Biodiversität in Hausgärten im Ortsbezirk 10
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Biodiversität in Hausgärten im Ortsbezirk 10. Es werden Maßnahmen vorgeschlagen, um die biologische Vielfalt zu fördern, wie die Erhaltung heimischer Baumarten und die Schaffung naturnaher Gärten. Ziel ist es, die ökologische Aufwertung der Gärten zu unterstützen und Lebensräume für verschiedene Arten zu schaffen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Dem Umweltamt liegen keine Daten oder konkrete Erkenntnisse zur Biodiversität in Hausgärten des Ortsbezirks 10 vor.
Naturnahe Gärten tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Siedlungsbereich bei. Das Arten- und Biotopschutzkonzept der Stadt Frankfurt am Main gibt hierzu Anregungen für die ökologische Aufwertung sowie die Erhöhung von Strukturvielfalt und Naturnähe in Gärten, wie z.B.
- Erhaltung der vorhandenen und alten Baumbestände oder rechtzeitiges Nachpflanzen von Gehölzen, bevorzugt gebietsheimische Baumarten
- Erhöhung des Baumanteils in strukturarmen Gärten, bevorzugt mit gebietsheimischen, standortgerechten Baumarten
- Ersatz von Koniferen-Hecken durch Schnitthecken aus heimischen Arten wie Liguster, Rot-Buche und Kornelkirsche
- Mehr Verwendung von Gehölzen, Stauden und einjährigen Kräutern, die als Pollen- und Nektarlieferanten für Insekten relevant sind, bevorzugt gebietsheimische Arten
- Extensive Pflege von Wiesen, um blütenreiche Magerwiesen zu entwickeln; Stehenlassen von blütenreichen Säumen vor allem um Gehölze herum
- Tolerierung und Erhaltung von Spontanvegetation und "wilden Ecken", von kleinflächigen Brachen als Rückzugs- und Überwinterungsquartiere sowie von Rohbodenstandorten mit Pioniervegetation
- Flächenaufwertung mit Sonderstrukturen: zum Beispiel mit Kleingewässern, Trockenmauern und Steingärten, Totholz (Verkehrssicherungspflicht ist zu beachten), Laub-, Reisig- und Steinhaufen sowie offenen Bodenstellen
- Verzicht auf Fische in Gartenteichen, um Amphibien, Libellen und andere Gewässerlebewesen zu fördern
- Anbringen von Nisthilfen ("Insektenhotels", Hummelkästen, Igelhäuser, Vogelnistkästen, Fledermausquartiere usw.) an geeigneten Stellen, aber keine Förderung der "Stadtimkerei", da Honigbienen Nahrungskonkurrentinnen unter anderem für Wildbienen sind
- Erhaltung von Pflasterritzen und Mauerfugen; weitgehender Verzicht auf Säuberungsaktionen
- Entsiegelung von Flächen
- Verzicht auf die Anlage von "Kiesbeeten" mit Folienabdeckung unter dem Kies
- Verminderung der Barrierewirkung zwischen Grundstücken: möglichst durchlässige Zäune verwenden, Durchschlupfe in Zäunen und Mauern schaffen oder mindestens 10 Zentimeter Freiraum zwischen Boden und Zaun lassen, um die Durchlässigkeit für Kleintiere zu verbessern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. April 2022OFOF 311/10Biodiversität in Hausgärten im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · FDP
- 3. Mai 2022OMOM 2056Biodiversität in Hausgärten im Ortsbezirk 10Direktanregung
- 8. Juli 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 WochenSTST 1595Biodiversität in Hausgärten im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab