Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wird
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Mauer im Juridicum zu entfernen und eine Zwischennutzung des Gebäudes zu ermöglichen. Ziel ist es, zeitnah eine Lösung zu finden, um das Gebäude kulturell zu nutzen und den Kulturcampus weiterzuentwickeln. Dies soll durch Kooperationen zwischen der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen und der Goethe-Universität sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen unterstützt werden.
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Thema Stadtplanung verfolgenBericht
Zwischenbescheid des Magistrats vom 30.04.2025
Gespräche zwischen der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen und der Goethe Universität zu Zwischennutzungen auf dem ehemaligen Campus Bockenheim haben stattgefunden und zeigen erste Erfolge.
Konkret zeigt sich dies in den Gesprächen zu einer Zwischennutzung der ehemaligen Kunstbibliothek auf dem Uni Campus Bockenheim. Hier zeichnet sich eine zeitnahe Lösung ab. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main haben unter Vermittlung der Goethe-Universität am 20. November einen Dialog begonnen. Beteiligt an den Gesprächen waren zudem zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Vertreter:innen des EU-geförderten Projekts "Vision 31". Gemeinsames Ziel ist es, das Gebäude zeitnah für eine zeitlich begrenzte Zwischennutzung zu öffnen.
In diesem konstruktiven Gespräch erklärte sich das Land Hessen als Eigentümerin bereit, das Gebäude der städtischen KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) zur Zwischennutzung zu überlassen. Als erster Schritt wurde dafür eine gemeinsame Begehung durch Vertreter:innen der KEG, der Universität und der Stadt Frankfurt organisiert. Darin wurden die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer kurzfristig realisierbaren Zwischennutzung ausgelotet. Aktuell wird von der KEG ein konkreter Zeitplan zum weiteren Vorgehen ausgearbeitet, dieser soll möglichst noch vor Jahresende den Beteiligten vor Ort vorgestellt werden.
Die Gesprächspartner streben an, dass das Land Hessen als Eigentümerin die Kunstbibliothek der KEG zur Zwischennutzung überlässt, bis das Gebäude an die ABG Frankfurt Holding übergeben wird. Die KEG würde das Gebäude im nächsten Schritt als Betreiberin den im EU-geförderten Projekt "Vision 31" organisierten Initiativen bereitstellen.
Mit dem durch die Europäische Union geförderten Projekt "Vision 31" gibt es ein mehrfach prämiertes Nutzungskonzept, u.a. mit dem Zukunftspreis des Großen Frankfurter Bogens, das Initiativen aus Bockenheim mit den künftigen Nutzungsinstitutionen des Kulturcampus vereint. Das Projekt wird vom Verein Offenes Haus der Kulturen, der zivilgesellschaftlichen Initiative Making Frankfurt, der Frankfurt University of Applied Sciences und dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt gemeinsam getragen. Es ist das erstes Projekt in Hessen, das von der Europäischen Union im Rahmen der Initiative New European Bauhaus gefördert wird. Im Rahmen von "Vision 31" finden Kulturveranstaltungen auf dem Campusgelände, künstlerische Installationen im öffentlichen Raum sowie verschiedene Diskussions- und Beteiligungsformate statt. Das Projekt setzt sich dafür ein, die Entwicklung des ehemaligen Campus Bockenheim der Goethe-Universität zu einem Kulturcampus, der als lebendiges, urbanes Quartier Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wohnen und Gewerbe miteinander vereint, durch kulturelle Zwischennutzungen und innovative Beteiligungsformate zu unterstützen. Das Projekt legt explizit einen Fokus auf temporäre Zwischennutzungen, die die langfristige Entwicklung des Kulturcampus unterstützen, ohne diese in Frage zu stellen.
Das angestrebte Interim in der Kunstbibliothek ergänzt sich mit der Bespielung der Dondorf-Druckerei durch die Kunsthalle Schirn. Die Kunsthalle Schirn saniert aktuell die Dondorf-Druckerei, der Ein- und Umzug ist für Sommer 2025 geplant.
Die Prüfung ob und wie sich das Juridicum zum bestandserhaltenden Umbau eignet dauert noch an. Der Magistrat wird dazu berichten, sobald Ergebnisse vorliegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. September 2023OFOF 722/2Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wirdOrtsbeiratsantrag · LINKE.
- 13. November 2023OAOA 410Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wirdAnregung
- 3. Juni 2024BB 217Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wirdMagistratsbericht
- 6. Dezember 2024Sie sind hierBB 447Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wirdMagistratsbericht
- 22. September 2025Antwort des Magistrats · nach 107 WochenBB 356Die Mauer muss weg! Der Magistrat soll durch Verhandlungen dafür Sorge tragen, dass die Mauer im Juridicum entfernt wird und das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt wirdMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, CDU und ÖkoLinX-ARL gegen 2 SPD, FDP und Linke (= Kenntnis); BFF (= Enthaltung) bei Abwesenheit 1 SPD
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU, Linke, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, AfD und BFF-BIG (= Kenntnis) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF