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Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen bei der Stadt Frankfurt am Main

Vorlagentyp: B
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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 11.07.2016, B 176

Betreff: Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen bei der Stadt Frankfurt am Main Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 12.10.2006, § 887 - l. B 305/15 - Stadt Frankfurt am Main wieder wegweisend in der Inklusion Auch im Berichtsjahr 2015 übertrifft die Stadt Frankfurt am Main die im Sozialgesetzbuch IX - SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen) - vorgeschriebene Pflichtquote von 5 % der Beschäftigten mit 11,05 % deutlich. Die Stadt Frankfurt am Main setzt somit die Erfolge der vergangenen Jahre auf hohem Niveau fort und agiert erneut klar über dem Durchschnitt privatrechtlicher und öffentlicher Arbeitgeber. Nach den statistischen Erhebungen konnten die privatrechtlichen und insbesondere öffentlichen Arbeitgeber den 2007 erlittenen Einbruch ihrer Quote von 7,3 auf 6,0 % auch im vergangenen Jahr noch nicht ausgleichen. Ihre Quote verblieb auch 2014 (derzeit letzte aktuelle Statistik der BA ) im Mittel lediglich bei 6,6 %. Quelle: Bundesagentur für Arbeit Berichtsjahr 2014, Regionaldirektion Hessen Mit ihrer Beschäftigungsquote von 11,05 % in 2015 bestätigt die Stadtverwaltung wieder die am 01.02.2011 in Kraft getretene interne Integrationsvereinbarung, die Beschäftigungsquote von über 10 % auf Dauer zu festigen. Die Stadt Frankfurt setzt mit diesem stetigen Erfolg ein weiteres Zeichen bei ihren vorbildlichen Inklusions-Anstrengungen, die sie als Arbeitgeberin seit vielen Jahren leistet. In fast jedem Amt und Betrieb beschäftigt die Stadt erheblich mehr schwerbehinderte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als vom Gesetz vorgeschrieben. Deutlich wird die Spitzenstellung der Stadt Frankfurt am Main auch bei einer regionalen Betrachtung der aktuellen städtischen Quote mit den Daten für das Stadtgebiet anhand einer Statistik der BA zum Berichtsjahr 2014 für Arbeitgeber mit 20 und mehr Arbeitsplätzen. Quelle: Statistik Berichtsjahr 2014 der Bundesagentur für Arbeit/Kreis Frankfurt a. M., Stadt Für das Jahr 2015 ist festzustellen, dass in keinem Bereich der Stadtverwaltung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in nennenswertem Umfang als schwerbehindert neu anerkannt wurden. Eine Übersicht relevanter Daten von bei der Stadtverwaltung beschäftigten schwerbehinderten Menschen ist der Anlage 1 zu entnehmen. In der Gesamtzahl der Neueinstellungen von 1.232 Beschäftigten sind 185 Auszubildende/Anwärter/innen enthalten. Verbesserung der Arbeitssituation Mit individuellen Maßnahmen zur Verbesserung der persönlichen Arbeitssituation wurde 2015 der ohnehin gute Ausstattungsstandard bei den Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter optimiert. Zu den Maßnahmen und Ausstattungen gehörten behindertengerechte Büroarbeitsstühle und Spezialanfertigungen, spezielle behinderungsgerechte Schulungen, hier vor allem individuelle Einzelschulungen für den PC, aber auch technische Hilfsmittel am Arbeitsplatz wie z.B. Schub- und Hebehilfen oder spezielle Hängeregistratur-Systeme. Erfolgreich konnten unter der Mithilfe der Schwerbehindertenvertretung und des Personalrates Einzelunterstützungen in Form von Arbeitsassistenzen, wie auch Förderungen zur Absicherung der Beschäftigten mit erhöhten Bedarfen, beantragt werden. Der Ansatz für laufende Kosten (wie Bauunterhaltungsmaßnahmen, Dienstleistungen oder Materialaufwand) im Ergebnishaushalt sowie das zur Verfügung stehende Budget für den Erwerb von beweglichem Vermögen im Finanzhaushalt wurden im Jahr 2015 nicht ausgeschöpft. Die veranschlagten Mittel sind ausreichend, um den Bedarfen gerecht zu werden. Sport verbindet - Zeichen setzen für Vielfalt und Teilhabe Unter dem Motto "Komm mit, mach mit, bleib fit!" fand im Berichtsjahr der gesamtstädtische Gesundheitstag der Stadt Frankfurt am Main statt. Mit großem Engagement und der tatkräftigen Unterstützung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtete der Arbeitskreis Betriebliche Gesundheitsförderung diesen außergewöhnlich erfolgreichen Gesundheitstag aus. Eingeladen waren unter anderen "Behinderten-Sportvereine", wie zum Beispiel Der Rollstuhl Sportclub Frankfurt ( Tischtennis ), die Mainhatten Skywheelers ( Rollstuhlbasketball ), der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. ( Rollstuhlparcour ), die TG Unterliederbach mit einem Behindertenmannschaftssport ( Torball für Blinde und Sehbehinderte ) sowie der Deutsche Alpenverein mit einer Klettertherapie für Menschen mit Einschränkungen. Alle Akteure überzeugten