eungesheimTitel/Betreff: Bericht über die Erfahrungen mit dem Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 10
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Stellungnahme des Magistrats vom 13.01.2012, ST 103
Betreff: Bericht über die Erfahrungen mit dem Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 10 Die Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung hat sich im Stadtgebiet Frankfurt am Main, damit auch in den Stadtteilen Eckenheim, Preungesheim, Berkersheim, Frankfurter Berg und Bonames bewährt. Das Angebot wird von den Radfahrern sehr gut angenommen. Ebenfalls kam es selten zu Verkehrsunfällen zwischen gegen die Richtung der Einbahnstraße fahrenden Radfahrern und entgegenkommenden bzw. kreuzenden Kraftfahrern. Die Gesamtzahlen der polizeilich gemeldeten Radverkehrsunfälle in Frankfurt am Main und im Ortsbezirk 10 sind der unten stehenden Tabelle 1 zu entnehmen. Die Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer Einbahnstraßen erlaubt in Gegenrichtung fuhren, sind der Tabelle 2 zu entnehmen. Seit dem Jahr 2006 bis zum 30.06.2011 ereigneten sich im Ortsbezirk 10 von 162 Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung lediglich 2 Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung befuhren. Das entspricht einem Anteil von 1,2 % aller Radverkehrsunfälle in den. Stadtteilen. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden ein Radfahrer leicht und einer schwer verletzt. Im gleichen Zeitraum kam es in den Straßen, die nicht geöffnet waren, zu 5 Verkehrsunfällen. Dies entspricht einem Anteil von 3,1 %. Dabei wurden 3 Radfahrer leicht verletzt. Es zeigt sich also, dass sich die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr, wie alle wissenschaftlichen Untersuchungen vorhersagten, nicht negativ hinsichtlich der Verkehrssicherheit auswirkt. Tendenziell sind sogar eher positive Auswirkungen zu verzeichnen, denn mit der Öffnung der Einbahnstraßen konnte die Attraktivität des Radverkehrs erheblich ver-bessert werden. So können Radfahrer/innen mit dieser neuen Regelung jetzt die kürzeste Route durch einen Wohnbezirk nehmen; auch für die Anwohner/innen verkürzen sich die Wege mit dem Fahrrad zu ihren Wohnungen erheblich. Auch haben sie jetzt die Möglichkeit, abseits der konflikt- und unfallträchtigeren Haupt-verkehrsstraßen zu fahren. Dies dient sowohl der objektiven Sicherheit als auch dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Das Fahren in Erschließungsstraßen ist für Radfahrer zudem wegen der geringeren Beeinträchtigungen durch Kraftfahrzeuge (Lärm, Abgase) attraktiver als auf Hauptverkehrsstraßen. Es entsteht so ein dichtes Netz von Verbindungen und Abkürzungen, das die Nutzung des Fahrrads weiter effektiv fördert. Tabelle 1 Radverkehrsunfälle in Frankfurt am Main und im Ortsbezirk 10
Jahr Frankfurt/M Ortsbezirk 10 Unfälle Unfälle Unfälle (%) Tote Schwer-verletzte Leicht-verletzte 2006 919 34 3,7 0 4 29 2007 969 33 3,4 0 6 17 2008 967 29 3,0 1 3 25 2009 990 22 3,2 0 3 20 2010 923 29 3,1 0 5 16 bis 30.06.2011 530 15 2,8 0 2 11 Tabelle 2 Verkehrsunfälle Radfahren gegen die Einbahnstraße Ortsbezirk 10 Jahr erlaubt nicht erlaubt Anzahl Verletzte Anzahl Verletzte 2006 0 0 2 2 LV 2007 0 0 2 0 2008 1 1 SV 0 0 2009 1 1 LV 0 0 2010 0 0 1 1LV bis 30.06.2011 0 0 0 0 ∑: 2 1SV/1LV 5 3LV
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. August 2011OFOF 74/10eungesheimFraktion: FDPTitel/Betreff: Bericht über die Erfahrungen mit dem Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag
- 6. September 2011VV 99eungesheimTitel/Betreff: Bericht über die Erfahrungen mit dem Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk.10Anfrage
- 13. Januar 2012Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 103eungesheimTitel/Betreff: Bericht über die Erfahrungen mit dem Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab