Stadttauben in Preungesheim
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt Maßnahmen zur Verringerung des Stadttaubenbestands in Preungesheim vor. Dabei sollen Eiertausch, Verschluss von Nistplätzen und Einschränkung des Nahrungsangebots zum Einsatz kommen. Dies soll helfen, die Populationszunahme nachhaltig zu verringern und die tierwohlgerechte Behandlung der Stadttauben zu gewährleisten.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Ein steigender Stadttaubenbestand in Praunheim ist höchstwahrscheinlich auf ein reichhaltiges Futterangebot in Kombination mit freien Nistplätzen zurückzuführen. Es bestehen folgende Möglichkeiten, um die Population tierwohlgerecht zu verringen oder zumindest die Zunahme zu verhindern: (1) Der Eiertausch gegen Attrappen, (2) der Verschluss wilder Nistplätze und (3) die Einschränkung des Nahrungsangebots. (1) Betreute Taubenhäuser können wegen des Eiertauschs der gelegten Eier gegen Attrappen zur Populationskontrolle beitragen. Es ist denkbar, ein solches am Gravensteiner Platz zu errichten, wenn alle notwendigen Voraussetzungen umgesetzt werden können. Dessen Erfolg ist jedoch ungewiss, für eine schnelle Besiedlung ist der Verschluss wilder Nistplätze in der Nähe notwendig. (2) Hauptbrutort in Preungesheim ist die Autobahnbrücke der A661 in Nähe der U-Bahnhaltestelle "Preungesheim". Die zuständige Autobahn GmbH lehnte die Vergrämung der Brücke ab. Weitere Brutplätze befinden sich oft auf privaten Balkonen. Ein Tätigwerden des Magistrats ist dort nicht möglich. Beim gezielten Verschluss von Nistplätzen größerer Taubenkolonien ist es besonders wichtig, gleichzeitig alternative Nistmöglichkeiten in betreuten Taubenhäusern bereitzustellen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Tauben ihre ursprünglichen Standorte verlassen und in andere Bereiche ausweichen, wodurch unerwünschte Verdrängungseffekte entstehen. (3) Stadttauben brüten gerne in Nähe ihrer Futterquellen. Im Dezember 2025 wurde auf Wunsch des Ortsbeirats ein "Füttern-verboten-Schild" am Gravensteiner Platz aufgestellt, das auf das Frankfurter Fütterungsverbot von Stadttauben hinweist und die freundliche Ansprache von Fütternden durch Bürger:innen erleichtern kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Oktober 2025OFOF 1114/10Stadttauben in PreungesheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 24. Februar 2026OMOM 8113Stadttauben in PreungesheimDirektanregung
- 27. April 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 29 WochenSTST 737Stadttauben in PreungesheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab