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Der Ortsbeirat 7 lehnt seine Zustimmung zu dem Haushaltssicherungskonzept ab

Vorlagentyp: OFdie_farbechten_-_LINKE.
1 SitzungAbgelehnt
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Begründung

Zustimmung zu dem Haushaltssicherungskonzept ab Wer sich im Land Hessen für eine Schuldenbremse eingesetzt und unterstützt hat, darf sich jetzt nicht über Kürzungen für die Städte und Kommunen wundern. Das zweite ist die logische Folge der ersten Maßnahme. Die Kürzungen im Landeshaushalt schlagen nun nach unten durch - die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger, die Kinder und Jugendlichen, die Senioren und die Menschen mit niedrigem Einkommen. Das lässt sich Punkt für Punkt in den Einzelmaßnahmen belegen: - In Anlage 3 wird als größter Einzelposten die Erhöhung der Grundsteuer B von 460 auf 500 Punkte genannt (15.652 Mio in 2013, insgesamt 64,4 Mio bis 2016). Klar ist: diese trifft alle Mieter, denn die Grundsteuer wird mit der Betriebskostenabrechnung auf alle Mieter umgelegt. Im Zusammenhang mit der derzeitigen Mietpreissteigerung, der steigenden Zahl von Wohnungen, die aus der Sozialbindung herausfallen (wie z.B. Im Füldchen), der Mangel an Sozialwohnungen insgesamt und der steigenden Nachfrage nach Mietwohnungen wird die Verdrängung von Mietern mit kleinem Einkommen verschärft. Das ist politisch gewollt und mit dieser Maßnahme unterstützt. - Zugleich wird an der abgesenkten Gewerbesteuer festgehalten. Die schwarz-grüne Stadtpolitik macht Kasse bei den Bürgern und nicht bei denen, deren Gewinne hier erwirtschaftet werden. - Die Sparabsichten gehen zu Lasten der älteren Bürger: so sollen die Transferaufwendungen um 50% reduziert werden. - Im Bereich Jugend- und Sozialpolitik sind weitere Kürzungen angekündigt: die Mietsubentionierung für das Haus der Jugend, im Bereich Jugend- und Sozialhilfe, im Bereich Beratung und Vermittlung, Kürzung bei der Barrierefreiheit um die Hälfte trifft die Behinderten, Kürzung bei allen Zuschussempfängern, d.h. bei denen, die am meisten Hilfe benötigen, wird weggenommen. - Andererseits werden nicht konkretisierten Preiserhöhungen bei den Eintrittspreisen im Zoo, Palmengarten und Museen angekündigt. - Bei den Schwimmbädern werden ausgerechnet die ermäßigten Preise überdurchschnittlich erhöht. Die Monatskarten sollen abgeschafft werden, nachdem zuvor schon die Jahreskarten weggenommen wurden. Dass CDU und Grüne damit dem individuellen Breitensport, der innerstädtischen Erholung gerade für Familien, die in den Ferien nicht wegfahren können, und vielen Senioren, die sich mit Schwimmen aktiv und gesund halten, das Schwimmen verteuert und verhindert, ist eine bewusste Entscheidung! - Der Ortsbeirat soll wie zuvor schon Blanko- Zustimmungen geben: denn die Kürzungen bei den ungedeckten Sportstätten, Spielplätzen sowie bei den "grünen Räumen" können auch den Ortsbezirk 7 treffen. Angesichts der kritischen Diskussion über die Grünpflege in den Parks und dem Grüngürtel sind Kürzungen inakzeptabel. - Ebenso muss davon ausgegangen werden, dass eine Erhöhung der Standmieten auf Wochenmärkten und auf dem Weihnachtsmarkt zu einer Reduzierung der Standbetreiber führen wird; ganz abgesehen davon, dass über diesen Weg bestimmt nicht mit gravierenden Mehreinnahmen zu rechnen ist. - Auch die Bürger des Ortsbezirks haben kulturelle Bedürfnisse, die in der Innenstadt befriedigt werden. Die Streichorgie für Museen und Theater ist nicht im Interesse der Allgemeinheit. Kultur ist nicht nur ein Standortfaktor, der über Stiftungen im Interesse der Wohlhabenden und Wohlmeinenden gestaltet werden sollte, sondern gehört allen. Die Eintritte sollten niedrig, der Zugang für Kinder und Jugendliche sogar kostenlos sein. Das Gegenteil will Schwarz-Grün. Insgesamt zeigt sich: Gespart wird bei den Bürger_innen Frankfurts: den Familien, Senioren und den Menschen mit Behinderungen. Geschont wird die Wirtschaft, indem auf die dringend erforderliche Anhebung der Gewerbesteuer verzichtet wird. Langfristig ist diese Politik perspektivlos und schadet der Stadt.

