Ämterübergreifendes Management mit Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer Destabilisierung
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer Destabilisierung Vorgang: OM 2866/14 OBR 2; V 1179/14 OBR 2; ST 552/14 Der Ortsbeirat möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, zu der dem OBR 2 am
- Febr. 2015 zugeleiteten Dokumentation der AG Westend zur "Mietervertreibung im Frankfurter Westend" mündlich und schriftlich Stellung zu nehmen. Die mündliche Anhörung sollte in einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen erfolgen. Dabei sind die in der Dokumentation angesprochenen Probleme wie etwa Spekulation mit Wohnraum, strategische Entmietungen mit dem Ziel von Luxussanierungen, Ausbeutung von Arbeitern (offenbar vornehmlich aus ärmeren Regionen Europas) durch Überbelegung von Wohnraum und überhöhte Mietkosten, Nachbarschaftskonflikte, Abgrenzung von Modernisierung und Instandhaltung usw. zu berücksichtigen.
- Der Magistrat wird zudem vor diesem Hintergrund aufgefordert, seine in der ST 552 bekundete Ansicht, nach der er "eine gesonderte Anlaufstelle für betroffene Bürger im Westend nicht für erforderlich hält" zu revidieren. Im Sinne des Auskunftsersuchens V 1179 ist dringend eine ämterübergreifende Einrichtung zu schaffen, die sich gegen Entmietungen einsetzt und die vor allem mit Beratungskompetenz ausgestattet ist. Begründung: Die oben angesprochenen Themen sind bereits häufiger im OBR 2 diskutiert und von diesem in Anträgen aufgegriffen worden. Der Magistrat hat zwar dem vom OBR 2 eingebrachten "Maßnahmenpaket gegen Gentrifizierung" (OM 2866) mit der ST 552 weitestgehend zugestimmt. Er hat zudem zwischenzeitlich sowohl für das Westend als auch für Bockenheim Erhaltungssatzungen auf den Weg gebracht, die den betroffenen Gebieten Schutz bieten und Wohnraum erhalten sollen. Mündliche und schriftliche Hinweise aus der Bevölkerung machen jedoch deutlich, dass es noch weiterer Maßnahmen bedarf, um strukturelle Spekulation und gezielte soziale Destabilisierung in den Griff zu kriegen.
Inhalt
Antrag vom 18.02.2015, OF 644/2
Betreff: Ämterübergreifendes Management mit Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer Destabilisierung Vorgang: OM 2866/14 OBR 2; V 1179/14 OBR 2; ST 552/14
Der Ortsbeirat möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, zu der dem OBR 2 am
- Febr. 2015 zugeleiteten Dokumentation der AG Westend zur "Mietervertreibung im Frankfurter Westend" mündlich und schriftlich Stellung zu nehmen. Die mündliche Anhörung sollte in einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen erfolgen. Dabei sind die in der Dokumentation angesprochenen Probleme wie etwa Spekulation mit Wohnraum, strategische Entmietungen mit dem Ziel von Luxussanierungen, Ausbeutung von Arbeitern (offenbar vornehmlich aus ärmeren Regionen Europas) durch Überbelegung von Wohnraum und überhöhte Mietkosten, Nachbarschaftskonflikte, Abgrenzung von Modernisierung und Instandhaltung usw. zu berücksichtigen.
- Der Magistrat wird zudem vor diesem Hintergrund aufgefordert, seine in der ST 552 bekundete Ansicht, nach der er "eine gesonderte Anlaufstelle für betroffene Bürger im Westend nicht für erforderlich hält" zu revidieren. Im Sinne des Auskunftsersuchens V 1179 ist dringend eine ämterübergreifende Einrichtung zu schaffen, die sich gegen Entmietungen einsetzt und die vor allem mit Beratungskompetenz ausgestattet ist. Begründung: Die oben angesprochenen Themen sind bereits häufiger im OBR 2 diskutiert und von diesem in Anträgen aufgegriffen worden. Der Magistrat hat zwar dem vom OBR 2 eingebrachten "Maßnahmenpaket gegen Gentrifizierung" (OM 2866) mit der ST 552 weitestgehend zugestimmt. Er hat zudem zwischenzeitlich sowohl für das Westend als auch für Bockenheim Erhaltungssatzungen auf den Weg gebracht, die den betroffenen Gebieten Schutz bieten und Wohnraum erhalten sollen. Mündliche und schriftliche Hinweise aus der Bevölkerung machen jedoch deutlich, dass es noch weiterer Maßnahmen bedarf, um strukturelle Spekulation und gezielte soziale Destabilisierung in den Griff zu kriegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. Februar 2014OFOF 459/2Maßnahmenpaket .Gentrifizierung.Ortsbeiratsantrag · CDU
- 10. Februar 2014OMOM 2866Maßnahmenpaket „Gentrifizierung“Direktanregung
- 22. April 2014STST 552Maßnahmenpaket "Gentrifizierung"Stellungnahme
- 12. Oktober 2014OFOF 576/2Haushalt 2015/2016 Task-Force gegen Entmietungen in Frankfurt einrichtenOrtsbeiratsantrag · LINKE.
- 1. Dezember 2014VV 1179Ämterübergreifende Einrichtung gegen Entmietungen in Frankfurt einrichtenAnfrage
- 18. Februar 2015Sie sind hierOFOF 644/2Ämterübergreifendes Management mit Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer DestabilisierungOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 2. März 2015STST 324Ämterübergreifende Einrichtung gegen Entmietungen in Frankfurt einrichtenStellungnahme
- 9. März 2015OMOM 3913Ämterübergreifendes Management mit Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer DestabilisierungDirektanregung
- 19. Juni 2015Antwort des Magistrats · nach 71 WochenSTST 887Ämterübergreifendes Management mit Beratungskompetenz - Schutz vor Verdrängung, unwürdigen Wohnverhältnissen und sozialer DestabilisierungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: Erster Absatz: Einstimmige Annahme Zweiter Absatz: Annahme bei Enthaltung CDU Dritter Absatz: GRÜNE und SPD gegen CDU (= Ablehnung)