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Bilal Moschee

Vorlagentyp: B
46 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat berichtet über das Projekt "Ummi im Zentrum", das Müttern in der Bilal-Moschee Unterstützung in der Erziehung bietet. Ziel ist die Stärkung der Erziehungskompetenzen der Mütter durch monatliche Treffen und externe Fachleute. Die Förderung erfolgt durch das Sozialrathaus Gallus und soll die Familien stärken.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Bericht

Das Projekt "Ummi im Zentrum", das durch das Internationale Familienzentrum (IFZ) durchgeführt wird, wendet sich an die Mütter in der Moschee und hat die Stärkung ihrer Erziehungskompetenzen zum Ziel. Das IFZ ist im Rahmen der SoFa-Projekte seit gut 10 Jahren mit dem Projekt "Ummi im Zentrum" in der Bilal-Moschee aktiv. Finanziert wird das Projekt durch das Sozialrathaus Gallus über den §16 SGB VIII, Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie. SoFa-Projekte finden immer in Kooperation zwischen einem Sozialrathaus und einer Familienbildungsstätte statt. Beim Projekt geht es ausschließlich um die Mütter in der Moschee, um die Stärkung ihrer Erziehungskompetenzen. Es finden einmal monatlich Treffen der Mütter statt. Dabei werden Themen wie beispielsweise "Start ins neue Schuljahr", "Lob und Belohnung in der Erziehung" oder "Pubertät" behandelt. Ziel ist es, den Müttern Methoden der Erziehung vorzustellen und so die Familien zu stärken. Der Vorstand der Moschee unterstützt das Projekt, nimmt aber auf die Themen keinen Einfluss. Das IFZ arbeitet unabhängig, nur in Absprache mit dem Jugend- und Sozialamt, einzig zur Erreichung des Zieles der Förderung der Erziehungskompetenz. Zu den monatlichen Terminen werden externe Fachleute eingeladen - in diesem Jahr beispielsweise Frau Dr. med. Julia Fries von der ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung mit dem Thema Pubertät oder die Frauenrechtlerin Frau Sunny Graf, die mit dem Tony-Sender-Preis im Kaisersaal ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus war Frau Dr. Brigitta Sassin von der Stadtkirche Frankfurt (Bistum Limburg) zu Gast, die auch eine Führung im Frankfurter Dom für die Gemeinde anbietet. Der Magistrat fördert das Internationale Familienzentrum weiterhin, damit in Moscheegemeinden die Erziehungskompetenz der Besucherinnen gefördert wird. Dem IFZ entstehen durch die Veranstaltungen Kosten von rd. 2.700 Euro, die das IFZ als Fördersumme erhält. Die finanziellen Aufwendungen für das gesamte Projekt in der Bilal-Moschee sowie in zwei weiteren Moscheen beliefen sich 2019 auf 8353,00 EUR. Wie bereits ausgeführt, handelt es sich um keine Förderung der Moscheegemeinde sondern um ein Angebot für Besucherinnen der Moscheegemeinde, durchgeführt durch einen anerkannten Träger der Jugendhilfe. Ein Monitoring darüber, wer in den ca. 300 Frankfurter Religionsgemeinden predigt und was die Inhalte dieser Gottesdienste oder Predigten sind, gibt es nicht. Nach Ansicht des Magistrats kann dies auch nicht die Aufgabe der Stadt Frankfurt sein. Sollten Handlungen oder Äußerungen vollzogen werden, die nicht mit freiheitlich-rechtlichen Grundordnung zu vereinbaren sind und/oder im strafrelevanten Bereich liegen, dann werden die Sicherheitsbehörden - gemäß ihrem Auftrag - in der Angelegenheit tätig. Die Freitagspredigten in der Bilal-Moschee kann man u.a. über ihren Facebook-Auftritt nachverfolgen. Wie in jeder Organisation kann es auch in Religionsgemeinden dazu kommen, dass Gruppen innerhalb einer Organisation zu grundsätzlichen Fragen verschiedene Ansichten haben und dazu miteinander konkurrieren. Organisationen wie auch Religionsgemeinden sind also komplexe Gebilde, die auch durch konkurrierende Überzeugen und Ausrichtungen gekennzeichnet sein können. Gleiches gilt in einer übergeordneten Perspektive auch für die Religionsgemeinschaften an sich. Es gibt also weder "das eine Christentum", noch "das eine Judentum" genauso wenig wie es "den einen Islam" als empirische Erscheinung gibt. In jeder Religionsgemeinschaft finden sich viele Schattierungen unterschiedlicher religiöser Prägungen und Überzeugungen. Für die Herausforderung, die diverse und vielfältige Frankfurter Stadtgesellschaft und damit Zukunft hier vor Ort zu gestalten - sind Bildung, Erziehung oder Gesundheit zentrale zu bearbeitende Felder. Dem Magistrat ist es in diesem Zusammenhang wichtig, dass so viele Frankfurterinnen und Frankfurter wie möglich erreicht werden. Er begrüßt es daher außerordentlich, dass die Bildungsträger entsprechende Orte aufsuchen, an denen sie ihre Zielgruppen - in diesem Fall der Sozialraum Griesheim - erreichen. Auch Religionsgemeinden können solche Orte sein, da sie häufig als Knotenpunkte im Sozialraum fungieren. Wenn eine Religionsgemeinde sich für Bildungsangebote eines unabhängigen Trägers öffnet, kann das auch als ein Beleg für die Offenheit und die Bereitschaft der Gemeinde gesehen werden. Sie ermöglichen es damit, dass sich die Gemeindemitglieder mit diesen Themen befassen. Im Übrigen werden die Angebote auch von Menschen im Stadtteil wahrgenommen, die die religiösen Angebote der Gemeinde nicht regelmäßig nutzen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 22. August 2019FF 2024Die Bilal-Moschee im Stadtteil Griesheim wurde in Publikationen bereits im Jahr 2016 als „Spielwiese für Hassprediger“ bFragestunde-Frage
  2. 27. September 2019AA 558Bilal-MoscheeSTVV-Anfrage · AfD
  3. 6. Juli 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 46 Wochen
    BB 310Bilal Moschee
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 6
Sitzung 41 · 18.08.2020
TO I, TOP 39
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 310 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
BFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung BFF

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 41 · 21.09.2020
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 310 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTION
Sonstige:
Frankfurter (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (= Kenntnis)

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