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Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive geben

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNEFDP
188 Wochen bis zur Antwort5 Stationen im Verfahren5 SitzungenAngenommen
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Begründung

Perspektive geben Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, zusammen mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohnheim GmbH und ihrer Konzernmutter, der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, ein Konzept zu entwickeln und der Stadtverordnetenversammlung und dem Ortsbeirat vorzulegen, wie das Niederräder Mainfeld weiterentwickelt werden kann. Im Rahmen dieses Konzepts sind folgende Punkte zu berücksichtigen: 1.

a) Das Niederräder Mainfeld bedarf einer ausgewogenen Bewohnerstruktur.

b) Die Größen der Wohnungen müssen den heutigen Anforderungen entsprechen.

c) Nicht nur das Wohnumfeld, sondern auch die für das Mainfeld charakteristischen Zugänge zum Main sowie die Öffnung zum Stadtteil Niederrad sind im Rahmen der Frei- und Grünflächenplanung zu verbessern.

d) Am Ende der Sanierungs- bzw. Neubaumaßnahmen müssen sämtliche Gebäude einen hohen energetischen Standard haben, Passivhausstandard oder mindestens 30% unter der zum Zeitpunkt des Baubeginns aktuellen ENEV liegen. 2. Nach Beendigung der Maßnahme muss gesichert sein, dass a) alle derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner des Mainfelds, die dies wünschen, in das Mainfeld zurückziehen können, b) sich die Gesamtzahl der nach dem

  1. Förderweg geförderten (Sozial-)Wohnungen nicht verringert hat. In dem Konzept ist anzugeben, wo ggf. ein Teil der im Niederräder Mainfeld entfallenden Sozialwohnungen zum Ausgleich neu geschaffen werden.
  2. Der Magistrat und die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen gemeinsam prüfen, ob eine Sanierung im Bestand oder ein Rückbau der bestehenden Gebäude sinnvoller und geeigneter ist, die vorstehend genannten Ziele zu verwirklichen.
  3. Der Magistrat soll die Wohnheim GmbH auffordern, als vertrauensbildende Maßnahme folgende Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner zu realisieren:
    • a)Die Errichtung einer dritten Hausmeisterstelle als direkten Ansprechpartner für und zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern.
    • b)Die Verbesserung der Reparaturdienste der von den Hausmeistern extern beauftragten Firmen.
    • c)Alle Möglichkeiten zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit (besonders auch für Mütter mit Kindern) zu nutzen.
  4. Das Niederräder Mainufer darf nicht isoliert betrachtet werden. Daher müssen in einer ersten Planungsphase die angrenzenden Bereiche im nördlichen Niederrad in die Überlegungen einbezogen werden. Dazu gehört auch die Entwicklung des Stadtteilzentrums um den Bruchfeldplatz.
  5. Zur Umsetzung dieser wichtigen städtebaulichen Maßnahme ist die vom Planungsdezernat bereits erfolgreich initiierte Planungswerkstatt weiter zu führen, in der die Bewohnerinnen und Bewohner Gelegenheit haben, sich mit Ideen und Anregungen an der Umstrukturierung ihres Viertels zu beteiligen. Begründung: Der Vorschlag der Wohnheim GmbH und ihrer Konzernmutter ABG FH hat zwei positive Aspekte. Zum einen wäre der Rückbau der in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstellten Gebäude ein Beitrag zur wünschenswerten Reparatur des Stadtbildes. Zum anderen könnten häufige Probleme des sozialen Wohnungsbaus, die insbesondere in Hochhaussiedlungen wie im Mainfeld zu verzeichnen sind, - nach den entsprechenden Beteiligungsprozessen der Bewohnerinnen und Bewohner - einer nachhaltigen Lösung zugeführt werden. Die bereits seit Jahren in beträchtlicher Höhe für die Verbesserung der sozialen Infrastruktur bereitgestellten finanziellen Mittel reichen unter den gegebenen Bedingungen nicht aus. Vielmehr sind nachhaltige bauliche und energetische Maßnahmen angezeigt, die in Verbindung mit einer verbesserten sozialen Mischung der BewohnerInnen und teilweisem Um- bzw. Neubau erst finanziert und auf eine nachhaltige Grundlage gestellt werden können. Die Idee eines behutsamen und vor allem sozialverträglichen Umbaus der vorhandenen Wohngebäude in Verbindung mit einer infrastrukturellen und stadtplanerischen Neukonzeption könnte aus der spezifischen Problemsituation führen, in der sich viele vergleichbare Wohnanlagen in Frankfurt befinden. Dabei müssen selbstverständlich auch Aspekte des demographischen Wandels, der Wohnumfeldverbesserung, der Energieeffizienz der Gebäude und der Öffnung zum Stadtteil berücksichtigt werden. Ein solch exemplarisches Projekt im Niederräder Mainfeld könnte im Erfolgsfall Vorbild für vergleichbare Maßnahmen in anderen Frankfurter Stadtteilen sein. Daher gilt es, diesen Denkanstoß der Wohnheim GmbH jetzt aufzugreifen und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Mainfelds für eine maximale Beteiligung an der bereits begonnenen Planungswerkstatt zu werben.

