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Grundversorgung mit Bankdienstleistungen über Sparkassenbus sicherstellen

Vorlagentyp: STMagistrat
24 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat sich mit der Frankfurter Sparkasse über die Grundversorgung mit Bankdienstleistungen ausgetauscht. Aufgrund der veränderten Kundenfrequenzen und der Digitalisierung wird der Sparkassenbus nicht weiter verfolgt. Ziel ist es, die infrastrukturelle Grundversorgung in den Stadtteilen aufrechtzuerhalten.

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Stellungnahme des Magistrats

Der Magistrat steht im regelmäßigen Austausch mit der Frankfurter Sparkasse und hat im Rahmen der aktuellen Anfrage des Ortsbeirates 11 (wie zuvor schon in anderen Fällen von beabsichtigten Filialschließungen der Frankfurter Sparkasse) den Dialog gesucht. Hierzu fand eine Telefonkonferenz am 10.01.2022 mit der Wirtschaftsförderung statt.

Die Frankfurter Sparkasse machte im Austausch mit dem Magistrat erneut deutlich, dass sich durch die Digitalisierung das Kundenverhalten verändert hat und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise beschleunigt, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die zum Teil deutlich verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung der Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit dem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales Beratungs-Center und ein Digitales Geschäftskunden-Center mit einem Telefon-, Email- und Videochatangebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Außerdem wird darauf verwiesen, dass man mit 43 Standorten immer noch über das dichteste Filialnetz aller Banken in Frankfurt am Main verfüge.

Das Angebot wurde zwischenzeitlich erweitert durch kostenfreie Mobilitätsangebote (Taxigutscheine bei eingeschränkter Mobilität), Online-Nutzer Seminare und Sprechstunden in Seniorenzentren (Riederwald). Begleitend verfolgt das Beschwerdemanagement der Sparkasse den Prozess der Filialschließungen sehr genau, um die Kundenbedürfnisse zu ermitteln. Die Angebote wurden von der Zielgruppe von niemandem genutzt.

Die Bargeldversorgung und Abwicklung einfacher Bankgeschäfte durch SB-Automaten ist mit dem Fortbestand der SB-Angebote in den bisherigen Fällen weiterhin unbeschränkt verfügbar. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit, Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Das Modell eines Sparkassenbus-Angebotes wird aus Sicht der Fraspa aus mehreren Gründen verworfen (wurde bereits in den 80er Jahren im Modell getestet): geringere Sicherheit in einem mobilen Bus, Räumliche Enge in der Pandemie, barrierefreie Haltplätze nötig (meist nur an ÖPNV-Haltestellen, dort Behinderung des regulären Busverkehrs) und der Nutzen-Kosten-Aufwand steht nicht im Verhältnis. Außerdem wurden vergleichbare Angebote von Kunden nicht nachgefragt.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Anstalten öffentlichen Rechts und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Frankfurter Sparkasse eingreifen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. September 2021STST 1725Sparkassenfilialen im Frankfurter Osten - Schließung verhindern!Stellungnahme
  2. 9. Oktober 2021OFOF 129/11Grundversorgung mit Bankdienstleistungen über Sparkassenbus sicherstellenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  3. 25. Oktober 2021OMOM 857Grundversorgung mit Bankdienstleistungen über Sparkassenbus sicherstellenDirektanregung
  4. 4. März 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 Wochen
    STST 556Grundversorgung mit Bankdienstleistungen über Sparkassenbus sicherstellen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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