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Gasbetriebene Wärmepumpen

Vorlagentyp: STMagistrat
14 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Stellungnahme des Magistrats vom 27.11.2008, ST 1652

Betreff:

Gasbetriebene Wärmepumpen

Gasbetriebene Wärmepumpen erzeugen aus einer Energieeinheit, wie z.B. Erdgas, etwa 1,5 -1,6 Einheiten Wärme und nicht 5 kWh Wärme, wie der Ortsbeirat ausführt. Vereinfacht beschrieben besteht eine Gaswärmepumpe aus einem Motor, bei dem 3 kWh Eingangsenergie in 1 kWh Strom und 2 kWh Wärme gewandelt werden, und einer nachgeschalteten Wärmepumpe, die aus 1 kWh Strom ca. 3 kWh Wärme erzeugt. Damit werden insgesamt aus 3 kWh Eingangsenergie (Erdgas) letztlich ca. 5 kWh Wärme erzeugt.

Gaswärmepumpen, wie auch andere Energieversorgungstechniken (Blockheizkraftwerk, Solarthermie, usw.), müssen ausgehend vom jeweiligen Gebäudekonzept, unter Berücksichtigung dessen zeitlicher Verteilung von Wärme- bzw. auch Kältebedarf sowie Strombedarf, technisch und wirtschaftlich konzipiert werden. Die Planung liegt – im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen – in der Hand der jeweiligen Hauseigentümer.

Generell ist aber darauf hinzuweisen, dass bei Wärmepumpentechniken bei einer geplanten Entnahme von Wärme aus dem Erdreich, z.B. mit Tiefen bis zu 100 Meter, zuvor eine eingehende Prüfung der Grundwasserverhältnisse und die Einholung von Genehmigungen beim Umweltamt bzw. dem Regierungspräsidium erforderlich ist. Hierbei sind zahlreiche Randbedingungen hinsichtlich der Wahl des Kältemittels und des Wärmetauschers zu beachten. Im verdichteten Stadtgebiet ist auch zu prüfen, ob auf dem Grundstück eine ausreichende Wärmemenge aus dem Erdreich gewonnen werden kann. So sind z.B. Fälle aufgetreten, bei denen zu dicht beieinander stehenden Bohrungen eine – sonst nicht übliche – Bohrung mit über 200 m Tiefe erforderlich machte.

Das Projekt in der ehemaligen Gibbs-Kaserne ist noch nicht in Betrieb, so dass hier noch keine Bezugswerte vorliegen.

Vor diesem Hintergrund kann durch den Magistrat nicht entschieden oder berichtet werden, ob Gaswärmepumpen – als eine von vielen Energietechniken – in Großgebäuden im Frankfurter Westen eingebaut werden können oder sollten. Alternativ bietet sich an, ein Blockheizkraftwerk mit fossilem oder regenerativem Kraftstoff einzubauen oder eine Heizungsanlage mit Holzpellets oder Holzhackschnitzeln. Welches System technisch und wirtschaftlich optimal ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Hierzu kann eine Energieberatung durch das Energiereferat bzw. zahlreiche private Ingenieurbüros genutzt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 18. August 2008OFOF 916/6Gasbetriebene WärmepumpenOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 9. September 2008VV 748Gasbetriebene WärmepumpenAnfrage
  3. 27. November 2008Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    STST 1652Gasbetriebene Wärmepumpen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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