Schwimmkenntnisse von Kindern
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Anfrage vom 13.10.2008, A 709
Betreff: Schwimmkenntnisse von Kindern Der Hessische Schwimm-Verband bezeichnet die Anzahl der Kinder, die nicht schwimmen können, als "alarmierend hoch". Neuen Erkenntnissen zu Folge können ca. 30 Prozent der Fünftklässer nicht richtig schwimmen. Auch der Landesverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft geht davon aus, dass in Hessen mindestens jedes vierte Kind unter zehn Jahren nicht schwimmen kann. Auch zählt das Ertrinken schon seit Jahren zu der zweithäufigsten Todesursache bei Kindern nach Verkehrsunfällen. Schwimmkenntnisse können somit überlebenswichtig sein. Körperliche Bewegung im Allgemeinen und Sport im Besonderen fördern weiterhin die Gesundheit von Kindern, tragen zu ihrer Kondition bei und stärken Gelenke und Muskulatur. Schwimmen gilt dabei als besonders gesund. Umso früher die Motivation zum Schwimmen angeregt und die Schwimmkenntnisse gefördert werden, desto besser für die Entwicklung der Kinder. Dies vorausgeschickt, bitten wir um Beantwortung folgender Fragen: 1.) Von wie vielen Schülerinnen und -schülern, die nicht schwimmen können, geht der Magistrat in Frankfurt aus? 2.) Gibt es Frankfurter Schulen ohne eigene Schwimmhalle, bei denen die Entfernung zum nächsten Schwimmbad mehr als zehn Kilometer beträgt? Wenn ja, um welche Schulen handelt es sich hierbei? 3.) Welche Schulen haben an Programmen und Aktionen zur Schwimmförderung von Verbänden, wie zum Beispiel dem Hessischen Schwimm-Verband, und/oder von Institutionen, wie zum Beispiel dem Hessischen Kultusministerium, in den Jahren 2005 - 2007 teilgenommen? 4.) Wie viele Schülerinnen und Schüler nahmen in den Jahren 2005 - 2007 in Frankfurt an Schwimmprüfungen gemäß der "Vereinbarung über die Gültigkeit der 'Deutschen Prüfungsordnung Schwimmen - Retten - Tauchen' in Verbänden und Schulen" teil? Wie interpretiert der Magistrat diese Zahlen? Ist bei dieser Teilnehmerzahl eine bestimmte Tendenz zu erkennen? 5.) Wie viele Lehrgänge für Schüler zur Vorbereitung auf Rettungsschwimmprüfungen wurden von Lehrern, die zur Abnahme von Rettungsschwimmprüfungen berechtigt sind, in Abstimmung mit der örtlichen Rettungsschwimmorganisation (DLRG, DRK, ASB) an Frankfurter Schulen in den Jahren 2005 - 2007 durchgeführt? Wie interpretiert der Magistrat diese Zahlen? Ist bei dieser Teilnehmerzahl eine bestimmte Tendenz zu erkennen? 6.) Welche Frankfurter Schulen nahmen in den Jahren 2005 - 2007 an dem Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" teil? 7.) Sieht der Magistrat an den Frankfurter Schulen eine Differenz zwischen theoretisch durch den hessischen Lehrplan vorgegebenen Schwimmunterricht einerseits und der praktischen Umsetzung vor Ort anderseits oder wird man diesen Vorgaben überall gerecht? Falls es Differenzen geben sollte, wie erklärt sich der Magistrat diese? 8.) Inwiefern sieht der Magistrat Möglichkeiten ein ähnliches Projekt wie die Stadt Köln zu starten, die unter dem Titel "Sicher schwimmen" ab dem Schuljahr 2008/2009 in Kooperation mit den städtischen Bäderbetrieben den Schwimmunterricht mit dem Ziel optimieren möchte, dass 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach der vierten Klasse als sichere Schwimmer gelten? 9.) Welche Beratungen bietet die Stadt Frankfurt am Main für Eltern an, um auf die Wichtigkeit von Sport und insbesondere von Schwimmen für Kinder aufmerksam zu machen? 10.) Inwiefern wird den Frankfurter Vereinen durch die Bäder Betriebe Frankfurt GmbH ausreichend Trainingszeit für ihre Mitglieder zur Verfügung gestellt?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. Oktober 2008Sie sind hierAA 709Schwimmkenntnisse von KindernSTVV-Anfrage · FDP
- 5. Januar 2009Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 11Schwimmkenntnisse von KindernMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate