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Safe Sport - Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport

Vorlagentyp: AGRÜNESPDFDPVolt
32 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

Zusammenfassung

Die Anfrage zielt darauf ab, Informationen über sexualisierte Gewalt im Sport in Frankfurt am Main zu sammeln und zu analysieren. Der Magistrat wird aufgefordert, die bestehenden Daten und Unterstützungsangebote zu prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung des Kinderschutzes im Sport zu ergreifen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Fragen an den Magistrat

Im Zusammenhang mit Kindeswohl und Kindesschutz engagieren sich viele Sportvereine und zeigen damit, dass ein soziales Miteinander gerade auch im Sportverein bedeutet, dass Menschen aufeinander achtgeben und sich gegenseitig stärken. Eindrucksvolle Beispiele dafür wurden am 25. November 2020 als Preisträger im Vereinswettbewerb "Starke Netze gegen Gewalt" präsentiert. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) würdigte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) herausragende Projekte von Sportvereinen, die sich mit anderen gesellschaftlichen Akteur*innen im Kampf gegen Gewalt erfolgreich verbünden. So wurde die Abteilung Hockey des Essener Turner Bund Schwarz Weiss e.V., für Ihr Engagement "Prävention - Sexualisierte Gewalt im Sport, Schweigen schützt die Falschen!" mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Es ist unstrittig, dass Sport und gerade auch Wettkampfsport in seinen vielfältigen Erscheinungsformen einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Kompetenzerweiterung gerade für Kinder und Jugendliche leistet. Sport im Verein kann sie stark machen und bietet ihnen ein schützendes Umfeld. Dabei liegt es in der Verantwortung der beteiligten Erwachsenen, das Wohl der Kinder und Jugendlichen an oberste Stelle zu setzen, jeglicher, vor allem auch sexualisierter Gewalt vorzubeugen und aktiv Kinder und Jugendliche zu schützen.

Doch der Sport ist eben auch ein Spiegel der Gesellschaft. So gibt es immer wieder auch erschreckende Berichte über Missbrauch im Sport. Es ist daher zu begrüßen, dass auch Sportorganisationen und Sportvereine sich damit befassen und Konzepte für Prävention und Aufklärung erarbeitet haben.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) haben mittlerweile ein für alle Mitgliedsorganisationen verbindliches Stufenmodell installiert. Der Landessportbund und die Sportjugend Hessen haben dies in ihrer Zuständigkeit aufgegriffen und vorbildhaft umgesetzt: https://www.sportjugend-hessen.de/gesellschaft-und-politik/k indeswohl/ . Dort finden sich leicht zugängliche und wichtige Informationen und Unterstützungsangebote im Kontext von "Kinderschutz im Verein", u.a. Verhaltenskodex und Verhaltensregeln, Qualifizierungs- und Beratungsangebote, Informationen zum erweiterten polizeilichen Führungszeugnis sowie das Präventions- und Interventionskonzept von Landessportbund und Sportjugend Hessen.

Dennoch machen wissenschaftliche Untersuchungen wie Safe Sport und VOICE, ein EU-Projekt zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Sport, oder auch aktuelle Meldungen aus dem Wettkampf- und Leistungssport deutlich, dass sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen, aber auch gegen Jungen, weiterhin ein sehr wichtiges Thema bleibt. Dabei zeigt sich deutlich: Sexueller Missbrauch geschieht in allen Bereichen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, nach dem familiären Kontext auch in Kirchen, Schulen und eben auch im Sport.

Wie wichtig es ist, dass der Sport seine Verantwortung wahrnimmt, hat auch das "Öffentliche Hearing zum sexuellen Kindesmissbrauch im Sport", zu dem die bundesweite Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs Ende 2020 eingeladen hatte, sehr deutlich gemacht. Gerade die Verantwortlichen in Sportvereinen fragen sich, was sie zur Prävention beitragen können, worauf sie achten müssen, an wen sie sich im Zweifelsfall wenden können, wo sie Informationen finden und sich ggf. auch beraten lassen können und schließlich auch wie ihr Verein aufgestellt sein muss, um sexuelle Übergriffe zu verhindern.

Vor diesem Hintergrund möge der Magistrat folgende Fragen beantworten:

  1. Gibt es von den Jugendämtern, Fachberatungsstellen und anderen, mit dem Thema sexualisierte Gewalt befassten Stellen einen dokumentierten Überblick über Anzahl, Arten und Schwere von Fällen sexueller und gewaltsamer Übergriffe in Sportvereinen der Stadt Frankfurt am Main? Gibt es hierzu systematische Erhebungen?
  2. Sofern zu Punkt 1 Informationen vorliegen, was sagen diese aus und wo sind diese Informationen ausführlich zu finden?
  3. Sofern zu Punkt 1 keine Informationen vorliegen, wieso liegen hierzu keine Informationen vor?
  4. Gibt es von Stellen des Landes oder Bundes Informationen zu Vorfällen sexueller- und gewaltsamer Übergriffe in Sportvereinen der Stadt Frankfurt am Main?
  5. Sofern zu Punkt 4 Informationen vorliegen, was sagen diese aus und wo sind diese Informationen ausführlich zu finden?
  6. Falls zu Punkt 4 keine Informationen vorliegen, wieso liegen hierzu keine Informationen vor?
  7. Inwiefern stehen Jugendämter, Fachberatungsstellen und ggf. weitere geeignete Einrichtungen in Frankfurt sowie außerhalb Frankfurts den Sportvereinen bzw. den Sportlerinnen und Sportlern als Anlaufstelle bei gewaltsamen Erfahrungen im Sport zur Verfügung? Ist die personelle und finanzielle Ausstattung vorliegend ausreichend?
  8. Gibt es für Betroffene und für Menschen mit Verdachtsfällen niedrigschwellige Zugänge zu Information und Beratung? Wie sehen diese aus?
  9. Was kann der Magistrat tun, um die Frankfurter Sportvereine bei ihren Bemühungen gegen sexualisierte Gewalt zu stärken und ihnen geeignete Wege zur Prävention, Intervention und Aufarbeitung aufzuzeigen?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 14. Oktober 2022Sie sind hier
    AA 157Safe Sport - Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport
    STVV-Anfrage · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 26. Mai 2023Antwort des Magistrats · nach 32 WochenBB 212Safe Sport - Schutz von Kindern und Jugendlichen im SportMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 15 · 23.02.2023
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage A 157 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION

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