Berger Kino retten! Neue Konzepte entwickeln!
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Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt die Idee, das Berger Kino als Kultur- und Kommunikationszentrum weiterzuentwickeln, um die kulturelle Vielfalt und Attraktivität des Stadtteils zu erhalten. Es wird empfohlen, mit Kooperationspartnern in Kontakt zu treten, um das Konzept zu realisieren und insbesondere auch Kinder- und Jugendprojekte zu fördern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Liegenschaft in der Berger Straße 177 ist seit fast 160 Jahren ein Ort der Kultur und Begegnung, zuletzt über 70 Jahre als Kino unter dem Namen Berger Kinos. Der Mieter Harald Metz hat für die Berger Straße 177, ehemalige gewerbliche Kinonutzung, ein neues Konzept als Kultur- und Kommunikationszentrum entwickelt. Diese Idee umfasst ein vielfältiges Angebot an kulturellen Nutzungen u.a. für Theater, Variety, Live-Musik, Bewegtbild. Diese neue Ausrichtung als vielfältiges Kulturzentrum und Begegnungsort kann dazu beitragen die Attraktivität des Ortes zu erhalten. Eine Nutzung als Kultur- und Kommunikationszentrum trägt zur Bereicherung des Stadtteils und Stadtteilzentrums Berger Straße bei. Für die Weiterentwicklung dieser Idee hin zu einem tragfähigen Nutzungskonzept, steht die Wirtschaftsförderung Frankfurt auf Seiten der Stadt Frankfurt am Main als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die Wirtschaftsförderung bietet dazu eine individuelle Wegeberatung und hilft bei der Orientierung im Spektrum der verschiedenen Gründungs- und Fördermittelangebote für die Realisierung von Projekten. Aus Sicht des Stadtschulamtes könnte das Konzept Kindern, Jugendlichen und Schulen zugutekommen. Im Förderprogramm Jugendhilfe in der Schule gibt es bereits Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen im Rahmen des Projekts zur Kulturellen Bildung me2you. Einen weiteren Raum für Kinder- und Jugendprojekte zur Verfügung zu haben wäre für die Jugendhilfe in der Schule eine positive Entwicklung. Das Stadtschulamt regt daher an, dass der Initiator des Projektes proaktiv mit den benannten Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Bildungsregion Ost in Kontakt tritt. Aus Sicht des Kulturamtes wird darauf hingewiesen, dass es in den bevölkerungsreichen Stadtteilen nördlich und östlich der City neben dem Berger Kino nur noch das "Mal Seh'n Kino" mit lediglich 80 Sitzplätzen als Programmkino gibt. Die in der Begrünung der OM 7303 geleistete Situationsanalyse zur Lage des Kinos ("Die Kinolandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, vor allem durch Online-Streaming-Portale. Diese Veränderung hat zur Folge, dass Besucherinnen- und Besucherzahlen sinken. In Zeiten der Pandemie sehen sich Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber in einer umso schwierigeren Situation und kämpfen für das Überleben der Branche.") ist aus Sicht des Kulturamtes grundsätzlich zutreffend, allerdings dahingehend zu ergänzen, dass ein Markt für Programm- und sog. Arthouse Kinos weiterhin besteht. Zudem hat das Interesse am Medium Film als gemeinschaftliches Kulturerlebnis im öffentlichen Raum in Programmkinos und z. B. in Form von Filmfestivals zumindest bis zum Beginn der SARS-COV-2-Pandemie in Frankfurt keineswegs durchgängig ab-, sondern teilweise sogar zugenommen. Vor diesem Hintergrund wäre es kulturpolitisch wünschenswert, dass zunächst im Gespräch mit dem bisherigen Betreiber und den Eigentümern des Gebäudes geprüft wird, ob das Berger Kino mit seinen Kinosälen und 380 Sitzplätzen vorrangig als Programmkino erhalten bleiben und - angesichts des bestehenden Mangels an Abspielorten für Filmfestivals - im Idealfall auch als ein Ort für Kinofestivals zur Verfügung stehen kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Februar 2021OFOF 541/4Berger Kino retten! Neue Konzepte entwickeln!Ortsbeiratsantrag · LINKE.
- 23. Februar 2021OMOM 7303Berger Kino retten! Neue Konzepte entwickeln!Direktanregung
- 9. Juli 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 22 WochenSTST 1317Berger Kino retten! Neue Konzepte entwickeln!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab