Für eine Mobilitätswende im Frankfurter Osten
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Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Mobilitätswende im Frankfurter Osten voranzutreiben, insbesondere durch die Verbesserung des ÖPNV und die Berücksichtigung von Fuß- und Radverkehr. Ziel ist es, die Chancen des Riederwaldtunnels zu nutzen und unerwünschte Auswirkungen zu minimieren.
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Wilhelmsbader Weg — 2 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 29.08.2026.
- Radweg entlang der Kilianstädter Straße / Wilhelmsbader Weg29.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Produktbereich: 16 Nahverkehr und ÖPNV Produktgruppe: 16.03 Verkehrsanlagen Realisierung eines Radwege-Abschnitts zwischen Omega-Brücke im äußersten Frankfurter Osten/Fechenheim und der Wohnbebauung am Wilhelmsbader Weg an der Grenze FrankfurtFechenheim/24.11.2025 · EA (Etatanregung Ortsbeirat)
- Solide Finanzplanung für die Volkshochschule sicherstellen26.05.2025 · B (Bericht des Magistrats)
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Zu
- Im Rahmen eines rechtskräftigen Planfeststellungsverfahrens wurden mit Beschluss vom 01.12.2019 die öffentlich-rechtlichen Grundlagen für den Neubau der Bundesautobahn A 66, Teilabschnitt Tunnel Riederwald einschließlich AD Erlenbruch geschaffen. Der Magistrat ist an dieses materielle Recht gebunden und muss bei der Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses mitwirken. Die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vom Vorhabenträger vorgelegte Verkehrsuntersuchung zeigt, dass die Realisierung des Riederwaldtunnels sowohl mit Chancen als auch mit Risiken für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung im Frankfurter Osten verbunden ist. Unabhängig von einer parteipolitisch geprägten Bewertung - ob die Chancen oder die Risiken überwiegen - weist der Magistrat darauf hin, dass die der Verkehrsuntersuchung zugrundeliegende Verkehrsprognose - unabhängig von der Maßnahme Riederwaldtunnel - von einem "weiter so" in der Verkehrspolitik aller Handlungsebenen ausgeht. Umso mehr fühlt sich der Magistrat bestärkt, den Weg einer Mobilitätswende für Frankfurt am Main in seinem Zuständigkeitsbereich weiter zu beschreiten. Vor diesem Hintergrund betrachtet der Magistrat die vom Bündnis Verkehrswende und weiteren Akteuren vorgelegte Maßnahmenbündel weniger im Sinne einer Alternative zur Autobahnplanung, sondern dahingehend, ob die Maßnahmen geeignet erscheinen, die erwünschten Wirkungen des Riederwaldtunnels zu verstärken beziehungsweise die unerwünschten Wirkungen zu mildern oder zu vermeiden. Zu den Maßnahmenbereichen: Zu A und B Eine Verbesserung des ÖPNV erscheint auf jeden Fall sinnvoll. Welche Maßnahmen realisierungswürdig sind, werden die laufenden Untersuchungen zum GVP - Teil Schiene beziehungsweise die Untersuchungen auf Ebene der lokalen und regionalen Nahverkehrsplanung zeigen. Zu C Die Maßnahmen stehen überwiegend im Widerspruch zum geltenden Planungsrecht und werden daher vom Magistrat nicht kommentiert. Die Maßnahme C2 wäre ergänzend zum Planungsrecht denkbar, wird vom Magistrat jedoch abgelehnt. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Anschlussstelle der A 66 zu unverträglichen Mehrbelastungen des Wilhelmsbader Weges führen würde. Eine planfreie Querung der Bahnlinie stünde im Konflikt zu einer ebenfalls planfrei angedachten Querung der Radschnellverbindung Frankfurt - Maintal - Hanau. Zu D1 Eine Sperrung der Straße Am Erlenbruch für den Schwerverkehr steht im Widerspruch zu der auch zukünftig erforderlichen Funktion als verkehrswichtige Straße mit Bündelungsfunktion für die Stadtteilverbindung. Eine alleinige Führung des Schwerverkehrs durch die Wächtersbacher Straße erscheint nicht zielführend, zumal es im Verlauf der Wächtersbacher Straße bereits Beschränkungen für den Schwerverkehr zum Schutz von Wohnbereichen gibt. Hier sollten nicht die einen schützenswerten Wohnbereiche gegen andere schützenswerte Wohnbereiche ausgespielt werden. Zu D2 Die Verlängerung der Ernst-Heinkel-Straße unter der Bahn hindurch bis zur Orber Straße ist Bestandteil der Planfeststellung zur Nordmanischen S-Bahn. Eine darüber hinaus gehende Verlängerung zur Wächtersbacher Straße wird aktuell nicht mehr verfolgt, um die Kleingartenanlage erhalten zu können und eine Mehrbelastung der Wohnbereiche zu vermeiden. Zu D3 Ein Umbau der Straße Am Erlenbruch ist Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses. Zu D4 Mit der guten Anbindung an den ÖPNV in Richtung Ostend, Bornheim und Enkheim sowie der guten Einbindung in das Radroutennetz hat der Stadtteil Riederwald Potenzial für eine autoarme Befriedigung der lokalen Mobilitätsbedürfnisse. Zu D5 Zur Entlastung der Wilhelmshöher Straße sollten auf jeden Fall flankierende Maßnahmen ergriffen werden. Der aktuell laufende Umbau ist ein Schritt in die richtige Richtung. Eine auf die zukünftige Kapazität ausgerichtete signaltechnische Zuflussdosierung erscheint sinnvoll. Die heutige Bedeutung für die Buslinie nach Bergen muss berücksichtigt werden, solange nicht über eine Schienenanbindung eine leistungsfähige Alternative besteht. Zu E1 Zu der aus der Machbarkeitsstudie abgeleiteten Vorzugstrasse einer Radschnellverbindung am Rande des Riederwalds und durch den Ostpark konnte aufgrund naturschutzrechtlicher Bedenken kein Konsens herbeigeführt werden. Die Maßnahme soll mit einer Ergänzung der Machbarkeitsstudie um weitere Trassenvarianten vertiefend untersucht werden. Zu E2 - E5 Der Ausbau von sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten an wichtigen ÖV-Stationen und der anforderungsgerechte Ausbau des Radroutennetzes werden kontinuierlich weiterverfolgt. Zu
- Die Diskussionen im Rahmen des Prozesses zum Masterplan Mobilität bestärken den Magistrat in seiner Absicht, die Förderung des Fußverkehrs stadtweit zu intensivieren. Der Magistrat weist zudem darauf hin, dass die Belange des Fußverkehrs bereits jetzt bei sämtlichen in Planung oder im Bau befindlichen Maßnahmen entsprechend beachtet wird. Zu
- Alle Maßnahmenbereiche auf Ebene des Landes und des Bundes befinden sich bereits im Diskussionsprozess.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Juli 2022NRNR 451Für eine Mobilitätswende im Frankfurter OstenSTVV-Antrag · LINKE.
- 25. November 2022Sie sind hierBB 441Für eine Mobilitätswende im Frankfurter OstenMagistratsbericht
- 23. Januar 2023OFOF 266/4Radschnellweg Hanau - Streckenführung Riederwald und OstparkOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 14. Februar 2023VV 605Radschnellweg Hanau - Streckenführung Riederwald und OstparkAnfrage
- 5. Juni 2023Antwort des Magistrats · nach 46 WochenSTST 1271Radschnellweg Hanau - Streckenführung Riederwald und OstparkStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen CDU (= Kenntnis); BFF (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: WBE, GRÜNE, SPD, FDP, LINKE und BFF gegen CDU (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, LINKE., FDP, dFfm und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung); Volt (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Volt gegen LINKE. und ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung); LINKE. (= Votum im Ausschuss für Mobilität und Smart-City) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)