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Lasst die „Sonne“ nicht untergehen!

Vorlagentyp: NRFRANKFURTER
5 SitzungenAngenommen
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Begründung

untergehen! Die historische und unter Denkmalschutz stehende Gaststätte "Zur Sonne" nebst großem Apfelwein- und Biergarten in der Berger Straße 312 im Frankfurter Stadtteil Bornheim steht zum Verkauf. Die Begehrlichkeiten von Spekulanten, die gerne die prächtigen Bäume im Garten fällen würden und damit eine exzessive Bebauung vorantreiben möchten würden damit ein bedeutendes Kulturgut unserer Stadt zerstören. Deshalb möge die Stadtverordnetenversammlung auf den Magistrat einwirken alles Mögliche zu tun, dass das Ensemble - denkmalgeschützte Gebäude und Garten mit Baumbestand - erhalten bleibt. Hierbei sind insbesondere das Denkmalamt, das Stadtplanungsamt, die Bauaufsicht und die Untere Naturschutzbehörde gefordert. Begründung: Neben Sachsenhausen war Bornheim schon immer eine der Frankfurter Apfelweinhochburgen. Richard Dauenhauer beschrieb im letzten Jahrhundert, in einem mehrbändigen Werk die Vielzahl der "Apfelwein- und Heckenwirtschaften in Alt-Bornheim". Ursprünglich war Bornheim ein Weinanbaugebiet und der Wein eine Haupteinnahmequelle. Namen wie Wingertstraße, Rabenwingert (heute Louise-von-Rothschild-Schule) und Im Prüfling (von Pfröpfling) erinnern an diese Zeit. Doch Klimaverschiebung und Reblaus setzten dem ein Ende und die Ära des Apfelweins begann. Die erste urkundliche Erwähnung des Apfelweinkelterns in Bornheim geschah erstmalig 1715 durch den damaligen Ortspfarrer Walther. Später entstanden große Keltereien und "Ebbelwoi-Dynastien" wie Cornel oder Rackles, die mittlerweile auch Historie sind. Die Apfelwein-Dampf-Kelterei von Johann Georg Rackles war sogar "Königlich Rumänischer, Hohenzollernscher sowie Fürstlich Lipppischer Hoflieferant" und hatte bereits vor über 100 Jahren Apfelwein-Sekt und sortenreine Apfelweine im Angebot. Großkeltereien wie Possmann beherrschen heute den Markt. Einige wenige Apfelweinlokale halten heute das Erbe hoch und haben im Gegensatz zur Sachsenhäuser Kneipenszene noch ihr liebenswerte Ursprünglichkeit fernab der Touristenströme bewahrt. Zur Sonne: Eine Oase der grünen Gemütlichkeit Das Gasthaus "Zur Sonne" besteht seit 1768 und bildet mit dem ehemaligen Rathaus ein hübsches barockes Fachwerkensemble. Schankraum, Kolleg und Nebengebäude sind mit regionalen Bildern und Kunsthandwerk liebevoll ausgestattet und im Winter wohlig von Kaminen beheizt. Der von großen Kastanienbäumen beschattete Sommergarten wird allabendlich mit bunten Lichtern illuminiert und zählt zu schönsten Frankfurter Apfelweingärten. Die Fahrradabstellplätze im Hof werden gut angenommen.

Inhalt

Antrag vom 15.04.2018, NR 561

Betreff: Lasst die "Sonne" nicht untergehen! Die historische und unter Denkmalschutz stehende Gaststätte "Zur Sonne" nebst großem Apfelwein- und Biergarten in der Berger Straße 312 im Frankfurter Stadtteil Bornheim steht zum Verkauf. Die Begehrlichkeiten von Spekulanten, die gerne die prächtigen Bäume im Garten fällen würden und damit eine exzessive Bebauung vorantreiben möchten würden damit ein bedeutendes Kulturgut unserer Stadt zerstören. Deshalb möge die Stadtverordnetenversammlung auf den Magistrat einwirken alles Mögliche zu tun, dass das Ensemble - denkmalgeschützte Gebäude und Garten mit Baumbestand - erhalten bleibt. Hierbei sind insbesondere das Denkmalamt, das Stadtplanungsamt, die Bauaufsicht und die Untere Naturschutzbehörde gefordert.

Begründung: Neben Sachsenhausen war Bornheim schon immer eine der Frankfurter Apfelweinhochburgen. Richard Dauenhauer beschrieb im letzten Jahrhundert, in einem mehrbändigen Werk die Vielzahl der "Apfelwein- und Heckenwirtschaften in Alt-Bornheim". Ursprünglich war Bornheim ein Weinanbaugebiet und der Wein eine Haupteinnahmequelle. Namen wie Wingertstraße, Rabenwingert (heute Louise-von-Rothschild-Schule) und Im Prüfling (von Pfröpfling) erinnern an diese Zeit. Doch Klimaverschiebung und Reblaus setzten dem ein Ende und die Ära des Apfelweins begann. Die erste urkundliche Erwähnung des Apfelweinkelterns in Bornheim geschah erstmalig 1715 durch den damaligen Ortspfarrer Walther. Später entstanden große Keltereien und "Ebbelwoi-Dynastien" wie Cornel oder Rackles, die mittlerweile auch Historie sind. Die Apfelwein-Dampf-Kelterei von Johann Georg Rackles war sogar "Königlich Rumänischer, Hohenzollernscher sowie Fürstlich Lipppischer Hoflieferant" und hatte bereits vor über 100 Jahren Apfelwein-Sekt und sortenreine Apfelweine im Angebot. Großkeltereien wie Possmann beherrschen heute den Markt. Einige wenige Apfelweinlokale halten heute das Erbe hoch und haben im Gegensatz zur Sachsenhäuser Kneipenszene noch ihr liebenswerte Ursprünglichkeit fernab der Touristenströme bewahrt. Zur Sonne: Eine Oase der grünen Gemütlichkeit Das Gasthaus "Zur Sonne" besteht seit 1768 und bildet mit dem ehemaligen Rathaus ein hübsches barockes Fachwerkensemble. Schankraum, Kolleg und Nebengebäude sind mit regionalen Bildern und Kunsthandwerk liebevoll ausgestattet und im Winter wohlig von Kaminen beheizt. Der von großen Kastanienbäumen beschattete Sommergarten wird allabendlich mit bunten Lichtern illuminiert und zählt zu schönsten Frankfurter Apfelweingärten. Die Fahrradabstellplätze im Hof werden gut angenommen.Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Beratung im Ortsbeirat: 4 Versandpaket: 18.04.2018

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 15. April 2018 brachte FRANKFURTER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 21.06.2018 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 4
Sitzung 22 · 08.05.2018
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 561 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
4 SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung 4 SPD und LINKE.

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 21 · 14.05.2018
TO I, TOP 9
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 561 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 22 · 11.06.2018
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau die Beratung der Vorlage NR 561 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 23 · 19.06.2018
TO I, TOP 18
Angenommen
Der Vorlage NR 561 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 25 · 21.06.2018
TO II, TOP 5
Angenommen
Der Vorlage NR 561 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL

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Ortsbeiratssitzung