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Einrichtung und Betrieb einer Elektroladestation/Wallbox für E-Fahrzeuge hinter dem Rathaus

Vorlagentyp: STMagistrat
19 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat beschlossen, dass die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum von privatwirtschaftlichen Betreibern errichtet werden soll. Dies soll die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität der Elektromobilität steigern. Die Mainova AG wird als Partner in den Ausbau der Ladeinfrastruktur einbezogen.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur (LIS) in Frankfurt ist eine wichtige Voraussetzung für eine zügige Etablierung von Elektrofahrzeugen. Mehr Elektrofahrzeuge steigern die Wirtschaftlichkeit der Ladeinfrastruktur und mehr Ladeinfrastruktur steigert die Attraktivität für Elektrofahrzeuge. Beide Faktoren bedingen sich gegenseitig. Eine Finanzierung von Ladeinfrastruktur durch die Stadt Frankfurt am Main ist derzeit nicht vorgesehen. Stattdessen hat der Magistrat der Stadt Frankfurt beschlossen, dass Ladestationen im öffentlichen Straßenraum von privatwirtschaftlichen Betreibern bzw. Investoren zu errichten sind (Open-Market-Modell). Die Stadt Frankfurt am Main agiert daher nicht als Betreiber oder Anbieter von Ladeinfrastruktur und betreibt keine öffentlichen Ladesäulen. Im Rahmen des beschlossenen Elektromobilitätskonzeptes der Stadt Frankfurt (20.12.2019, M 219) wurde eine Bedarfsanalyse für Ladeinfrastruktur in Frankfurt am Main erarbeitet, die Investoren als Grundlage für Investitionsentscheidungen nutzen können. Die Betreiber der Standorte für Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum realisieren diese in eigener Verantwortung. Potentielle Standorte werden auf Antrag an die Stadt Frankfurt auf Genehmigungsfähigkeit geprüft. Sie überprüft die Gestattungen unter Berücksichtigung des Baurechtes, Verkehrssicherheit, feuerrechtlicher Auswirkungen etc. Die Mainova AG ist als Partner der Stadt Frankfurt am weiteren Ausbau der öffentlichen E-Ladeinfrastruktur stark interessiert. Auf dem Sektor E-Mobilität ist die Mainova AG ein Vorreiter und investierte bereits 2010 in den Auf- und Ausbau einer frei zugänglichen Ladeinfrastruktur in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Schon früh hat die Mainova AG innovative Konzepte umgesetzt und im Rahmen des bundesweit beachteten "Frankfurter Modells" einen Teil der Ladepunkte mit Parkscheinautomaten kombiniert. Insgesamt wurden so mittlerweile mehr als 300 Ladepunkte im Auftrag unterschiedlicher Kunden errichtet, darunter aktuell 52 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte in Frankfurt. Als Unternehmen ist die Mainova AG dabei dem wirtschaftlichen Handeln verpflichtet. Vor diesem Hintergrund prüft die Mainova AG derzeit, inwieweit der Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Bereich weiter wirtschaftlich umgesetzt werden kann und verfolgt hierfür ein bedarfsorientiertes E-Schnellladekonzept an bis zu 12 Standorten von 20 Ladesäulen im Frankfurter Stadtgebiet mit insgesamt 40 Schnellladepunkten. Das bedarfsorientierte E-Ladekonzept der Mainova AG berücksichtigt folgende wichtige Faktoren: - Einfache und schnelle Zugänglichkeit, gute Sichtbarkeit und hohe Frequentierung der Standorte - Ausreichend verfügbare Netzleistung an den Standorten - Multi-User Nutzung (Taxi, ÖPNV, Privatnutzer, Pflegedienste etc.), welches eine gemeinschaftliche Nutzung unterschiedlicher Zielgruppen ermöglicht - Einhaltung von Lärmschutzanforderungen (Immissionsschutz / TA-Lärm) - Ausreichend Platz für Trafostation, Ladesäulen, dazugehörige Parkplätze inkl. Rammschutz, sowie geeignete Umgebungsfaktoren (z.B. Straßen, Gehwege, Bäume, Wurzeln, usw.) Im Bereich Nieder-Erlenbach sind die Faktoren, welche einen wirtschaftlichen Betrieb von LIS gewährleisten, leider weniger stark ausgeprägt, weshalb sich am Standort momentan keine öffentlichen Ladesäulen in Planung befinden. Um den Bürgerinnen und Bürgern dennoch das Laden und damit die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen, empfiehlt sich vor diesem Hintergrund die Installation von privaten Ladesäulen bzw. Wallboxen. Alternativ stellen verschiedene Anbieter interaktive Stromtankstellen-Karten zur Verfügung um stets die nächstgelegene öffentliche E-Ladesäule zu finden. Mit der TankE-App der Mainova AG können etwa alle bereits bestehenden und öffentlich zugänglichen Ladesäulen von Mainova in Frankfurt sowie der TankE-Netzwerkpartner eingesehen werden. Die App kann unter https://www.mainova.de/de/loesungen/oeffentlich-laden heruntergeladen werden. Darüber hinaus bieten untenstehende Adressen ebenfalls eine gute Übersicht der Stromtankstellen in Frankfurt am Main, Deutschland und Europa: www.lemnet.org www.goingelectric.de www.e-tankstellen-finder.com

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 13. Dezember 2020OFOF 302/13Einrichtung und Betrieb einer Elektroladestation/Wallbox für E-Fahrzeuge hinterm RathausOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 12. Januar 2021OMOM 7036Einrichtung und Betrieb einer Elektroladestation/Wallbox für E-Fahrzeuge hinter dem RathausDirektanregung
  3. 26. April 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 19 Wochen
    STST 911Einrichtung und Betrieb einer Elektroladestation/Wallbox für E-Fahrzeuge hinter dem Rathaus
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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