Inhalt

Antrag vom 16.03.2013, OF 278/7

Betreff: Der Ortsbeirat 7 lehnt seine Zustimmung zu dem Haushaltssicherungskonzept ab Wer sich im Land Hessen für eine Schuldenbremse eingesetzt und unterstützt hat, darf sich jetzt nicht über Kürzungen für die Städte und Kommunen wundern. Das zweite ist die logische Folge der ersten Maßnahme. Die Kürzungen im Landeshaushalt schlagen nun nach unten durch - die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger, die Kinder und Jugendlichen, die Senioren und die Menschen mit niedrigem Einkommen. Das lässt sich Punkt für Punkt in den Einzelmaßnahmen belegen: - In Anlage 3 wird als größter Einzelposten die Erhöhung der Grundsteuer B von 460 auf 500 Punkte genannt (15.652 Mio in 2013, insgesamt 64,4 Mio bis 2016). Klar ist: diese trifft alle Mieter, denn die Grundsteuer wird mit der Betriebskostenabrechnung auf alle Mieter umgelegt. Im Zusammenhang mit der derzeitigen Mietpreissteigerung, der steigenden Zahl von Wohnungen, die aus der Sozialbindung herausfallen (wie z.B. Im Füldchen), der Mangel an Sozialwohnungen insgesamt und der steigenden Nachfrage nach Mietwohnungen wird die Verdrängung von Mietern mit kleinem Einkommen verschärft. Das ist politisch gewollt und mit dieser Maßnahme unterstützt. - Zugleich wird an der abgesenkten Gewerbesteuer festgehalten. Die schwarz-grüne Stadtpolitik macht Kasse bei den Bürgern und nicht bei denen, deren Gewinne hier erwirtschaftet werden. - Die Sparabsichten gehen zu Lasten der älteren Bürger: so sollen die Transferaufwendungen um 50% reduziert werden. - Im Bereich Jugend- und Sozialpolitik sind weitere Kürzungen angekündigt: die Mietsubentionierung für das Haus der Jugend, im Bereich Jugend- und Sozialhilfe, im Bereich Beratung und Vermittlung, Kürzung bei der Barrierefreiheit um die Hälfte trifft die Behinderten, Kürzung bei allen Zuschussempfängern, d.h. bei denen, die am meisten Hilfe benötigen, wird weggenommen. - Andererseits werden nicht konkretisierten Preiserhöhungen bei den Eintrittspreisen im Zoo, Palmengarten und Museen angekündigt. - Bei den Schwimmbädern werden ausgerechnet die ermäßigten Preise überdurchschnittlich erhöht. Die Monatskarten sollen abgeschafft werden, nachdem zuvor schon die Jahreskarten weggenommen wurden. Dass CDU und Grüne damit dem individuellen Breitensport, der innerstädtischen Erholung gerade für Familien, die in den Ferien nicht wegfahren können, und vielen Senioren, die sich mit Schwimmen aktiv und gesund halten, das Schwimmen verteuert und verhindert, ist eine bewusste Entscheidung! - Der Ortsbeirat soll wie zuvor schon Blanko- Zustimmungen geben: denn die Kürzungen bei den ungedeckten Sportstätten, Spielplätzen sowie bei den "grünen Räumen" können auch den Ortsbezirk 7 treffen. Angesichts der kritischen Diskussion über die Grünpflege in den Parks und dem Grüngürtel sind Kürzungen inakzeptabel. - Ebenso muss davon ausgegangen werden, dass eine Erhöhung der Standmieten auf Wochenmärkten und auf dem Weihnachtsmarkt zu einer Reduzierung der Standbetreiber führen wird; ganz abgesehen davon, dass über diesen Weg bestimmt nicht mit gravierenden Mehreinnahmen zu rechnen ist. - Auch die Bürger des Ortsbezirks haben kulturelle Bedürfnisse, die in der Innenstadt befriedigt werden. Die Streichorgie für Museen und Theater ist nicht im Interesse der Allgemeinheit. Kultur ist nicht nur ein Standortfaktor, der über Stiftungen im Interesse der Wohlhabenden und Wohlmeinenden gestaltet werden sollte, sondern gehört allen. Die Eintritte sollten niedrig, der Zugang für Kinder und Jugendliche sogar kostenlos sein. Das Gegenteil will Schwarz-Grün. Insgesamt zeigt sich: Gespart wird bei den Bürger_innen Frankfurts: den Familien, Senioren und den Menschen mit Behinderungen. Geschont wird die Wirtschaft, indem auf die dringend erforderliche Anhebung der Gewerbesteuer verzichtet wird. Langfristig ist diese Politik perspektivlos und schadet der Stadt.Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 08.03.2013, M 44 Beratung im Ortsbeirat: 7

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. März 2013 brachte die_farbechten_-_LINKE. im Ortsbeirat 7 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 20.03.2013 im OBR 7 abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 7
Sitzung 22 · 20.03.2013
TO I, TOP 4
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 44 wird zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 553 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage OF 278/7 wird abgelehnt. 4. Die Vorlage OF 279/7 wird abgelehnt. 5. Die Vorlage OF 280/7 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPREP
Ablehnung:
SPDFarbechte
zu 2)
Zustimmung:
CDU2 GrüneFDP
Ablehnung:
SPDFarbechte
Enthaltung:
1 GrüneREP
zu 3)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPREP
Ablehnung:
SPDFarbechte
zu 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPREP
Ablehnung:
Farbechte
zu 5)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPREP
Ablehnung:
SPD
Enthaltung:
Farbechte
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP und REP gegen SPD und FARBECHTE (= Ablehnung) zu 2. CDU, 2 GRÜNE und FDP gegen SPD und FARBECHTE (= Annahme) bei Enthaltung 1 GRÜNE und REP zu 3. CDU, GRÜNE, FDP und REP gegen SPD und FARBECHTE (= Annahme) zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und REP gegen FARBECHTE (= Annahme) zu 5. CDU, GRÜNE, FDP und REP gegen SPD (= Annahme) bei Enthaltung FARBECHTE

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