mit interessanten und hoch informativen Angeboten, die die Teilnehmenden zum Mitmachen, Ausprobieren und gedanklichen Austausch anregten. Wie die Beschäftigten im Nachgang berichteten, wurden die Aktionen als Herausforderung und Bereicherung erlebt. Der Gesundheitstag der Stadt Frankfurt am Main zeigte, dass Sport helfen kann, die Beschäftigten für Inklusion zu sensibilisieren, Inklusion zu fördern und Barrieren im Kopf abzubauen. Das außergewöhnliche Erlebnis- wie Informationsangebot und die persönlichen Kontakte boten nicht eingeschränkten Menschen die Möglichkeit, sich in die Lage von Behinderten zu versetzen. Neuland für viele, aber dank dieser Aktion konnten Sichtweisen verändert und Gedanken für vielfältige Ideen zum Thema Inklusion geöffnet werden. Inklusives Miteinander im Beruf Ein inklusives Miteinander im Berufsleben verbessert die Arbeits- und Lebensqualität aller Menschen und stärkt nachhaltig das Gemeinwesen. Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin fördert die Stadt Frankfurt am Main deshalb die Inklusion in einem Maß, das weit über die Erfüllung der Quote hinausgeht: sie unterstützt einerseits die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit besonderen Bedürfnissen auf vielfältige Weise und schärft zudem - um die gemeinsame Arbeit an einer Kultur der Inklusion voranzubringen - das Bewusstsein für die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderungen mit dem Ziel, Hindernisse zu erkennen und abzubauen. Denn für den Erfolg der Arbeitgeberin Stadt Frankfurt am Main sind alle schwerbehinderten Beschäftigten der Stadt unverzichtbar. Ihre Leistungsbereitschaft ermöglicht Teilhabe und trägt maßgeblich dazu bei, ein selbsterfülltes Leben führen zu können. Hoch motiviert leisten alle schwerbehinderten Beschäftigten einen wertvollen Beitrag zum Erfolg. Ausbildung Schwerbehinderter Im Berichtsjahr bestanden weiterhin gute Rahmenbedingungen für eine Ausbildung schwerbehinderter Menschen bei der Stadtverwaltung Frankfurt am Main. Neue Projektgruppen Zur Verfolgung und Realisierung der mit Magistratsbeschluss Nr. 1002 vom 19.10.2015 neu angepassten temporären Ziele zur Integrationsvereinbarung wurden im Berichtsjahr Projektgruppen gebildet. Das Personal- und Organisationsamt, die Schwerbehinderten-vertretungen und der Gesamtpersonalrat arbeiten gemeinsam an folgenden Zielen: Projektgruppe: Schwerbehindertenvertretung Auftrag: Weiterentwicklung und Stärkung der Schwerbehindertenvertretung Projektgruppe: Fachsymposium Inklusion Auftrag: Durchführen eines Fachsymposiums Inklusion in der Arbeitswelt im Jahr 2018 Projektgruppe: Handlungsoptionen zur Umsetzung der UN-Konvention Auftrag: Erarbeiten von Handlungsoptionen auf der Grundlage des Aktionsplans der gesetzlichen Unfallversicherung zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Projektgruppe: Handlungsansätze und Rahmenbedingungen Auftrag: Prüfen der Handlungsansätze und Rahmenbedingungen zur Förderung der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen Inklusion - wichtiger Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Die Entwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist ein dauerhafter und kontinuierlicher Prozess. Mit seiner Zielorientierung, die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu erhalten, ist es ein wichtiges Element der städtischen Personalarbeit. Beispielhaft gilt es die Belastungen von Beschäftigen zu analysieren und durch präventive Handlungsvorschläge den möglichen Gefährdungen zu begegnen. Gute Ideen und Konzepte helfen, erfolgreich die Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements umzusetzen und somit auch, Schwerbehinderungen zu vermeiden. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein weiterer Baustein, der sich im Einzelfall positiv auswirken kann. Die einschlägige, bewährte Dienstvereinbarung wurde im Berichtsjahr 2015 nach erfolgter Evaluation gemeinsam mit der Gesamtschwerbehindertenvertretung und dem Gesamtpersonalrat fortgeschrieben. Anlage 1_Schwerbehinderte_Beschaeftigte (ca. 52 KB) Anlage 2_Stellungnahme_Schwerbehindertenvertretung (ca. 206 KB) Bericht des Magistrats vom 10.08.2015, B 305 Bericht des Magistrats vom 25.08.2017, B 287 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Ausschuss für Soziales und Gesundheit Versandpaket: 13.07.2016

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 11. Juli 2016 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 3 · 08.09.2016
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 176 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 3 · 12.09.2016
TO I, TOP 14
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 176 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

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