Inhalt

Antrag vom 24.09.2009, NR 1563

Betreff: Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive geben Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, zusammen mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohnheim GmbH und ihrer Konzernmutter, der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, ein Konzept zu entwickeln und der Stadtverordnetenversammlung und dem Ortsbeirat vorzulegen, wie das Niederräder Mainfeld weiterentwickelt werden kann. Im Rahmen dieses Konzepts sind folgende Punkte zu berücksichtigen: 1.

a) Das Niederräder Mainfeld bedarf einer ausgewogenen Bewohnerstruktur.

b) Die Größen der Wohnungen müssen den heutigen Anforderungen entsprechen.

c) Nicht nur das Wohnumfeld, sondern auch die für das Mainfeld charakteristischen Zugänge zum Main sowie die Öffnung zum Stadtteil Niederrad sind im Rahmen der Frei- und Grünflächenplanung zu verbessern.

d) Am Ende der Sanierungs- bzw. Neubaumaßnahmen müssen sämtliche Gebäude einen hohen energetischen Standard haben, Passivhausstandard oder mindestens 30% unter

der zum Zeitpunkt des Baubeginns aktuellen ENEV liegen. 2. Nach Beendigung der Maßnahme muss gesichert sein, dass a) alle derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner des Mainfelds, die dies wünschen, in das Mainfeld zurückziehen können, b) sich die Gesamtzahl der nach dem

  1. Förderweg geförderten (Sozial-)Wohnungen nicht verringert hat. In dem Konzept ist anzugeben, wo ggf. ein Teil der im Niederräder Mainfeld entfallenden Sozialwohnungen zum Ausgleich neu geschaffen werden.
  2. Der Magistrat und die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen gemeinsam prüfen, ob eine Sanierung im Bestand oder ein Rückbau der bestehenden Gebäude sinnvoller und geeigneter ist, die vorstehend genannten Ziele zu verwirklichen.
  3. Der Magistrat soll die Wohnheim GmbH auffordern, als vertrauensbildende Maßnahme folgende Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner zu realisieren:
    • a)Die Errichtung einer dritten Hausmeisterstelle als direkten Ansprechpartner für und zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern.
    • b)Die Verbesserung der Reparaturdienste der von den Hausmeistern extern beauftragten Firmen.
    • c)Alle Möglichkeiten zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit (besonders auch für Mütter mit Kindern) zu nutzen.
  4. Das Niederräder Mainufer darf nicht isoliert betrachtet werden. Daher müssen in einer ersten Planungsphase die angrenzenden Bereiche im nördlichen Niederrad in die Überlegungen einbezogen werden. Dazu gehört auch die Entwicklung des Stadtteilzentrums um den Bruchfeldplatz.
  5. Zur Umsetzung dieser wichtigen städtebaulichen Maßnahme ist die vom Planungsdezernat bereits erfolgreich initiierte Planungswerkstatt weiter zu führen, in der die Bewohnerinnen und Bewohner Gelegenheit haben, sich mit Ideen und Anregungen an der Umstrukturierung ihres Viertels zu beteiligen. Begründung: Der Vorschlag der Wohnheim GmbH und ihrer Konzernmutter ABG FH hat zwei positive Aspekte. Zum einen wäre der Rückbau der in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstellten Gebäude ein Beitrag zur wünschenswerten Reparatur des Stadtbildes. Zum anderen könnten häufige Probleme des sozialen Wohnungsbaus, die insbesondere in Hochhaussiedlungen wie im Mainfeld zu verzeichnen sind, - nach den entsprechenden Beteiligungsprozessen der Bewohnerinnen und Bewohner - einer nachhaltigen Lösung zugeführt werden. Die bereits seit Jahren in beträchtlicher Höhe für die Verbesserung der sozialen Infrastruktur bereitgestellten finanziellen Mittel reichen unter den gegebenen Bedingungen nicht aus. Vielmehr sind nachhaltige bauliche und energetische Maßnahmen angezeigt, die in Verbindung mit einer verbesserten sozialen Mischung der BewohnerInnen und teilweisem Um- bzw. Neubau erst finanziert und auf eine nachhaltige Grundlage gestellt werden können. Die Idee eines behutsamen und vor allem sozialverträglichen Umbaus der vorhandenen Wohngebäude in Verbindung mit einer infrastrukturellen und stadtplanerischen Neukonzeption könnte aus der spezifischen Problemsituation führen, in der sich viele vergleichbare Wohnanlagen in Frankfurt befinden. Dabei müssen selbstverständlich auch Aspekte des demographischen Wandels, der Wohnumfeldverbesserung, der Energieeffizienz der Gebäude und der Öffnung zum Stadtteil berücksichtigt werden. Ein solch exemplarisches Projekt im Niederräder Mainfeld könnte im Erfolgsfall Vorbild für vergleichbare Maßnahmen in anderen Frankfurter Stadtteilen sein. Daher gilt es, diesen Denkanstoß der Wohnheim GmbH jetzt aufzugreifen und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Mainfelds für eine maximale Beteiligung an der bereits begonnenen Planungswerkstatt zu werben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. September 2009Sie sind hier
    NRNR 1563Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive geben
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE, FDP
  2. 12. Februar 2010BB 103Für den Erhalt der Siedlung Mainfeld Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive gebenMagistratsbericht
  3. 26. Juli 2010BB 474Für den Erhalt der Siedlung Mainfeld Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive gebenMagistratsbericht
  4. 4. Februar 2011BB 96Für den Erhalt der Siedlung Mainfeld - Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive gebenMagistratsbericht
  5. 3. Mai 2013Antwort des Magistrats · nach 188 WochenBB 218Für den Erhalt der Siedlung Mainfeld Dem Niederräder Mainfeld eine neue Perspektive gebenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 5
Sitzung 36 · 25.09.2009
TO I, TOP 29
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 1563 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDU1 SPDGrüneFAGFDP
Ablehnung:
3 SPD
Enthaltung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, 1 SPD, GRÜNE, FAG und FDP gegen 3 SPD (= Ablehnung); LINKE. (= Enthaltung)

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 34 · 28.09.2009
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1563 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler

KAV
Sitzung 40 · 26.10.2009
TO II, TOP 18
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 1563 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 35 · 02.11.2009
TO I, TOP 15
Angenommen
Der Vorlage NR 1563 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
REP
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
zu Rest)
Zustimmung:
CDUGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Ablehnung:
SPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffer 4.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler Rest der Vorlage: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler gegen SPD (= Prüfung und Berichterstattung im Rahmen der Vorlage NR 1515) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 38 · 12.11.2009
TO I, TOP 8
Angenommen
1. a) Die Ziffer 1. der Vorlage NR 1515 wird abgelehnt. b) Die Ziffer 2. der Vorlage NR 1515 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. c) Der Ziffer 3. der Vorlage NR 1515 wird im Rahmen der Vorlage NR 1563 zugestimmt. 2. Die Vorlage OA 993 wird im vereinfachten Verfahren erledigt. 3. a) Der Vorlage NR 1563 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Baier, Tafel-Stein, Sautner, Reininger, Heumann, auf der Heide und Hübner dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1 / a)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPREP
Ablehnung:
SPDLinkeFAGFreie Wähler
zu 1 / b)
Zustimmung:
CDUGrüneFAGFreie Wähler
Ablehnung:
SPDLinkeFDPREP
zu 1 / c)
Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPREPFAGFreie Wähler
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinkeFAGREPFreie Wähler
zu 3 / Ziffer 1. bis 3., 5. und 6)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFAGFreie WählerREP
Ablehnung:
SPDLinke
zu 3 / Ziffer 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGFreie WählerREP
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. a) CDU, GRÜNE, FDP und REP gegen SPD und LINKE. (= Annahme) sowie FAG und Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung) b) CDU, GRÜNE, FAG und Freie Wähler gegen SPD und LINKE. (= Annahme) sowie FDP und REP (= Ablehnung) c) CDU und GRÜNE gegen SPD und LINKE. (= Annahme), FDP und REP (= Ablehnung) sowie FAG und Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und REP (= Annahme) sowie Freie Wähler (= Prüfung und Berichterstattung) zu 3. zu a) Ziffern 1. bis 3., 5. und 6.: CDU, GRÜNE, FDP, FAG, Freie Wähler und REP gegen SPD (= Prüfung und Berichterstattung im Rahmen der Vorlage NR 1515) und LINKE. (= Ablehnung) Ziffer 4.: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, Freie Wähler und REP gegen LINKE. (= Ablehnung)

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