel an verschiedenen Stellen). Ein solches Naturschauspiel hat eine Ablaufdauer, die in Jahrzehnten gemessen wird. Alle Bestandteile, auch die jahrelang abgestorben herumliegen Bäume, gehören dazu und sie bieten Lebensraum für die verschiedene Tierarten und Pflanzenarten. Eine Schleifenbildung gehört zum Lebenslauf eines Bachs dazu. Ich weiß weit und breit keinen anderen Bach, weder im Stadtgebiet noch sonstwo, wo man dieses Naturschauspiel so schön beobachten könnte. Nach jedem Erlenbachhochwasser bietet sich ein neues Bild. Seit einigen Tagen kann man sehen, daß dort gearbeitet wird, und das Bachufer mit einer Steinwand versehen wird. Somit wird der Bach in einen Kanal umgewandelt. Der Erlenbach wird dann so aussehen wie die Nidda heute. Insoweit die Gefahr besteht, daß die neugebildete Schleife den westlich angrenzenden Weg unterspült/bedroht, sind die Maßnahmen wohl erforderlich. Bitte veranlassen Sie, daß alle Arbeiten, die darüber hinausgehen, die nicht als Schutzarbeiten erforderlich sind, sofort eingestellt werden. Das muß sofort gestoppt werden, weil die Arbeiter die Schutzmauer fertiggestellt haben und gerade dabei sind, weitere Arbeiten durchzuführen. Die Erlenbachschleife ist kein künstlicher Park, sondern ein wunderbares Naturschauspiel. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dieses Stück Natur zu erhalten, soweit es möglich ist.“ (Zitat Ende). Die bisher vorhandenen Uferabbrüche und die gegenüberliegenden Anlandungen sind im Landschaftsplan Niedererlenbach (M181, 30.08.1993) ausdrücklich dokumentiert. Uferbefestigungen mit Steinpackungen sind hier nicht vorgesehen. Damit in diesem sensiblen Uferbereich nur die unbedingt notwendigen Sicherungsmaßnahmen erfolgen, ist es erforderlich, das genannte Konzept zu erstellen.
Inhalt
Antrag vom 20.02.2009, OF 125/13
Betreff:
Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des Erlenbachs von der Brücke "Zum Schäferköppel" bis zur Grenze Ober-Erlenbach
Der Ortsbeirat wolle beschließen
Der Magistrat wird aufgefordert, in Abstimmung zwischen unterer Naturschutzbehörde (79.22) und Stadtentwässerung (68) ein Konzept für die Pflege des Erlenbachs von der Brücke "Zum Schäferköppel“ bis zur Grenze Ober-Erlenbach zu erstellen. Bis zur Vorlage des Konzeptes werden weitere Arbeiten am Erlenbach zurückgestellt.
Begründung:
(zitiert aus dem Brief von Herrn Karlfried Cost):
"Etwa 300m oberhalb der Brücke in der Straße zum Schäferköppel
macht der Erlenbach eine S-Biegung mit einer Sandinsel.
In diesem Bereich ist der Anfang einer Schlingenbildung/Mäanderbildung.
Das ist ein wunderbares Naturschauspiel (Steiluferabbruch einerseits, Schwemmerdeanlandung auf der gegenüberliegenden Seite, Bäume werden unterspült und brechen ab, fallen in den Bach hinein, auf der gegenüberliegenden Seite langsame Besiedelung des Neulandes. Wasserstrudel an verschiedenen Stellen).
Ein solches Naturschauspiel hat eine Ablaufdauer, die in Jahrzehnten gemessen wird. Alle Bestandteile, auch die jahrelang abgestorben herumliegen Bäume, gehören dazu und sie bieten Lebensraum für die verschiedene Tierarten und Pflanzenarten.
Eine Schleifenbildung gehört zum Lebenslauf eines Bachs dazu.
Ich weiß weit und breit keinen anderen Bach, weder im Stadtgebiet noch sonstwo, wo man dieses Naturschauspiel so schön beobachten könnte.
Nach jedem Erlenbachhochwasser bietet sich ein neues Bild.
Seit einigen Tagen kann man sehen, daß dort gearbeitet wird, und das Bachufer mit einer Steinwand versehen wird.
Somit wird der Bach in einen Kanal umgewandelt.
Der Erlenbach wird dann so aussehen wie die Nidda heute.
Insoweit die Gefahr besteht, daß die neugebildete Schleife den westlich angrenzenden Weg unterspült/bedroht, sind die Maßnahmen wohl erforderlich.
Bitte veranlassen Sie, daß alle Arbeiten, die darüber hinausgehen, die nicht als Schutzarbeiten erforderlich sind, sofort eingestellt werden. Das muß sofort gestoppt werden, weil die Arbeiter die Schutzmauer fertiggestellt haben und gerade dabei sind, weitere Arbeiten durchzuführen.
Die Erlenbachschleife ist kein künstlicher Park, sondern ein wunderbares Naturschauspiel. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dieses Stück Natur zu erhalten, soweit es möglich ist.“
(Zitat Ende).
Die bisher vorhandenen Uferabbrüche und die gegenüberliegenden Anlandungen sind im Landschaftsplan Niedererlenbach (M181, 30.08.1993) ausdrücklich dokumentiert. Uferbefestigungen mit Steinpackungen sind hier nicht vorgesehen. Damit in diesem sensiblen Uferbereich nur die unbedingt notwendigen Sicherungsmaßnahmen erfolgen, ist es erforderlich, das genannte Konzept zu erstellen.
Beratung im Ortsbeirat: 13
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Februar 2009Sie sind hierOFOF 125/13Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des Erlenbachs von der Brücke .Zum Schäferköppel. bis zur Grenze Ober-ErlenbachOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 10. März 2009OMOM 3039Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des ErlenbachsDirektanregung
- 28. Mai 2009STST 798Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des ErlenbachsStellungnahme
- 24. November 2009Antwort des Magistrats · nach 40 WochenSTST 1650Erstellung eines Konzeptes für die Pflege des ErlenbachsStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme