Ausstieg aus der Sexarbeit/Prostitution mit Übergangswohnungen und anderen Hilfen unterstützen
Zusammenfassung
Der Bericht schlägt vor, ein Wohn- und Betreuungsprojekt zur Unterstützung von Frauen, Männern und Transgender-Personen beim Ausstieg aus der Sexarbeit zu finanzieren. Ziel ist es, unbürokratische und niedrigschwellige Hilfen anzubieten, um den Betroffenen einen Ausstieg aus der Prostitution zu ermöglichen.
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Thema Wohnen verfolgenBericht
Zwischenbescheid des Magistrats vom 23.01.2025
Zwischenbericht: Für ein Wohn- und Betreuungsprojekt, das weibliche Sexarbeiterinnen/ Prostituierte beim Ausstieg aus der Branche unterstützt, wurden für das Haushaltsjahr 2024 und 2025 jeweils 55.000 € (siehe E 72) durch das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main eingestellt.
Der Verein Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. wird dieses Projekt umsetzen und wurde über die Zuwendung informiert. Sobald der Haushalt 2024/25 rechtkräftig ist, wird dem Träger die Summe von 55.000 € für 2024 gezahlt, sodass der Verein mit der Umsetzung des Projektes beginnen kann.
Aus Sicht der beteiligten Ämter, Jugend- und Sozialamt sowie Gesundheitsamt, ist das Vorhalten von unbürokratischen und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten für Ausstiegswillige aus der Prostitution zu unterstützen. Die Hauptzielgruppe sind Frauen, Männer und Transgender-Personen, die aus der Zwangsprostitution stammen oder Opfer von Menschenhandel sind. Auch Prostituierte, die unter indirektem Zwang stehen und keinen anderen Ausweg sehen, sollten berücksichtigt werden.
Ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf unbürokratische und niedrigschwellige Unterstützung sind die Sprachkenntnisse, denn die Mehrheit der Prostituierten stammt aus dem Ausland und ist der deutschen Sprache nur bedingt mächtig.
Ein weiterer relevanter Aspekt ist die Art und Weise, wie Prostituierte über dieses Angebot informiert werden. Dies sollte wertschätzend und individuell erfolgen. Im Rahmen der verpflichtenden Beratung nach dem ProstSchG finden vertrauliche Gespräche statt, in denen Klientinnen und Klienten die Möglichkeit haben, selbst Fragen zu stellen oder über ihre Lebenssituation zu berichten. Diese Option trägt dazu bei, das Vertrauen in die Behörde und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken.
Einen abschließenden Bericht wird der Magistrat vorlegen, sobald alle detaillierten Informationen vorliegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Juni 2024NRNR 951Ausstieg aus der Sexarbeit/Prostitution mit Übergangswohnungen und anderen Hilfen unterstützenSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 11. Oktober 2024Sie sind hierBB 385Ausstieg aus der Sexarbeit/Prostitution mit Übergangswohnungen und anderen Hilfen unterstützenMagistratsbericht
- 10. Juni 2025Antwort des Magistrats · nach 53 WochenBB 213Ausstieg aus der Sexarbeit/Prostitution mit Übergangswohnungen und anderen Hilfen unterstützenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF; CDU (= Votum im Ausschuss für Soziales und Gesundheit) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Frist zwei Monate)