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Frankfurts öffentliche Toiletten: Die gehobene Willkommenskultur einer Metropole?

Vorlagentyp: AFRANKFURTER
28 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 29.06.2016, A 102

Betreff: Frankfurts öffentliche Toiletten: Die gehobene Willkommenskultur einer Metropole? Am 19. November 2016 findet wieder der "UN-Welttoilettentag" statt, der unter anderem von der 2005 in Berlin gegründeten "German Toilet Organization e. V." (Deutsche Toiletten Organisation/GTO) genutzt wird, um für ihre Ziele zu werben, wie dem "Schutz der Umwelt und Verbesserung der allgemeinen Gesundheit durch Steigerung des Bewusstseins für saubere und nachhaltige Toiletten- und Abwassersysteme sowie deren Förderung und Umsetzung". Die Vision der GTO lautet in nur einem Satz zusammengefasst: "Zugang zu sauberen Toiletten und nachhaltigen Abwassersystemen für alle Menschen auf der Welt". Die GTO begann ihre segensreiche Arbeit mit Projekten zur Förderung von nachhaltigen Sanitärsystemen in so genannten "Drittweltländern" wie Sambia, Sri Lanka und Indonesien. Doch "im Rahmen ihres Engagements an Schulen musste die GTO schmerzlich erfahren, dass die Schultoilettensituation in Deutschland häufig ähnlich erschreckend ist wie in Ländern mit sanitärem Notstand. Mit dem >Toiletten-machen-Schule< Wettbewerb wurde dieses Thema 2013 ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Schulen waren aufgerufen kreative Konzepte zu erarbeiten, mit dem Ziel die eigenen Schultoiletten nachhaltig zu verbessern. Nun steht die Apfelweinmetropole Frankfurt am Main im Wettbewerb mit anderen europäischen und außereuropäischen Metropolen um die besten Plätze im Ranking zu allen möglichen Bereichen und Disziplinen, aber kann sie dies auch in der Sparte "Öffentliche Toiletten" bezüglich Qualität und Service? Deshalb fragen wir den Magistrat:

  1. Hält der Magistrat die flächendeckende Anzahl und Qualität der öffentlichen Toiletten in Frankfurt am Main für ausreichend bzw. besonders anheimelnd?
  2. Wenn ja, warum gibt es dann so zahlreiche "Wildpinkler" im Stadtgebiet oder ist dies nur ein Volkssport überwiegend männlicher Primaten?
  3. Beabsichtigt der Magistrat die Erstellung eines "Toilettenkartell Frankfurt" oder ist er dies-bezüglich momentan unter Hochdruck bei der Arbeit?
  4. Hat schon einmal ein Magistratsmitglied unsere Partnerstadt Yokohama besucht und dort eine öffentliche Toilette benutzt? Wenn ja, welche Erkenntnisse bezüglich Sauberkeit und anderen Kriterien gewann er/sie?
  5. Hat eine Frankfurter Schule bereits an einem Wettbewerb "Toiletten machen Schule" der GTO teilgenommen und einen Preis errungen. Wenn ja welche und wann?
  6. Glaubt der Magistrat, dass beispielsweise der Zustand der öffentlichen Toiletten in den B-Ebenen von Hauptwache und Konstablerwache ein Pluspunkt für den Zuzug von britischen Bankern und Topmanagern nach dem Brexit gen Frankfurt darstellt?
  7. Teilt der Magistrat der Auffassung des Anfragestellers, dass man die (Hoch)Kultur eines Volkes bzw. einer Metropole auch am Zustand seiner öffentlichen Toiletten feststellen kann?
  8. Wenn ja, wo würde der Magistrat auf einer Skala von 1 bis 10 Frankfurt am Main einordnen?
  9. Ignoriert der Magistrat auch wieder in diesem Jahr am
  10. November 2016 den "UN-Welttoilettentag" oder ging diese Anfrage wieder in die Hose?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 29. Juni 2016Sie sind hier
    AA 102Frankfurts öffentliche Toiletten: Die gehobene Willkommenskultur einer Metropole?
    STVV-Anfrage · FRANKFURTER
  2. 13. Januar 2017Antwort des Magistrats · nach 28 WochenBB 10Frankfurts öffentliche Toiletten: Die gehobene Willkommenskultur einer Metropole?Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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