Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen erhöhen
Zusammenfassung
Der Bericht beschreibt die Maßnahmen zur Förderung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen in Frankfurt am Main. Ziel ist es, durch verschiedene Projekte und Kooperationen die Lesefähigkeiten zu steigern und positive Leseerfahrungen zu ermöglichen. Die Stadtbücherei spielt dabei eine zentrale Rolle und arbeitet eng mit Schulen und Kitas zusammen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBericht
Lesefertigkeiten werden in Frankfurt als eine der zentralen Kompetenzen in der Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen in zahlreichen Projekten gefördert und unterstützt.
Die Stadtbücherei Frankfurt am Main unterstützt das Anliegen des Nationalen Lesepakts. Über den Deutschen Bibliotheksverband e. V., der als Partner des Lesepakts zeichnet, ist die Stadtbücherei in die Initiative eingebunden.
Als Öffentliche Bibliothek setzt die Stadtbücherei als eine Kernaufgabe die Leseförderung um. Im Fokus steht dabei eine zeitgemäße Förderung der Lesekompetenz und Medienkompetenz, die das Buch mit anderen, auch digitalen, Medien kombiniert. Das offene Veranstaltungsprogramm bietet das ganze Jahr über kreative Leseaktionen, mehrsprachige Vorlese-Stunden, BuchKino, Lesetraining u.v.m. Neue Medien werden im Programmbereich Robotics, Coding oder iPÄD spielerisch und immer kombiniert mit dem Buch vermittelt. Die Stadtbücherei arbeitet in der Leseförderung eng mit Kita und Schule zusammen. Kindergruppen und Schulklassen können die Bibliothek außerhalb der regulären Öffnungszeiten nutzen und partizipieren an individuell auf die Gruppen zugeschnittenen Programmen wie z.B. den LeseKaisern für Vorschulgruppen. Die Ausleihe von Medien ist für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kostenfrei.
Einen besonderen Schwerpunkt legt die Stadtbücherei auf die Förderung der Lesekompetenz im schulischen Umfeld. Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle sba der Stadtbücherei organisiert zurzeit 118 Schulbibliotheken in ihrem Verbund. Attraktive Schulbibliotheken mit einem entsprechenden Angebot an schulischen Medien und Freizeitmedien sind ein wichtiger Baustein, um Kindern und Jugendlichen in ihrem (Schul-)Alltag positive Leseerfahrungen zu ermöglichen. Darüber hinaus bietet die sba allen Frankfurter Schulen ausleihbare Medienangebote zur Förderung der Lese- und Medienkompetenz, die unterschiedliche Schulstufen und Leseerfahrungen berücksichtigen, und unterstützt mit einem differenzierten Veranstaltungsangebot.
Als wichtiger Akteur in der Frankfurter Bildungslandschaft ist die Stadtbücherei gut vernetzt. Sie ist Partnerin der LeseEule und organisiert stadtweite Aktionen wie BuchStapler und JungeMedienJury. Es bestehen enge Kontakte zu den Frankfurter Schulen und dem Stadtschulamt, zu Kita Frankfurt, zum Frankfurter Kinderbüro, zur Buchmesse, zur Hessischen Leseförderung, zum Literaturhaus, Schauspiel, Institut français und zahlreichen lokalen Vereinen und Initiativen, die sich alle in der Leseförderung engagieren.
Neben den Angeboten durch die Stadtbücherei und den Projekten der Frankfurter Lesepaten fördern und unterstützen folgende weitere Projekte die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen: Der Frankfurter Bücherkoffer ist ein Projekt, das an derzeit 21 Grundschulen, einem KiFaZ sowie zwei Gemeinschaftsunterkünften ausgeführt wird. Koffer mit zwölf mehrsprachigen Büchern oder einzelne Bücher werden von den Kindern für jeweils eine Woche ausgeliehen und sollen zum gemeinsamen Lesen in den Familien und in den Familiensprachen einladen.
Das gemeinsame Lesen, auch unter dem Aspekt der Mehrsprachigkeit, kann so die Lesemotivation steigern. Eltern verdeutlicht dieses Projekt die Möglichkeit, ihre Kinder durch die gemeinsame Beschäftigung mit Büchern und das gemeinsame (mehrsprachige) Lesen und Vorlesen in ihren Lese- und Lernkompetenzen zu unterstützen.
Das Projekt ErzählZeit fördert in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen das Zuhören, indem Märchen theaterpädagogisch aufbereitet erzählt werden und eine Woche später durch die Kinder nacherzählt werden. Die drei Säulen der besonderen Sprache von Märchen, die nah an der Schriftsprache ist, das Zuhören sowie das Nacherzählen tragen ebenfalls dazu bei, gute Grundvoraussetzungen zum Erwerb von Lesekompetenzen zu schaffen.
Eine Vielzahl von Aktivitäten an Schulen wie Lesewettbewerbe, Vorlesetage, Lesezeiten in Elterncafés, das Engagement der Bildungspaten Fechenheim unterstützen Schülerinnen und Schüler ebenfalls in ihren Lesekompetenzen.
Darüber hinaus gibt es Angebote wie den Deutschsommer (3. Klasse), Fit für die Zukunft - Deutsch als Bildungssprache (Feriencamp 8. -
10. Klasse) sowie für Seiteneinsteigende die Intensivklassen teilweise mit dem Fokus der Alphabetisierung, die die sprachlichen Kernkompetenzen, darunter auch die Lesefertigkeiten, das Leseverständnis und Verfassen von Texten auch im Kontext Deutsch als Zweitsprache oder Deutsch als Fremdsprache fördern.
Dabei ist hervorzuheben, dass Lesekompetenzen auch durch das Vorlesen und damit auch durch das Zuhören gefördert werden. Das Anlegen guter Voraussetzungen zum Erwerb von Lesekompetenzen als schulische Aufgabe kann daher durch alle in der Bildungslaufbahn von Kindern und Heranwachsenden beteiligten Personen und Institutionen, darunter auch die Familien, unterstützt werden. Die Förderung von Lesekompetenzen ist dabei nicht nur im Schulfach Deutsch angesiedelt, sondern als übergreifendes Thema im Bereich des Erwerbs von Bildungssprache als eine durchgängige und fächerübergreifende Aufgabe zu betrachten.
Die Fähigkeit zu lesen ist der Schlüssel zur Teilhabe an allen entscheidenden Lernprozessen in der Bildungslaufbahn.
Lese- und auch Sprachkompetenzen haben daher an Frankfurter Schulen einen hohen Stellenwert.
In den Projekten und Angeboten des kommunalen Förderprogramms Sternpiloten, Jugendhilfe in der Schule und Jugendhilfe in der Grundschule an Frankfurter Schulen, sind in erster Linie das Schaffen von Sprachanlässen und die direkte Ansprache - bei Kindern und Jugendlichen, die kein Deutsch sprechen, zum Teil auch ohne Worte - wichtige Instrumente zur erfolgreichen Kommunikation mit und zur Förderung der Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Gezielte Angebote zur Leseförderung können anlassbezogen umgesetzt werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. November 2021NRNR 200Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen erhöhenSTVV-Antrag · CDU
- 29. April 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 22 WochenBB 174Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen erhöhenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf18 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, ÖkoLinX-ARL und BFF gegen Die PARTEI (= Zurückweisung)
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Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme