Rassistische Vorfälle
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Bericht des Magistrats vom 08.09.2014, B 347
Betreff: Rassistische Vorfälle Vorgang: A 606/14 RÖMER Zu Fragen 1-3: Die Äußerung der Integrationsdezernentin Frau Dr. Eskandari-Grünberg in dem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 17.05.2014 zum internationalen Tag gegen Homo-und Transphobie war nicht auf die Situation in Frankfurt bezogen. Dem Magistrat sind in den letzten Jahren keine rassistischen oder homophoben Vorfälle/ Beschwerden bekannt geworden. Die erfolgreichen Maßnahmen des Magistrates zur Verhinderung solcher Vorfälle sind auch dem Arbeitskreis "Jour Fixe Lesben und Schwule" bei der Geschäftsstelle des Präventionsrates zu verdanken. Dieser im Jahre 2000 gegründete Arbeitskreis hat dazu geführt, dass die Anzeigenbereitschaft von Opfern homophober Gewalt zugenommen hat. In der Zeit zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 wurde in der S-Bahn (RMV) eine gleichnamige, mehrsprachige (8 Sprachen) Plakataktion durchgeführt. Insgesamt wurden 100 Plakate in der S-Bahn aufgehängt, um sicherzustellen, dass die Plakataktion auch über die Grenzen der Stadt Frankfurt am Main hinaus wahrgenommen wird. Aufgrund aktueller Hinweise hat der Arbeitskreis zusammen mit der Polizei eine Sicherheitsbegehung der Friedberger Anlage durchgeführt und dabei die vorhandenen Notrufmöglichkeiten auf Funktionalität überprüft. Die Kriminalitätslage wird regelmäßig analysiert, um bei Fällen von Hasskriminalität rechtzeitig präventiv eingreifen zu können. Im Jahr 2013 wurde im KUSS41 (LesBiSchwules Jugendzentrum) ein Gewalt-Sehen-Helfen Seminar durchgeführt. Die Teilnehmer haben zu den Themenfeldern "Wie schütze ich mich vor Gewalt" und "Wie helfe ich anderen ohne mich zu gefährden" wichtige Kompetenzen erworben. Da das Seminar sehr stark nachgefragt war, ist eine Fortsetzung im laufenden Jahr vorgesehen. Ferner hat der Arbeitskreis in diesem Jahr mit dem neu gegründeten Fan Club "Regenbogenadler Frankfurter Eintracht" Kontakt aufgenommen und ein erstes Abstimmungsgespräch geführt. Der Arbeitskreis hat 2012 das vorliegende Diversitätskonzept der Stadt Frankfurt am Main gemeinsam erörtert und ist sich mit dem Integrationsdezernat darüber einig, dass die Tabuisierung von Schwulen und Lesben mit Migrationshintergrund in einem positiven Sinne aufgebrochen werden sollte. Zwischenzeitlich hat das Amt für multikulturelle Angelegenheiten einen ständigen Vertreter in den Arbeitskreis entsandt. Auch aufgrund der über 10jährigen intensiven Arbeit des Arbeitskreises wird Sorge getragen, dass Frankfurt am Main eine lesben- und schwulenfreundliche Stadt bleibt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. Mai 2014AA 606Rassistische VorfälleSTVV-Anfrage · RÖMER
- 8. September 2014Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 WochenBB 347Rassistische VorfälleMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und ELF Piraten (= Kenntnis)