Beschäftigungs- und Konjunkturprognose FrankfurtRheinMain 2014 - negative Entwicklung trotz Flughafenausbau
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Thema Umwelt und Energie verfolgenInhalt
Anfrage vom 03.12.2013, A 459
Betreff: Beschäftigungs- und Konjunkturprognose FrankfurtRheinMain 2014 - negative Entwicklung trotz Flughafenausbau Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 10.02.2014 Im November 2013 wurde von der IHK Frankfurt eine Publikation mit dem Titel "Beschäftigungs- und Konjunkturprognose Frankfurt Rhein-Main 2014" herausgegeben. Dargestellt werden in dieser Publikation die wirtschaftliche Situation der Rhein-Main-Region in den vergangenen Jahren und der sich daraus ergebende Ausblick auf das kommende Jahr 2014. IHK-Geschäftsklimaindex hatte im 2. Quartal 2011 mit ca. 135 seinen Höchststand erreicht und nimmt seither ab. Auf dem Arbeitsmarkt finden sich starke regionale Unterschiede: Zwischen den Städten und Landkreisen der Region bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Höhe der Arbeitslosenquote. Während beispielsweise im Landkreis Aschaffenburg (3,1 Prozent) und im Landkreis Miltenberg (3,2 Prozent) nahezu von Vollbeschäftigung gesprochen werden kann, liegt die Arbeitslosenquote in den Kernstädten deutlich höher, z.B. 7,1 % in Frankfurt und 11,1 % in Offenbach. Die Beschäftigungsentwicklung in der Industrie ist insgesamt rückläufig und hat seit 2008 deutlich abgenommen Der IHK-Umsatzindikator konnte im Einzelhandel zwar um elf Zähler im Vergleich zur Vorumfrage zulegen, liegt mit minus 13 Punkten jedoch wie in allen Umfragen seit Beginn des Jahres 2011 im negativen Bereich. 29 Prozent der Einzelhandelsunternehmen berichten aktuell von fallenden Umsätzen. Der IHK-Beschäftigungsindikator Handel zeigte im 2. Quartal 2011 ein Maximum und nimmt seither kontinuierlich ab Auffällig ist, dass mehrere Kenndaten (z.B. IHK-Geschäftsklimaindex, IHK-Beschäftigungsindikator) Mitte 2011 ein Maximum erreichten und ab der zweiten Jahreshälfte (bis heute) eine deutliche Abnahme zeigten, d.h. exakt mit Inbetriebnahme der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens. Auffällig ist dabei auch, dass der Flughafen (bzw. die Fraport AG) in dem Bericht mit keinem Wort erwähnt werden, obwohl dieser nach übereinstimmender Auffassung der Hessischen Landesregierung, der IHK und des Magistrats als "Herzmuskel" der Region, "Job-Motor" bzw. "Wirtschaftsmotor" Nummer 1 der Region anzusehen ist. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Wie erklärt sich der Magistrat, dass der IHK-Geschäftsklimaindex im
- Quartal 2011 mit ca. 135 seinen Höchststand erreicht hat und seither - d.h. zeitgleich mit der Inbetriebnahme der NW-Landebahn - kontinuierlich abnimmt ?
- Wie erklärt sich der Magistrat, dass im Landkreis Aschaffenburg (3,1 Prozent) und im Landkreis Miltenberg (3,2 Prozent) nahezu Vollbeschäftigung herrscht, während die Arbeitslosenquote in Frankfurt und Offenbach - d.h. in unmittelbarer Nähe zum "Jobmotor Flughafen" mit 7,1 bzw. 11,1 % deutlich höher liegt ?
- Wie erklärt sich der Magistrat, dass der IHK-Umsatzindikator im Einzelhandel seit Beginn des Jahres 2011 im negativen Bereich liegt ?
- Wie erklärt sich der Magistrat, dass der IHK-Beschäftigungsindikator Handel im
- Quartal 2011 ein Maximum zeigte und seither kontinuierlich abnimmt ?
- Wie erklärt sich der Magistrat, dass selbst die IHK in ihrer Publikation mit der Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung der Rhein-Main-Region den "Herzmuskel" bzw. "Job-Motor" bzw. "Wirtschaftsmotor" Nummer 1 der Region mit keinem Wort erwähnt ?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Dezember 2013Sie sind hierAA 459Beschäftigungs- und Konjunkturprognose FrankfurtRheinMain 2014 - negative Entwicklung trotz FlughafenausbauSTVV-Anfrage · RÖMER
- 7. April 2014Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 109Beschäftigungs- und Konjunkturprognose Frankfurt Rhein-Main 2014 - negative Entwicklung trotz FlughafenausbauMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER