Integriertes Quartierskonzept zur energetischen Stadtsanierung
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main schlägt die Umsetzung integrierter Quartierskonzepte zur energetischen Stadtsanierung vor, um die energetische Modernisierung von Wohngebäuden zu fördern. Ziel ist es, den Bürger:innen Unterstützung zu bieten und die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen.
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Thema Stadtplanung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die energetische Gebäudemodernisierung ist der Schlüssel zu mehr Wohnkomfort, niedrigeren Energiekosten und Bauschadenfreiheit über Jahrzehnte. Der Stadt Frankfurt ist es deshalb ein Anliegen, die Bürger:innen zu informieren, ihnen den Einstieg in dieses komplexe Thema zu erleichtern und sie bei der Durchführung von energetischen Modernisierungen zu unterstützen. Ein zentraler Baustein zur Erreichung der Frankfurter Klimaschutzziele ist die energetische Sanierung der privaten Wohngebäude und Geschosswohnungsbauten sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien, wie Solarthermie und Photovoltaik in Frankfurt.
Die integrierten Quartierskonzepte zur energetischen Stadtsanierung bilden eine zentrale Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für eine an der Gesamteffizienz energetischer Maßnahmen ausgerichteten quartiersbezogenen Investitionsplanung.
Gefördert werden die Quartierskonzepte durch das Förderprogramm 432 - "Energetische Stadtsanierung" der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen mit insgesamt 90 Prozent. Das Besondere an den Quartierskonzepten ist, dass nicht nur die Gebäude erfasst werden, sondern auch die Art der Wärmeversorgung und die möglichen CO2-Einsparpotentiale durch Photovoltaik und die Abwärmenutzung. Auch Fragen der Gestaltung einer nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität und einer grünen Infrastruktur im Quartier, Klimaanpassungsmaßnahmen sowie der Einsatz digitaler Technologien sind wichtige Bestandteile. Parallel oder direkt nach Fertigstellung des Konzeptes wird ein Sanierungsmanagement die Umsetzung der Maßnahmen drei bis fünf Jahre lang begleiten.
Um weitere KfW-432-Quartierskonzepte in Frankfurter Stadtteilen (zum Beispiel in Kalbach-Riedberg) durchführen zu können, prüft der Magistrat, ob weitere Förderanträge gestellt werden können. Parallel kann das Klimareferat den Stadtteil Kalbach-Riedberg mit der "Aufsuchenden Energieberatung" und Themenabenden über Klimaschutz und Klimaanpassung unterstützen. Mit der Kampagne "Aufsuchende Energieberatung" wird den Bürger:innen aus dem Stadtteil ermöglicht, 100 kostenlose Energieberatungen in Anspruch zu nehmen. Gefördert wird die Kampagne durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA Hessen) unterstützt die Kampagne mit Projekt- und Werbematerialien. Der Ortsbeirat wird bei Interesse gebeten, mit dem Klimareferat Kontakt aufzunehmen (klimareferat@stadt-frankfurt.de).
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. Februar 2023OFOF 352/12Aufsuchende Energieberatung in Kalbach-RiedbergOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 17. März 2023OMOM 3683Integriertes Quartierskonzept zur energetischen StadtsanierungDirektanregung
- 30. Juni 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 1420Integriertes Quartierskonzept zur energetischen StadtsanierungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab