Hat der Magistrat das "Gymnasium West" auf der Agenda?
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 09.01.2017, ST 67
Betreff: Hat der Magistrat das "Gymnasium West" auf der Agenda? Gemäß §146 Hessisches Schulgesetz ist die Stadt Frankfurt als Schulträger verpflichtet, ein möglichst vollständiges und wohnortnahes Bildungsangebot zu sichern. Die bindende planerische Grundlage ist der Schulentwicklungsplan, der nach dem HSchG in der Regel fünfjährig überprüft und fortgeschrieben wird. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Bevölkerungszahlen und dem deutlichen Zuwachs der Schülerzahlen in Frankfurt am Main, erfolgt die Fortschreibung des Integrierten Schulentwicklungsplanes Frankfurt jährlich. Die in der Anfrage für Ortsbezirk 2 benannten Stadtteile sind seit dem Integrierten Schulentwicklungsplan 2015 überwiegend der "Bildungsregion Mitte" zugeordnet. Lediglich Nied zählt im neuen Organisationsmodell für die Frankfurter Schullandschaft zur "Bildungsregion West". Die aktuelle SEP-Fortschreibung für den Planungszeitraum 2016-2021 dokumentiert wieder deutliche Zuwächse der Schülerzahlen. Für die Bildungsregion Mitte ist demnach innerhalb des o.g. Zeitraumes ein Mehrbedarf von 8 Zügen im gymnasialen Bildungsgang und weiteren 4 Zügen der Integrierten Gesamtschule (IGS) auszuweisen. Diese Mehrbedarfe resultieren aus den Wohnbaupotentialen im Rebstock (mögl. Wohneinheiten (WE) 480, voraus. Einwohner (EW) 1.200), Europaviertel West (mögl. WE 4.110, voraus. EW 7.417), südl. Rödelheimer Landstraße (mögl. WE 1.500, voraus. EW 3.750) und den Nachverdichtungen im Gallus. Zwar kann das Schulangebot in der Bildungsregion Mitte und in der Bildungsregion West als vollständig bezeichnet werden, aufgrund der faktischen Bedarfsunterdeckung kann das Merkmal Wohnortnähe allerdings aktuell nicht mehr für alle Familien der Bildungsregion eingelöst werden. Ergänzend ist zu vermerken, dass aufgrund der spezifischen Verkehrsführung im ÖPNV Familien bei ihrer Schulwahl in die Innenstadt, bzw. in die innenstadtnahen Gebiete, orientiert werden. Um die Bedarfe zu veranschaulichen, dient der Riedberg mit seinen rund 6.000 Wohneinheiten als positives Referenzprojekt für die Bildungsinfrastruktur. In diesem Wohngebiet wurden 14 Kindertageseinrichtungen, zwei Grundschulen und zwei weiterführende Schulen eingeplant. Mit Blick auf die Faktenlage ist der Erfolg der Online-Petition, die inzwischen über 2000 Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden hat, nachvollziehbar. Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Bedarf für zwei neue weiterführende Schulen im angesprochenen Gebiet gegeben ist und eine Kapazitätsanpassung der Bildungsinfrastruktur bis 2021 zu realisieren ist. Der Magistrat prüft derzeit verschiedene Flächen und Grundstücke auf eine schulische Nutzung hin.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. August 2016OFOF 74/2Hat der Magistrat das „Gymnasium West“ auf der Agenda?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 29. August 2016VV 92Hat der Magistrat das „Gymnasium West“ auf der Agenda?Anfrage
- 9. Januar 2017Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 22 WochenSTST 67Hat der Magistrat das "Gymnasium West" auf der Agenda?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab