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Neue Räume für das FORUM für FILM/MEDIEN/KULTUR

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNE
18 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 SitzungenAngenommen
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Begründung

FILM/MEDIEN/KULTUR Der Magistrat möge prüfen und berichten:

  1. Welche Räumlichkeiten den im FORUM für FILM / MEDIEN / KULTUR zusammengeschlossen Vereinen und Verbänden, zu der neben vielen anderen auch das Filmhaus Frankfurt gehört und die gegenwärtig in der Ostbahnhofstraße 15 untergebracht sind, zur Anmietung angeboten werden können, beispielsweise im Studierendenhaus auf dem Kulturcampus. Der Flächenbedarf des Forums beträgt rund 900 qm.
  2. Welche Überlegungen es im Hinblick auf eine möglicherweise nötige Übergangslösung gibt, da der derzeitige Mietvertrag im Herbst des Jahres 2016 endet.
  3. Welche Möglichkeit besteht, bei der Suche nach einer geeigneten Liegenschaft - beispielsweise auf dem Kulturcampus - , gegebenenfalls auch in Kooperation mit Dritten, ein Premierenkino für die zahlreichen nichtkommerziellen Filmveranstaltungen, mit zu realisieren.
  4. Ob in der neuen Liegenschaft auch die Kinothek Asta Nielsen ihren Platz finden kann. Begründung: Zu 1) Das Filmhaus Frankfurt e.V. ist seit Jahren in der Ostbahnhofstraße 15 ansässig. Daneben beheimatet diese Liegenschaft noch weitere wichtige Institutionen des Medienbereichs und Kooperationspartner, die sich im Forum FILM/MEDIEN/KULTUR zusammengeschlossen haben wie - das Medienzentrum Frankfurt - den Bundesverband Jugend und Film - den Bundesverband Kommunale Filmarbeit - das Film- und Kinobüro Hessen e.V. - die Medienwerkstatt Frankfurt (MWEI) e.V. - FLUX Theater in Hessen unterwegs - Büros der verschiedenen Filmfestivals (z. B. Türkisches Filmfestival). Im Herbst 2016 läuft der Mietvertrag für diese Liegenschaft aus. Nach Auskunft des Medienzentrums Frankfurt e.V. beläuft sich derzeit die Kaltmiete für die ca. 887 qm großen Räume auf 95.000 Euro. Für das Studierendenhaus haben verschiedene Initiativen aus dem Bereich Kultur ihr Interesse angemeldet. Das Studierendenhaus verfügt neben einem Studentenwohnheim, einer Kita und einem Café über etwas 950 qm Bürofläche, ca. 780 qm Flächen für Clubräume/Sitzungssaal und einen ca. 640 qm großen Festsaal, an den ein Filmvorführungsraum und ein Filmstudio angeschlossen sind. Es sollte also möglich sein, neben Film auch den anderen Initiativen im Studierendenhaus Platz zu bieten. Büroräume sind genügend vorhanden. Doch wäre im Gespräch der ABG Frankfurt Holding (Saalbau) mit den Interessenten für die Nutzung von Café, Sitzungssaal und Festsaal zu klären, ob dort jeweils flexible alternierende Belegungstermine möglich sind und dann mit den Betreibern des "Offenen Haus der Kulturen" eine gemeinsame Nutzung abgesprochen werden könnte. Zu 2) Sollte es kurzfristig nicht möglich sein, eine geeignete Liegenschaft zu finden, in der die Kooperationspartner des Filmhauses unterzubringen sind, braucht es eine Übergangslösung. Zu 3) Gegenwärtig nutzen eine Vielzahl der Frankfurter Filmfestivals und auch das Filmmuseum immer wieder Räume des CineStar Metropolis für ihre Veranstaltungen. Die sogenannte Kulturbindung, also die Abgabe der Kinosäle zu deutlich vergünstigten Bedingungen, fällt spätestens im Jahr
  5. Dann sind die damals im Rahmen des Erbbauvertrages vereinbarten 4,6 Millionen Euro für zwanzig Jahre aufgezehrt. Die "normalen" Saalmieten sind für die unzähligen Filminitiativen, Museen und Jugendkultureinrichtungen nicht finanzierbar. Insofern wäre zu prüfen, ob gegebenenfalls mit einem privaten Kinobetreiber in einer neuen Liegenschaft ein Premierenkino, in dem die filmkulturellen Nutzungen wiederum über ein Kontingent verfügen, realisierbar wäre. Zu 4) Die Kinothek Asta Nielsen gehört zu den kleinen aber renommierten Adressen Frankfurts und ist ein Teil der Frankfurter Kulturlandschaft. Die Arbeit der Kinothek genießt europaweit Anerkennung. Die Sammlung des Vereins beinhaltet wertvolle und einmalige Tondokumente und Skripts, die teilweise testamentarisch an die Kinothek gebunden sind. Mit der Fortführung der institutionellen Förderung wurde sichergestellt, dass die Sammlung Frankfurt erhalten bleibt. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Die Kinothek ist ebenfalls auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten und die Synergieeffekte hinsichtlich einer gemeinsamen Nutzung mit dem Filmhaus und den anderen Initiativen sind vielfältig und gewünscht. In dieser Kooperationsform ist die Fortführung der überaus wichtigen Arbeit der Kinothek Asta Nielsen gesichert. Deshalb soll die Kinothek ihren Platz künftig im (neuen) Filmhaus finden.

Inhalt

Antrag vom 14.10.2015, NR 1299

Betreff: Neue Räume für das FORUM für FILM/MEDIEN/KULTUR Der Magistrat möge prüfen und berichten:

  1. Welche Räumlichkeiten den im FORUM für FILM / MEDIEN / KULTUR zusammengeschlossen Vereinen und Verbänden, zu der neben vielen anderen auch das Filmhaus Frankfurt gehört und die gegenwärtig in der Ostbahnhofstraße 15 untergebracht sind, zur Anmietung angeboten werden können, beispielsweise im Studierendenhaus auf dem Kulturcampus. Der Flächenbedarf des Forums beträgt rund 900 qm.
  2. Welche Überlegungen es im Hinblick auf eine möglicherweise nötige Übergangslösung gibt, da der derzeitige Mietvertrag im Herbst des Jahres 2016 endet.
  3. Welche Möglichkeit besteht, bei der Suche nach einer geeigneten Liegenschaft - beispielsweise auf dem Kulturcampus - , gegebenenfalls auch in Kooperation mit Dritten, ein Premierenkino für die zahlreichen nichtkommerziellen Filmveranstaltungen, mit zu realisieren.
  4. Ob in der neuen Liegenschaft auch die Kinothek Asta Nielsen ihren Platz finden kann. Begründung: Zu 1) Das Filmhaus Frankfurt e.V. ist seit Jahren in der Ostbahnhofstraße 15 ansässig. Daneben beheimatet diese Liegenschaft noch weitere wichtige Institutionen des Medienbereichs und Kooperationspartner, die sich im Forum FILM/MEDIEN/KULTUR zusammengeschlossen haben wie - das Medienzentrum Frankfurt - den Bundesverband Jugend und Film - den Bundesverband Kommunale Filmarbeit - das Film- und Kinobüro Hessen e.V. - die Medienwerkstatt Frankfurt (MWEI) e.V. - FLUX Theater in Hessen unterwegs - Büros der verschiedenen Filmfestivals (z. B. Türkisches Filmfestival). Im Herbst 2016 läuft der Mietvertrag für diese Liegenschaft aus. Nach Auskunft des Medienzentrums Frankfurt e.V. beläuft sich derzeit die Kaltmiete für die ca. 887 qm großen Räume auf 95.000 Euro. Für das Studierendenhaus haben verschiedene Initiativen aus dem Bereich Kultur ihr Interesse angemeldet. Das Studierendenhaus verfügt neben einem Studentenwohnheim, einer Kita und einem Café über etwas 950 qm Bürofläche, ca. 780 qm Flächen für Clubräume/Sitzungssaal und einen ca. 640 qm großen Festsaal, an den ein Filmvorführungsraum und ein Filmstudio angeschlossen sind. Es sollte also möglich sein, neben Film auch den anderen Initiativen im Studierendenhaus Platz zu bieten. Büroräume sind genügend vorhanden. Doch wäre im Gespräch der ABG Frankfurt Holding (Saalbau) mit den Interessenten für die Nutzung von Café, Sitzungssaal und Festsaal zu klären, ob dort jeweils flexible alternierende Belegungstermine möglich sind und dann mit den Betreibern des "Offenen Haus der Kulturen" eine gemeinsame Nutzung abgesprochen werden könnte. Zu 2) Sollte es kurzfristig nicht möglich sein, eine geeignete Liegenschaft zu finden, in der die Kooperationspartner des Filmhauses unterzubringen sind, braucht es eine Übergangslösung. Zu 3) Gegenwärtig nutzen eine Vielzahl der Frankfurter Filmfestivals und auch das Filmmuseum immer wieder Räume des CineStar Metropolis für ihre Veranstaltungen. Die sogenannte Kulturbindung, also die Abgabe der Kinosäle zu deutlich vergünstigten Bedingungen, fällt spätestens im Jahr
  5. Dann sind die damals im Rahmen des Erbbauvertrages vereinbarten 4,6 Millionen Euro für zwanzig Jahre aufgezehrt. Die "normalen" Saalmieten sind für die unzähligen Filminitiativen, Museen und Jugendkultureinrichtungen nicht finanzierbar. Insofern wäre zu prüfen, ob gegebenenfalls mit einem privaten Kinobetreiber in einer neuen Liegenschaft ein Premierenkino, in dem die filmkulturellen Nutzungen wiederum über ein Kontingent verfügen, realisierbar wäre. Zu 4) Die Kinothek Asta Nielsen gehört zu den kleinen aber renommierten Adressen Frankfurts und ist ein Teil der Frankfurter Kulturlandschaft. Die Arbeit der Kinothek genießt europaweit Anerkennung. Die Sammlung des Vereins beinhaltet wertvolle und einmalige Tondokumente und Skripts, die teilweise testamentarisch an die Kinothek gebunden sind. Mit der Fortführung der institutionellen Förderung wurde sichergestellt, dass die Sammlung Frankfurt erhalten bleibt. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Die Kinothek ist ebenfalls auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten und die Synergieeffekte hinsichtlich einer gemeinsamen Nutzung mit dem Filmhaus und den anderen Initiativen sind vielfältig und gewünscht. In dieser Kooperationsform ist die Fortführung der überaus wichtigen Arbeit der Kinothek Asta Nielsen gesichert. Deshalb soll die Kinothek ihren Platz künftig im (neuen) Filmhaus finden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 14. Oktober 2015Sie sind hier
    NRNR 1299Neue Räume für das FORUM für FILM/MEDIEN/KULTUR
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  2. 19. Februar 2016Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 59Neue Räume für das FORUM für FILM/MEDIEN/KULTURMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 44 · 05.11.2015
TO I, TOP 8
Angenommen
Der Vorlage NR 1299 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPBFFRömerÖkoLinX-ARLREP
Ablehnung:
Linke
Enthaltung:
Stv. Krebs
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD und FDP gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 1250 und mit der Maßgabe, dass die Nutzung des Studierendenhauses nur im Konsens mit dem Offenen Haus der Kulturen geplant wird) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, RÖMER, ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme) Stv. Krebs (= Enthaltung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 46 · 19.11.2015
TO I, TOP 7
Angenommen
1. Der Vorlage NR 1299 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Popp, Sylvia Weber, Dr. Dürbeck und Maier dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPBFFRömerÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, BFF, RÖMER und ÖkoLinX-ARL gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 1250 und mit der Maßgabe, dass die Nutzung des Studierendenhauses nur im Konsens mit dem Offenen Haus der Kulturen geplant wird)

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